Rezension: Sonja Baum-Am Tresen lauert die Gefahr

2015-08-03 17.59.08

Sonja Baum

Am Tresen lauert die Gefahr

Roman

188 Seiten / Preis: € 14,99  (D)

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Verlagstext:

Sonderbare Gestalten gehen in Harrys Bar ein und aus: Dernurkurzetrinkt sitzt in seiner Ecke, trinkt nur Kurze und wird dann wegen Mordverdachts verhaftet. Der Schattenmann versucht, seine Drogen zu verticken. Erfolglos. Die Russenmafia will einen Mord rächen, stürzt dabei aber über eine Clematis. Eine Tüte mit einer Million Euro in Scheinen taucht auf – und verschwindet wieder. Und zu allem Überfluss vernebelt die Zeitlupenfrau dem Barmann Harry den Kopf. Der Erzähler wartet am Tresen auf Sibille und merkt: Die Geschichte läuft ihm langsam aus dem Ruder. Da schaltet sich der Autor ein und versucht, ihn zur Vernunft zu bringen. Es geht schließlich um viel Geld.

Mein Eindruck:

Im Klappentext erfährt man schon grundlegendes der Handlung, daher gehe ich auf den Inhalt gar nicht näher ein. Die Geschichte wird über längere Zeit aus der Sicht des Erzählers dargestellt. Er ist schon ein seltsamer Kautz und passt gut in die Bar auf St. Pauli, obwohl er einen ganz gediegenen Job hat und er bedacht auf seinen geregelten Tagesablauf achtet. Der Autorin ist es in einem ganz speziellen, aber wunderbaren Schreib- und Erzählstil gelungen, aus einer einfachen Geschichte ein Leseerlebnis der besonderen Art zu machen. Als Gestalten wie der Schattenmann und die Zeitlupenfrau ins Geschehen kommen, fühlt es sich wie ein Rausch an, man ist nicht ganz klar im Kopf. Als ob man sich in der Bar befindet und ein paar Gläschen zu viel intus hat. Interessant auch die Wendung, als plötzlich der Autor dem Erzähler den Rang abläuft. Das Ende nähert sich, ein ganz neues Licht wird auf die Handlung geworfen und ein überraschender und mit nichts zu vergleichender Schluss lässt mich als Leser nur noch staunen. Sonja Baum hat wirklich Phantasie!

Fazit:

Ein literarisch gekonnt in Szene gesetzter Debütroman einer begabten Autorin, die sich im Handlungskreis des Geschehens bestens auskennt! Empfehlenswert für Leser besonderer Kriminalliteratur.

Von mir gibt es für dieses einmalige Lesevergnügen Rote RoseRote RoseRote RoseRote RoseRote Rose von Rote RoseRote RoseRote RoseRote RoseRote Rose.

Herzlichen Dank an Sonja Baum für das handsignierte Exemplar und LitVideo!

 

Hörbuchrezension: Nicci French-Blauer Montag

9783867178082_CoverNicci French Blauer Montag

Thriller / Gelesen von Andrea Sawatzki

6 CDs, Laufzeit: ca. 7 h 25 min.

Preis: € 19,99 [D]   | € 22,50 [A]   | CHF 28,50

Buchinfo Verlagsseite

Verlagstext:

Eine JAGD gegen die ZEIT

Als der fünfjährige Matthew Faraday verschwindet, geht ein Aufschrei durch England. In den Zeitungen erscheint sein Bild – und die Psychotherapeutin Frieda Klein kann es nicht fassen: Einer ihrer Patienten, ein Mann mit verzweifeltem Kinderwunsch, hat einen Jungen beschrieben, der Matthew aufs Haar gleicht. Gegen ihren Willen wird sie bald tief in den Fall hineingezogen. Der ermittelnde Chief Inspector Karlsson stößt indes auf Parallelen zu einer Kindesentführung, die zwanzig Jahre zurückliegt. Während Klein dem Psychopathen auf die Spur kommt, beginnt eine Jagd gegen die Zeit …

Mein Eindruck:

Einen so spannenden Einstieg in eine Handlung wie in diesem Hörbuch hat man als Zuhörer nicht oft. Da sind die Erwartungen in das weitere Geschehen natürlich gleich höher. Aber der Reihe nach:

In einem Londoner Stadtteil verschwindet ein kleines Mädchen auf dem Nachhauseweg von der Schule. Ihre große Schwester Rose hat sie nur einen Augenblick aus den Augen verloren als sie in dem Laden Süßigkeiten kaufen wollte. Auch nach Tagen und Wochen gibt es von der Kleinen keine Spur. 20 Jahre später: die etwas eigenwillige Psychotherapeutin Frieda Klein übernimmt einen Patienten ihres Mentors. Er hat eine fortgeschrittene Depression, besonders sein unerfüllter Kinderwunsch setzt ihm sehr zu. Eines Tages erzählt er Dr. Klein von seinen Träumen, in denen er einen kleinen rothaarigen Jungen hat. Als Tage später der fünfjährige Matthew Faraday verschwindet und Frieda ein Bild von ihm sieht, wendet sie sich nach einem längeren Gewissenskonflikt an die Polizei. Durch Chief Inspector Karlsson lernt Frieda Rose kennen, deren Schwester vor 20 Jahren spurlos verschwunden ist und deren Fall ähnlich dem des kleinen Matthew ist. Als sie sich mit Karlsson wegen ihrer Methoden zerwirft, begibt sich die junge Psychologin selber auf die Suche, denn sie will wissen, welche Rolle ihr Patient in der Entführung des Jungen spielt. Immer tiefer stochert sie im privaten Umfeld von Alan und deckt etwas Unglaubliches auf. Mit ihrer Jagd nach der Wahrheit bringt Frieda nicht nur sich, sondern auch andere in höchste Gefahr…..

“Blauer Montag” ist der Beginn einer neue Thriller Serie des Autorenduo Nicci French mit dem Duo Klein / Karlsson.   Frieda ist eine eher seltsame Therapeutin. Mit ihren eigenartigen Charakterzügen musste ich erst mal warm werden. Ihre therapeutischen Fähigkeiten sind auch nicht alltäglich und manchmal sind ihre Handlungen eher zum Lachen als Ernst zu nehmen. Karlsson kommt mir in der Handlung zu wenig oft vor. Seine Ermittlerqualitäten stehen aber auch nicht im Mittelpunkt der Geschichte. Die Psyche der Charaktere steht im Fokus. Nach dem aufregenden Einstieg in die wirklich gute Story verlor die Geschichte leider für längere Zeit an Spannung. Den Mangel an Nervenkitzel macht die sehr bildhafte Sprache und die detailreiche Darstellung der Leute und der Stadt wieder wett. Aufgerüttelt wird das Geschehen, wenn der entführte Junge “zu Wort kommt”. Da geht es einem schon kalt den Rücken hinunter.

Grandios wieder einmal Andrea Sawatzki. Sie bringt Leben in die Geschichte. Dank ihrer abwechslungsreichen Stimm- und Klangfarbe macht sie diesen Thriller schlussendlich doch noch zu einem ganz besonderen Erlebnis.

Mein Fazit:

Ein recht solider Thriller mit einigen Schwachstellen. Dank der gelungenen Darstellung von Andrea Sawatzki aber doch noch ein gutes Hörerlebnis.

Von mir gibt es für das Hörbuch Rote RoseRote RoseRote RoseRote Rose von Rote RoseRote RoseRote RoseRote RoseRote Rose.

Herzlichen Dank an der Hörverlag!

Rezension: Lisa Jewell–Der Flügelschlag des Glücks

 

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Lisa Jewell

Der Flügelschlag des Glücks

Roman / 443 Seiten

Preis: € 14,99 [D] | € 15,50 [A] | CHF 20,50

Buchinfo Verlagsseite

Verlagstext:

Ein Haus. Eine Familie. Und das tragische Geheimnis, das zwischen ihnen steht …

In einem gemütlichen Cottage in England verbringen die vier Bird-Geschwister eine idyllische Kindheit voller Wärme und Harmonie. Bis zu jenem schrecklichen Osterwochenende, nach dem nichts mehr ist wie zuvor. Die Jahre vergehen, und bald schon scheint es, als wären sie nie eine Familie gewesen … Doch dann erreicht die in alle Himmelsrichtungen zerstreuten Birds eine Nachricht, die sie in das Haus zurückkehren lässt, in dem sie aufgewachsen sind. Endlich sollen sie die Wahrheit über das erfahren, was an jenem Osterfest vor vielen Jahren wirklich geschah …

Mein Eindruck:

Die Familiengeschichte der Birds hat mich von Beginn an gefesselt. Was vor allem an der abwechslungsreichen Schreibweise lag. Nachdem die Familie quasi auseinandergebrochen ist und jedes Familienmitglied seinen eigenen Weg beschreitet erfährt man nach und nach die Geschichte. Man liest sich durch Emails der verstorbenen Mutter Lorelei und erfährt ihre Sichtweise was zu der Tragödie führte, ihre Familie zerriss und zu ihrem zwanghaften Verhalten führte. Man liest in der Gegenwart des Jahres 2011 und  erlebt nach und nach, wie sich die Geschwister und der Vater wieder Näher kommen und die Familie wieder zusammenfindet. Und man liest zwischendurch immer wieder chronologisch in der Vergangenheit, als die Familie noch fest zusammen hielt und alle glücklich miteinander waren – eine perfekte Familie wie es scheint. Aber dem ist nicht so.

Meg, die älteste Tochter, spricht es als erstes an, das “Problem” ihrer Mutter, sie ist eine Sammlerin – ein Messie auf Neudeutsch. Es beginnt harmlos. Für die restlichen Familienmitglieder ist es nur ein Spleen. Mit dem schrecklichen Tod des jüngsten Bird-Kindes wird diese Marotte zwanghaft. Auch die restlichen Birds sind nicht ohne Fehler. Meg entwickelt sich zu einer Ordnungs- und Sauberkeitsfanatikerin, Beth – ihre Schwester – ist Beziehungsunfähig und Rory  – der Bruder – geht dubiosen Geschäften nach.  Und der Vater findet sein spätes Glück in einer Kommune in Spanien.

Auch wenn man sich über mehrere Zeitebenen und durch Emails liest, ist die ganze Geschichte sehr flüssig und gut zu lesen. Der Autorin ist es sehr gut gelungen, die Hilflosigkeit der beteiligten Personen gegenüber dem Messietum der Mutter zu Papier zu bringen. Aber auch die Ecken und Kanten, Fehler und Macken der übrigen Protagonisten ist wunderbar dargestellt. Obwohl es ab und an den Anschein hatte, dass es fast ein Zuviel an Fails für eine Familie ist, hat mir die Vorstellung doch gefallen, dass es nicht nur ein “schwarzes Schaf” in der Familie gibt. Jeder der beteiligten hatte seine Fehler und am Schluss hat sich das dann wieder sehr versöhnlich und schön zusammengefügt.

Das Buchcover finde ich sehr passend. Der Baum ein Symbol der Erneuerung, die herabfallenden Blätter stehen für den Tod, der Vogel für das Flügge werden und seinen eigenen Weg finden. Es bezieht sich wunderbar auf die Geschichte  und setzt sich auch im Klappeninneren fort. Mir gefallen so gemalte Buchcover ungemein und dieses gefällt mir besonders.

Mein Fazit:

Eine spannende wie wundervolle Familiengeschichte die im besonderen ein Thema bearbeitet, das mich persönlich interessiert, da in meinem Verwandtenkreis dieses Problem auch besteht. Mir hat die Umsetzung sehr gut gefallen. Es spiegelt nicht nur die Hilflosigkeit der Familie, auch die Psyche des Messie ist klar dargestellt und man kann sich gut hineinversetzen.

Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung für dieses Buch und Rote RoseRote RoseRote RoseRote RoseRote Rose von Rote RoseRote RoseRote RoseRote RoseRote Rose.

Herzlichen Dank an den Limes Verlag.

Rezension: Derek Meister–Der Jungfrauenmacher

 

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Derek Meister

Der Jungfrauenmacher

413 Seiten

Preis: € 9,99 [D] | € 10,30 [A] | CHF 13,90

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Verlagstext:

Eine Sturmflut spült die Leiche einer Frau an den Strand, die wie eine Kreatur des Wassers wirkt: Die Meerestiere haben ihren Körper in Besitz genommen, und in ihrem Hals befinden sich Wunden, die wie Kiemen aussehen. Als eine zweite Frau tot in der Nordsee treibt, ahnt der junge Polizeichef Knut Jansen: Er hat es mit einem Serienkiller zu tun. Mithilfe der ehemaligen Profilerin Helen Henning gelingt es ihm, die Spur des Mörders aufzunehmen. Doch als den beiden bewusst wird, mit welchem Gegner sie es zu tun haben, sind sie längst im Begriff, vom Jungfrauenmacher in die Tiefe gezogen zu werden …

Mein Eindruck:

Prickelndes Gänsehautfeeling bekommt man bei diesem Roman auf den ersten Seiten im Prolog ab. Auch wenn nichts Grausames passiert, schon allein die düstere Stimmung, die der Autor zu Beginn fließen lässt packt einen und man will einfach nur lesen, lesen, lesen. Mit Knut Jansen und der Profilerin Helen Henning sind zwei sympathische Protagonisten am Werk einen Serienkiller im beschaulichen  Valandsiel, an der Nordseeküste, zur Strecke zu bringen.

Knut hat es als junger Polizeichef nicht immer leicht. Seine älteren Kollegen nehmen ihn nicht immer Ernst und auch sonst Eckt er so manches mal an. Meistert seine persönlichen Schwierigkeiten aber mit Bravour. Charakterlich passt er gut in die Landschaft, man erfährt viel über ihn und sein Umfeld.  Helen hat eine Vergangenheit als Profilerin beim FBI hinter sich und von dort ihre Dämonen mit in ihre alte Heimat genommen. Immer wieder keimen ihre Ängste auf und man erfährt einiges aber nicht alles aus ihrem früheren Leben und es bleiben am Ende doch noch so manche Fragen zu ihrer Person offen.

Die Handlung ist gut durchdacht und spannend gemacht. Neben den Ermittlungsarbeiten ist man auch dem Mörder und seinen aktuellen Opfern als Leser ziemlich nahe. Langezeit ist der Täter ein Unbekannter, die Auflösung dann eine absolute Überraschung. Das Finale aufregend und spannend. Das Cover der Landschaft und der Handlung angepasst.

Mein Fazit:

Ein gut gelungener Thriller, mit spannend dargestellten Szenen die das Grausame nicht all zu bildlich darstellen.

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Herzlichen Dank an Blanvalet.

Rezension: Sophie Bonnet-Provenzalische Geheimnisse

 

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Sophie Bonnet – Provenzalische Geheimnisse

Ein Fall für Pierre Durand

350 Seiten

Preis: € 14,99 [D] | € 15,50 [A] | CHF 20,50

Buchinfo Verlagstext

Verlagstext:

Ein spannender Hochgenuss!

Im idyllischen Dorf Sainte-Valérie wird eine Hochzeit gefeiert: Die Tische sind geschmückt, es duftet nach Lavendel, und der Wildschweinbraten dreht sich am Spieß. Der ehemalige Kommissar Pierre Durand fiebert bereits dem Ende der Feier entgegen, denn dann will er ein Gläschen mit Köchin Charlotte trinken. Doch so weit kommt es nicht: Der Bruder der Braut wird tot aufgefunden, von Schrotkugeln durchsiebt. War es ein Jagdunfall? Oder Mord? Pierres Ermittlungen führen ihn in die einsamen Wälder der Provence – und mitten ins Herz des Dorfes …

Mein Eindruck:

“Provenzalische Geheimnisse” ist der zweite Fall für den sympathischen Chef de police Pierre Durand. Es geht wieder sehr kulinarisch zu, daher eines vorweg: nicht in hungrigem Zustand lesen!

Die Tage werden kürzer, die Touristen weniger, dafür ist die Jagdsaison in vollem Gange. Nach einem feucht fröhlichen Junggesellenabschied wird der Bruder der Braut tot im Wald gefunden. Die zuständige Gendarmerie legt den Fall bald zu den Akten, denn für sie ist der Fall kein Mord. Die Schwester des Toten bittet Pierre Durand zu ermitteln, den für sie steht fest, dass ihr Bruder vorsätzlich ermordet wurde. Ein kniffliger Fall für den smarten Polizisten, denn es gibt einige Personen, die als Täter in Frage kommen.  Privat hat Pierre auch noch so einige Kämpfe zu kämpfen. Vorne weg mit dem Bauunternehmer, der die Renovierung seines neu erstandenen Bauernhof übernommen hat und ihn an allen Ecken und Ende hängen lässt. Auch mit Charlotte läuft es nicht immer so harmonisch, wie er sich das vorstellt, denn er versteht nicht immer was Frau eigentlich will. Und dann sind da noch die Dorfbewohner mit ihrer provenzalischen Art, an die er sich immer noch nicht gewöhnt hat. Aber er wäre nicht Pierre Durant, wenn er nicht für alle Probleme eine Lösung finden würde……

Sophie Bonnet ist mit diesem neuen Krimi wieder eine wirklich nette und unterhaltsame Urlaubsunterhaltung gelungen. Pierre Durand besticht auch diesmal durch seine ganz besonders sympathische Art und auch sein Mitarbeiter trumpft wieder mit seinen köstlichen von ziemlich weit hergeholten “Ermittlerergebnissen” auf. Provenzalische Gemütlichkeit und die Neugierde der Menschen sind unterhaltsam und schaffen ein harmonisches Bild von Land und Leute.

Pierre ist wieder in Höchstform mit seiner ganz speziellen Art zu ermitteln. Als Dorfpolizist gehören ja eher das Austeilen von Strafzettel an Falschparker zu seiner Tagesordnung, seine Ambitionen sind aber die schwierigeren Kaliber, denn in Paris zählte er zu den Topermittlern. Es macht richtig Spaß, ihm bei seinen Gedankengängen und Ermittlungen zu folgen.

Auch wenn der Krimi der 2. Fall einer Serie ist und viele Personen, die man bereits durch Fall 1 kennt, ist die Handlung in sich abgeschlossen. Dem Lesevergnügen steht auch nichts im Wege, wenn man den Vorgängerroman nicht kennt. Man hat aber mehr Durchblick in das Dorf und seine Bewohner, wenn man ihn gelesen hat. Landschaftlich schöpft die Autorin auch in dieser Geschichte aus den Vollen und kulinarisch natürlich auch. Als Bonuszugabe finden sich auf den letzten Seiten einige köstliche provenzalische Gerichte zum Nachkochen.

Mein Fazit:

Ganz so gelungen wie Band 1 ist “Provenzalische Geheimnisse” nicht ausgefallen. Manche Szenen fand ich nicht gelungen im Ablauf oder kamen bei mir nicht so witzig an, wie sie von der Autorin gedacht waren. Alles in Allem aber doch ein unterhaltsames kurzweiliges Lesevergnügen für laue Urlaubs- und Sommerabende. Ideal wenn man einfach mal entspannen möchte und sich nicht in Ermittlerarbeit hineinzusteigern.

Von mir bekommt Pierre Durand diesmal Rote RoseRote RoseRote Rose von Rote RoseRote RoseRote RoseRote RoseRote Rose.

Herzlichen Dank an Blanvalet! 

Produkttest: German Trendseller-Kinder Stoffbeutel

Über Testberichte.Reviews wurden mir die  German Trendseller – Kinder Stoffbeutel kostenlos zur Verfügung gestellt. Auf mein Urteil als Tester hat das keinen Einfluss. Ich urteile fair, objektiv und ehrlich!

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Herstellerangaben zum Produkt:

  • 10 Stück Baumwollbeutel 22 x 27 cm
  • Ideal zum Beschriften & Bemalen  z.B. für                                                                                           Geburtstage oder als kleine Geschenktasche zum Mitnehmen
  • 100% Baumwolle

Mein Eindruck:

Die Farbe der Stoffbeutel ist ein recht heller Holzton, nicht so weiß wie auf dem Foto des Anbieters und dunkler als auf meinem Foto. Die Taschen sind ganz gut Verarbeitet. Die Nähte sind stabil, die Fäden hängen aber noch vereinzelt umher. Die Seitennähte sind mit einem lockeren elastischen Overlockstich genäht. Da hatte ich erst meine Bedenken, ob diese halten würden. Der Stoff selber ist sehr dicht gewebt und fest. Mit Stoffmalfarben lässt sich die Tasche daher sehr gut bemalen. Vorlagen dafür sollten recht groß und dunkel sein, damit man sie noch gut durch den dichten Stoff sehen kann.

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Die Beutelchen tragen das LOGO “confidence in textiles”. Dieses Label sieht man an vielen Textilien, die erfolgreich auf Schadstoffe nach dem OEKO-TEX ® Standard 100 geprüft sind. Das spricht schon mal sehr für das Produkt. Besonders wenn man es für Kinder verwenden möchte.

Die Größe der Stoffbeutel ist ideal um darin kleine Geschenke für Kindergeburtstage zu verstauen. Auch ein Buch hat ganz leicht darin platz. Oder aber Strick- oder Häkelsachen, wenn es nicht gerade ein riesiges Projekt ist.

Zum Schluss komme ich noch einmal auf die Seitennähte zurück. Da hatte ich ja zu Beginn des Test so meine Bedenken. Einem Wasch-, Schleuder- und Trocknerdurchgang hielten sie aber bedenkenlos stand. Einziger Nachteil: Der Stoff zerknittert sehr stark und lässt sich auch nicht leicht faltenfrei bügeln.

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Mein Fazit:

Zehn sehr gute Stoffbeutel zum Preis von 9,80 € ohne zusätzliche Versandkosten finde ich einen sehr fairen Preis. Das Textilsiegel gibt zusätzlich Sicherheit, dass sie auch für Kinder sehr gut geeignet sind. Die Beutel sind robust und sie lassen sich ganz leicht mit Stoffmalfarbe kreativ verzieren.

Rezension: Clair Winter-Die Schwestern von Sherwood

 

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Clair Winter  –  Die Schwestern von Sherwood

Roman

576 Seiten

Preis: € 9,99 [D] | € 10,30 [A] | CHF 13,90

Buchinfo Verlagsseite

Verlagstext:

Die bewegende Geschichte zweier unzertrennlicher Schwestern und einer schicksalhaften Liebe

1948: Die angehende Journalistin Melinda kämpft im Nachkriegsberlin ums tägliche Überleben, als sie von einem anonymen Absender ein rätselhaftes Paket erhält. Die Bilder einer mystischen Moorlandschaft und eine ungewöhnliche Schachfigur führen die junge Frau nach England, zu einem geheimnisvollen alten Herrenhaus. Dort stößt Melinda auf die dramatische Liebesgeschichte zweier Schwestern im letzten Jahrhundert, die sehr viel mehr mit ihrem eigenen Leben zu tun hat, als sie zunächst ahnt …

Mein Eindruck:

Als der jungen Berlinerin Melinda Leewald anonym ein Packet geschickt wird, weiß sie erst nicht was sie davon halten soll. Wunderschöne Bilder einer englischen Moorlandschaft, gefühlvolle Liebesbriefe und eine außergewöhnliche Schachfigur geben ihr Rätsel auf. Kurzerhand nimmt sie das Angebot, an einem Journalistenseminar in London teilzunehmen an. Denn Melinda spürt, dass die Gegenstände mit der Geschichte ihrer verstorbenen Mutter und Großmutter zu tun hatte. Letztere kannte die junge Frau nicht, ihr war nur bekannt, dass diese in England aufgewachsen und gelebt hat, bevor sie mit ihrer Mutter nach Deutschland ausgewandert ist. Ihre Recherchen führen sie nach Dartmoor, zu einem geheimnisvollen Anwesen und den Sherwood Schwestern, deren dramatische Geschichte den Dorfbewohner auch nach 60 Jahren noch schaurig in Erinnerung ist……

Die Geschichte der Schwestern  von Sherwood ist in zwei Zeitzonen geteilt. Einmal das hier und jetzt der Nachkriegsjahre der 40er Jahre und einmal in die Zeit der Sherwood Schwestern Ende des 19. Jahrhunderts. Als Leser springt man zwischen Melinda und ihren Ahnen hin und her. Man erfährt viel über das Leben der beiden Mädchen, insbesondere Amalia, der Großmutter der Protagonistin.

Clair Winter hat sich in dem historischen Roman einer Thematik angenommen, die mich sehr beeindruckt hat: der Behinderung von Menschen und wie man zwei Jahrhunderte vorher noch mit diesen Menschen umging. Amalia hatte als Kind eine schwere Infektion durchgemacht und so ihr Gehör verloren. Sie ist für die Familie nichts mehr wert. Wird versteckt und landet in späteren Jahren in einem Heim. Die Mutter in ihrer ganzen gefühllosen und harten Haltung jagte mir Schauer über den Rücken. Die Dramatik und das Schicksal dieser Aktion im Leben der Schwestern grandios und bewegend zu lesen. Besonders gut gefallen hat mir, dass nicht die “unversehrte” Tochter die Hauptrolle in dieser tragischen Liebesgeschichte spielte.

Auch Melindas Recherchen sind spannend und gut dargestellt. Die Sprache bildhaft und wunderschön. Man begleitet sie auf ihre Suche und kann nicht innehalten, auch wenn von Anfang an klar ist, dass es nur ein halbes Happy End geben wird.

Mein Fazit:

Eine sehr gefühlvolle wie auch spannende Geschichte mit drei dramatischen Protagonisten deren Schicksale mich als Leser sehr bewegt haben. Für Leser die nicht nur eine Liebesgeschichte, sondern auch eine Suche nach der Wahrheit in längst vergangenen Zeiten in der Handlung mögen. Sehr schön und bildgewaltig dargestellt.

Von mir bekommt der Roman Rote RoseRote RoseRote RoseRote RoseRote Rose vonRote RoseRote RoseRote RoseRote RoseRote Rose.

Herzlichen Dank an den Diana Verlag.