Hörbuchrezension: Jodi Picoulst-Bis ans Ende der Geschichte


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Jodi Picoult – Bis ans Ende der Geschichte

Gekürzte Lesung

Gelesen von Barbar Nüsse, Lisa Wagner, Patrick Heyn, Wolf-Dietrich Sprenger und  Cornelia Dörr

1 mp3, Laufzeit ca. 10 h

Preis: € 19,99 [D] | € 22,50 [A] | CHF 28,50

Buchinfo Verlagsseite

Verlagstext:

Jodi Picoult über Schuld und Vergebung

Sage Singer ist eine junge Bäckerin. Ihre Mutter ist bei einem Autounfall ums Leben gekommen und Sage fühlt sich schuldig, weil sie am Steuer saß. Josef Weber, ein 90-jähriger Mann aus ihrer Trauergruppe, kommt sie ab und an besuchen. Trotz des großen Altersunterschieds haben Sage und Josef ein Gespür für die verdeckten Wunden des anderen, und es entsteht eine ungewöhnliche Freundschaft. Doch als Josef ihr eines Tages ein lange vergrabenes, schreckliches Geheimnis verrät, bittet er Sage um einen schwerwiegenden Gefallen. Wenn sie einwilligt, hat das nicht nur moralische, sondern auch gesetzliche Konsequenzen. Sage steht vor einem moralischen Dilemma. Denn wo befindet sich die Grenze zwischen Strafe und Gerechtigkeit, Vergebung und Gnade?

Mein Eindruck:

Ganz große Klasse! Jodi Picoult hat es mal wieder geschafft mich mit ihrer Erzählweise und ihrer Art schwierige Themen in eine Geschichte zu packen zu überzeugen. Aus dem Klappentext ging noch nicht klar hervor in welche Richtung sich der Roman bewegen wird. Die Wendung und den Weg den die Handlung im Laufe des Zuhörens einschlug war aber wieder mal Picoult-mäßig gut durchdacht.

Sage Singer ist nach einem Autounfall schwer entstellt und verbringt ihre Nächte allein in einer Backstube und ihre Tage einsam in ihren vier Wänden. Erst als sie sich mit Josef Weber anfreundet, wagt sie sich wieder etwas aus ihrem selbsterschaffenen Kokon heraus. Beide sind einsam und helfen sich gegenseitig durch ihre isolierten Tage. Als Josef sie eines Tages von seiner schrecklichen Vergangenheit erzählt und welche Rolle er dabei gespielt hat möchte sie nur das Richtige tun. Mit Hilfe von Leo Steinberg versucht sie Josefs wahre Identität aufzudecken und ihn seiner gerechten Strafe zuzuführen …..

Jodi Picoult währe nicht Jodi Picoult, wenn die Geschichte nicht tragische Wendungen und traurige Wahrheiten beinhalten würde. Die Handlung spielt sich nicht nur zwischen Sage und Josef ab. Man wird zurückversetzt in der Zeit, erfährt die tragische Geschichte von Sages Großmutter und welch schreckliche Rolle Josef dabei gespielt hat. Man fühlt mit Sage mit, ist hin und her gerissen, möchte toben, ist erschüttert um am Ende nicht mehr genau zu wissen, ob man genau so gehandelt und gedacht hätte wie sie.

Von den Sprechern her empfand ich jede Stimme für die jeweilige Rolle passend. Ob aus der Ich-Perspektive oder in nacherzählender Form, alle fünf Darbietungen fesselten mich und hatten meine ganze Aufmerksamkeit. Das Klangschema war schön abwechselnd, von jugendlich bis hin zu alt und schleppend.

Das Cover gefällt mir auch. Die junge Frau von hinten, symbolisiert für mich Sage, die ihr Gesicht vor den Menschen versteckt. Die beschriebenen Blätter stehen für die Geschichte ihrer Großmutter.

Mein Fazit:

Diese Kombination aus Moral, Vergebung, Aufarbeitung und Gerechtigkeit fand ich sehr gut gemacht. Der Stoff regt zu Diskussionen an. Man muss mit Sages Entscheidung nicht konform gehen, kann sie aber in gewisser Weise doch irgendwie verstehen, oder sich zumindest selber fragen wie hätte ich entschieden.

Von mir gibt es für die tolle Lesung Rote RoseRote RoseRote RoseRote Rose von Rote RoseRote RoseRote RoseRote RoseRote Rose.

Herzlichen Dank an der Hörverlag!

 

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