Rezension: Karen Winter-Wenn du mich tötest

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Karen Winter – Wenn du mich tötest

Psychothriller

316 Seiten

Preis: € 9,99

Buchinfo Verlagsseite

Verlagstext:

Nach Kinlochbervie, einem Küstenort in den schottischen Highlands, verirrt sich niemand zufällig. Deswegen sorgt der deutsche Tourist Julian im einzigen Hotel der Gegend durchaus für Aufsehen. Verdreckt, durchnässt und völlig verstört bittet der Backpacker um Hilfe. Seine Frau Laura, mit der er einige Tage am Strand der einsamen Sandwood Bay verbracht hat, ist verschwunden. Die Polizei steht vor einem Rätsel, und bald gerät Julian selbst unter Verdacht. Dann wird südlich der Bay die Leiche einer Frau angespült; nackt und kaum mehr zu identifizieren …

Mein Eindruck:

Was ist da draußen in der Bay passiert zwischen Julian und seiner Frau Laura? Was hat der Mann zu verbergen? Dies sind nur zwei Fragen, die ich mir als Leser gleich zu Beginn im Geiste stellte als der Deutsche durchnässt, verschmutzt und verwirrt in dem kleinen Hotel in den Highlands auftauchte. Die Gedanken des Mannes lassen erst mal auf einen Unfall oder ein Verbrechen schließen. Sicher ist nur, dass Julia verschwunden ist. Auch Polizist John Gills geht von einem Vermisstenfall aus. Erst als er in der Bay auf eine Spur der Frau stößt, scheint die Angelegenheit in eine ganz andere Richtung zu gehen. Er nimmt Julian zu Befragungen mit.

Diese Befragungen sind wirklich klasse gemacht. Julians Charakter ist wechselhaft wie die eines Psychopathen. Man weiß wirklich nicht, wie er einzuschätzen ist. Einmal am Boden zerstört, dann wieder äußerst aggressiv. Wechselhaft wie ein Fähnchen im Wind. Und John Gills ist oft selbst überrascht, was er über den Mann zu Tage führt. Als Leser war ich gefesselt, kam von einer Emotion zur anderen, hatte aber keinen Lösungsansatz.

Bildlich kann man sich die karge unwirtliche Gegend in ihrer ganzen Wildheit wunderbar vorstellen. Am Liebsten würde ich meinen Rucksack packen und selber durch diese Landschaft reisen. Auch die Bewohner mit ihren  für jedes Land typischen Charakterzügen konnte ich mir gut vorstellen und fühlte mich sehr wohl mit ihnen.

Die Auflösung der Geschichte brachte so manche Überraschung. Ich fand sie zwar gut, doch genau in diesen Überraschungen lagen für mich die Schwächen der Erzählung verborgen. John Gills, der Polizist, der Spuren verfolgt und nicht aus den Augen verliert, hinterfragte mir währen dieser neuen Wendungen zu wenig bei den Beteiligten. Ich hatte irgendwie das Gefühl die Handlung wird abgewürgt und die Autorin möchte so schnell als möglich zu einem Ende kommen. Auch das Ende hinterlässt mich als Leser nicht wirklich zufrieden. Irgendwie hatte ich mir eine Aussprache zwischen Gills und seiner Ex-Freundin erwartet, zumindest deutete alles darauf hin. Doch dann überraschte Gills mit einer Erinnerung aus seiner Kindheit. Ich gehe jetzt auch nicht näher darauf ein, wer das Buch liest oder gelesen hat, wird wissen was ich meine.

Das Cover ist einfach gehalten. Die düstere Atmosphäre mit dem zerklüfteten Küstenabschnitt, den Nebelschwaden und der menschlichen Silhouette passt gut zu diesem Psychothriller. Auf der Titelinnenseite ist eine Karte dargestellt. Das ist recht nett. So hat man als Leser die Möglichkeit der Route zu folgen in der sich die Protagonisten bewegen.

Karen Winter war mir als Autorin unbekannt. Sie schreibt seit vielen Jahren erfolgreich Spannungsromane und Thriller. Sie lebt in Hamburg und bereist, zusammen mit ihrem Mann, gerne die Welt. Beruflich wie Privat.

Mein Fazit:

Mir hat das Ende am wenigsten gefallen. Punktet der Roman erst mal durch seine starken Charaktere, Düsternis und Wildheit, verspielt er doch viel durch die flache Aufarbeitung am Schluss durch die Polizei. Schade eigentlich, denn das nimmt der Geschichte viel weg.

Von mir bekommt der Psychothriller Rote RoseRote RoseRote Rose von Rote RoseRote RoseRote RoseRote RoseRote Rose.

Herzlichen Dank an Droemer-Knaur und Vorablesen, dass ich den Roman vorab lesen durfte!

Rhabarber-Apfel Galette … ich hole mir den Frühling auf den Teller

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Der Winter zickt noch mal so richtig, schon die ganze Woche. Das Bild entstand heut früh. Nein, nicht im Hochgebirge sondern auf 800 m Seehöhe. Die Japanische Wildkirsche hat schon in voller Pracht geblüht. Jetzt sind die schönen rosigen Blüten mit Schnee bedeckt.

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Um dem trüben Wetter zu trotzen, holte ich mir den Frühling daher heute auf den Teller. Mit Rhabarber. Ich liebe dieses köstliche Frühlingsgemüse. Am Liebsten süß und als fruchtige Einlage in Kuchen, Torten und Gebäck. Diesmal als Galette Smiley.

 

Rhabarber-Apfel-Galette:

  • 220 g Kuchenmehl oder Weizenmehl
  • 2 EL Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 115 g kalte Butter in Würfel geschnitten
  • 3-5 EL eiskaltes Wasser
  • 6 Stangen Rhabarber
  • 2 kleine Äpfel
  • Zucker nach Geschmack
  • 1 EL Vanilleextrakt
  • 1 EL Zimt
  • 1 EL Butter
  1. Mehl, Zucker, Salz und die kalte Butter vermischen bis kleine Brösel entstehen.
  2. Eiskaltes Wasser in den Teig einarbeiten, immer nur Löffelweise, bis man einen geschmeidigen Teig hat.
  3. Teig oval zusammen kneten und für 30 Minuten kalt stellen.
  4. Inzwischen die Rhabarberstangen waschen, putzen und in kleine Spalten schneiden.
  5. Die Äpfel waschen, schälen, Kerngehäuse entfernen und in Stücke schneiden, die in etwa gleichgroß sind wie der Rhabarber.
  6. Rhabarber und Äpfel mit Vanille, Zimt und Zucker nach Geschmack vermischen. (Ich benutze Gelierzucker, dieser bindet den austreten Saft nach dem Backen)
  7. Den Ofen auf 190 ° aufheizen
  8. Mürbteig auf einem Stück Backpapier möglichst groß und dünn ausrollen.
  9. Rhabarber-Apfel-Gemisch auf dem Teig verteilen, dabei einen ca. 5 cm Rand freilassen, diesen hochklappen und auf der Füllung etwas festdrücken.
  10. Den Klecks Butter auf die Füllung legen.
  11. Galette 30-40 min backen. Der Rand soll goldgelb sein, die Füllung schön blubbern.

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Hörbuchrezension: Kiera Brennan-Die Herren der Grünen Insel

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Kiera Brennan – Die Herren der Grünen Insel

Gelesen von Reinhard Kuhnert

3 mp3-CDs; Laufzeit 20 h 24 min

Preis: € 24,99 [D] | € 28,10 [A]  | CHF 35,50

Buchinfo Verlagsseite

Verlagstext:

Vier Familien, sechs Jahre Krieg, eine einzige Krone

Irland 1166: Die Grüne Insel ist in viele kleine Reiche zersplittert, die sich unerbittlich bekriegen. Könige fechten langjährige Fehden aus, und selbst die friedliebendsten Untertanen werden in den blutigen Machtkampf hineingezogen. Zugleich droht ein gemeinsamer Feind in Irland einzufallen: Henry Plantagenet will die Insel an sich reißen. Werden sich die Herren der Grünen Insel vereinen und sich gegen den König von England stellen? Und welche Rolle spielen der grausame Krieger Ascall und die von ihm entführte Caitlin in diesem Kampf um Macht und Blut?

Mein Eindruck:

Früher habe ich Historische Romane verschlungen. Diese Mischung aus geschichtlichen Fakten, verschwörerischen Zusammenkünften und leidenschaftlichen Lieben fand ich immer recht lesenswert. Nun ist mir der aktuelle Roman von Kiera Brennan “Die Herren der Grünen Insel” durch das wunderschöne Coverbild ins Auge gestochen. Auch der Verlagstext hat mir zugesagt. Dass es den doch recht dicken Schmöker auch als Hörbuch gibt, hat mich dann endgültig für die Erzählung gewonnen.

Das Buch hat wirklich alles zu, was man von einem Roman dieses Genres erwartet: Intrigen, Krieg, Liebe, Leidenschaft, Armut, Verzweiflung. Allerdings ist die Schilderung nichts für zarte Gemüter. Die Kriegsszenen sind sehr grausam und detailliert dargestellt. Nicht nur die Schlachten, sondern auch der mit der Eroberung einhergehende Umgang mit der Bevölkerung. Hinrichtungen und Schändungen sind ab einem bestimmten Zeitpunkt in der Geschichte gang und gäbe. Da sich der Roman um recht viele unterschiedliche Handlungen dreht, sind die historischen Fakten nur recht dünn gesät. Einige der genannten Charaktere, waren reale Persönlichkeiten, die meisten sind aber der Phantasie der Autorin entsprungen. Was an sich ja nicht schlecht ist. Allerding waren es für mich persönlich schon zu viele Personen. Ich musste mich schon sehr auf den Sprecher konzentrieren um den gedanklichen Überblick zu wahren. Die vielen Gälischen Namen taten da noch ihr Zusätzliches, dass ich nicht immer ein klares Bild bestimmter Charaktere hatte.

Der Sprecher Reinhard Kuhnert hat seine Sache aber gut gemacht. Fast zugut, besonders bei den doch recht grausamen Szenen. Er verpasste den vielen unterschiedlichen Charakteren möglichst individuelle Stimmlagen. Sowohl die männlichen als die weiblichen Tonlagen fand ich gut umgesetzt. Ich mag es, wenn ein Sprecher die Charaktere und deren Eigenarten durch sich unterscheidende Tonnuancen in Szene setzt.

Kiera Brennan ist das Pseudonym einer erfolgreichen deutschsprachigen Autorin. Neben historischen Romanen, schreibt sie auch Kinder- und Jugendbücher, sowie Fantasy-, Thriller- und Gesellschaftsromane unter ihrem richtigen Namen und weiteren Pseudonymen. Zusammen mit ihrer Familie wohnt sie in Frankfurt am Main. Zur Zeit ist sie auch als Gastdozentin an der Universität Salzburg tätig und unterrichtet dort Kreatives Schreiben.

Mein Eindruck:

Ich fand den Roman als Hörbuch ganz gut umgesetzt. Allerding war es nicht einfach der Handlung immer zu folgen. Es sind einfach zu viele unterschiedliche Charaktere in den sich abwechselnden Handlungssträngen präsent. Gefühlsmäßig ist diese Geschichte der 1. Teil eines mehrteiligen Epos. Das Ende fand ich jedenfalls für einen abgeschlossenen Roman zu offen. Vielleicht liegt es aber auch an dem gekürzten Hörbuch. Wer weiß? Für alle die solche historischen Schmöker mögen ist der Roman auf jeden Fall zu empfehlen!

Von mir bekommt der Roman Rote RoseRote RoseRote Rose von Rote RoseRote RoseRote RoseRote RoseRote Rose.

Herzlichen Dank an Random House Audio!

Hörbuchrezension: Estelle Laure-Gegen das Glück hat das Schicksal keine Chance

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Estelle Laure – Gegen das Glück hat das Schicksal keine Chance

Gesprochen von Julia Meier

3 CDs; Laufzeit 4 h 5 min

Preis: € 16,99

Buchinfo Verlagsseite

Verlagstext:

Lucille sollte sich eigentlich auf ihr Abschlussjahr freuen: Sie versteht sich gut mit ihrer kleinen Schwester Wren, ihre beste Freundin Eden ist immer für sie da und sie ist heimlich verliebt. Doch am ersten Schultag nach den Sommerferien kommt Lucilles Mutter nicht aus dem Urlaub zurück und die beiden Schwestern müssen allein zurechtkommen. Aber Lucille gibt nicht auf und versucht, ihr Leben in den Griff zu bekommen. Sie verdient Geld, bezahlt Rechnungen und kümmert sich um Wren. Da bleibt nicht viel Zeit, vor allem nicht für große Gefühle. Aber wer kann sich schon wehren, wenn die wahre Liebe vor der Tür steht?

 

Gefühlvoll und fesselnd interpretiert Julia Meier diese Geschichte über das Schicksal, auf sich allein gestellt zu sein und die Hoffnung nicht zu verlieren.

Das Hörbuch basiert auf dem gleichnamigen Buch bei FISCHER KJB, das von Sophie Zeitz aus dem amerikanischen Englisch übersetzt wurde.

 

 

Mein Eindruck:

Manchmal trifft es Kinder aus heiterem Himmel: sie müssen von heute auf morgen erwachsen werden. So passiert es in dieser Geschichte Lucille. Nachdem ihr Vater einen Nervenzusammenbruch hatte, kam ihre Mutter mit der Situation nicht mehr klar. Sie nahm sich Urlaub von ihren Töchtern Lucille und Wren. Nach zwei Wochen wollte sie wieder zurück sein. Doch alles was kam war ein Brief. Anfangs kann die 17-jährige es einfach nicht fassen. Ehrlich jetzt? Ihre Mutter haut ab und lässt sie einfach mit ihrer kleinen Schwester zurück. Schnell ist Lucille klar, dass sie niemandem davon erzählen darf. Denn sonst kommt das Jugendamt und trennt die beiden Mädchen. Das darf nicht geschehen, denn Wren ist die einzige Familie, die sie noch hat.

Julia Meiers stimme ist passend für diesen Jugendroman. Mit gekonnt gesetzten Emotionen schildert sie wie sich Lucille für ihre Schwester durch so manches Hindernis kämpft. Verwunderlich ist aber doch, das scheinbar niemandem auffällt, dass die Mutter schon seit längerer Zeit nicht mehr da ist. Lucille baut ein Lügenmärchen auf. Nur ihre beste Freundin und deren Zwillingsbruder werden nach und nach eingeweiht, weil Lucille abends arbeiten gehen muss und sie sonst niemanden fragen kann, der sich um ihre kleine Schwester kümmern kann. Sehr mutig, wie ich finde, doch auch etwas unglaubwürdig. Da die Handlung in einer US-Kleinstadt spielt und anscheinend jeder über jeden bescheid weiß. Erst als im Haus in Abwesenheit der beiden Mädchen seltsame Dinge geschehen, merkt man, dass da doch jemand ein Auge auf die Beiden hat.

Neben diesem Kampf um das tägliche “Überleben”, das Nicht-Entdeckt-Werden, spielt sich in Lucille noch ein anderer Kampf ab. Sie ist verliebt in Digby, den Zwillingsbruder ihrer besten Freundin. Doch er ist seit Jahren mit einer anderen zusammen. Natürlich sollte er tabu sein, keine Frage. Aber es wäre kein Jugendroman wenn da nicht die Hormone zweier junger Menschen durcheinander gewirbelt werden würden. Wie das auf und ab der Gefühlswelt der beiden ausgeht, verrate ich an dieser Stelle nicht.

Nach einem tragischen Unfall wird Lucille auch noch zur Lebensretterin. Genau dieser Umstand hat bei mir für viel Skepsis in der Geschichte gesorgt. Da kam nie die Polizei ins Spiel oder andere Behörden. Die Autorin ist hat das einfach übergangen, obwohl das Unfallopfer im Krankenhaus liegt und die Lebensretterin in der Zeitung steht. Das ist sehr unglaubwürdig. Trotzdem finde ich die Geschichte ganz gut gelungen. Manchmal sind Menschen nicht dazu geeignet Eltern zu sein. Bei Lucille und Wrens Vater und Mutter ist das scheinbar der Fall. Da ich selber ähnliches in meinem Umfeld erlebt habe, ist dieser Ansatz für die Geschichte gut. Tragisch natürlich, dass die Mädchen scheinbar niemanden in ihrem Umfeld haben, der sich um sie kümmert.

Lucille ist als Charakter gut dargestellt. Sie bemüht sich stark zu sein und das Richtige zu tun, besonders für ihre Schwester. Mit ihr habe ich sehr stark mitgefühlt, gebangt und gehofft, dass alles gut gehen wird. Beide Mädchen taten mir richtig leid. Seine Kinder so im Stich zu lassen, ist für mich als Mutter nicht nachvollziehbar. Aber ich weiß natürlich, dass es das gibt.

Das Cover selber ist sehr farbenfroh. Wie ein durcheinander geratener Regenbogen. Ich interpretiere das mal so, dass das Leben bunt ist, auch wenn man meint nur schwarz zu sehen. Der Titel verspricht eine schicksalhafte Liebesgeschichte. Das ist in gewisser weise auch treffend. In erster Linie geht es aber darum, wie Lucille versucht das Leben mit Wren, aber ohne ihre Eltern zu meistern.

Estelle Laure ist eine junge aufstrebende Autorin, der mit diesem Werk ein besonderer Jugendroman gelungen ist. Julia Meiers hat die Erzählung ganz toll eingesprochen. Ihre Stimmlagen sind schön unterschiedlich und bringen die Geschichte zum Leben.

Mein Fazit:

Ein sehr schöner, emotionaler Jugendroman mit einer starken Protagonistin und abwechslungsreichen Charakteren. Auch das Thema, welches in der Geschichte bearbeitet wird, finde ich gut. Es muss sich nicht immer alles um Liebe oder Krankheit drehen, um eine gute Geschichte zu werden. Auch der Aufbau der Handlung in zeitlicher Abfolge ist gut gemacht. Eine schöne Geschichte.

Von gibt’s für das Hörbuch Rote RoseRote RoseRote RoseRote Rose von Rote RoseRote RoseRote RoseRote RoseRote Rose.

Das Hörbuch wurde mir von ele für logo_frontpagezur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank dafür!

Rezension: Hannah Tunnicliffe-Der Geschmack von Salz und Honig

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Hannah Tunnicliffe – Der Geschmack von Salz und Honig

Roman

365 Seiten

Preis: € 9,99 [D] | € 10,30 [A] | CHF 13,90

Buchinfo Verlagsseite

Verlagstext:

Alex versprach, sie ewig zu lieben. Doch wenige Tage vor der Hochzeit stirbt Francescas große Liebe bei einem Unfall. Zudem erfährt sie, dass ihr vermeintlich perfekter Verlobter Geheimnisse vor ihr hatte. In einer einsamen Holzhütte in den Wäldern von Washington will Francesca Ruhe finden. Hier kann sie den Duft der Pinienbäume und des nahen Ozeans genießen und den Weg zurück ins Leben finden. Dabei helfen Francesca ihre Nachbarn, die sie herzlich in ihrer Mitte aufnehmen. Und vor allem Jack, der sich zusammen mit seiner Tochter Huia in ihr Herz schleicht.

Mein Eindruck:

Der Tod begleitet uns Menschen ein Leben lang. Stirb jemand den wir lieben oder der uns nahe steht, plötzlich und unerwartet, wirft einen dies doch eine Zeitlang völlig aus der Bahn. Genau so ergeht es Francesca, als ihr Verlobter Alex vom Surfen nicht mehr nach Hause kommt. In ihrer Trauer verkriecht sie sich in die Wälder in der Nähe von Seattle, in der Hoffnung dort in Ruhe trauern zu können und dem Trubel ihrer Familie zu entrinnen. Doch Francesca ist halbe Italienerin. Und so dauert es natürlich auch nicht lange, bis nach und nach die ganze Verwandtschaft bei ihr vor der Hütte auftaucht. Alle wollen nur das Beste für die junge Frau. Wollen sie beschützen und ihr beistehen. Aber auch die anderen Bewohner der umliegenden Hütten sorgen sich um Francesca. Denn so ist es üblich in der Nachbarschaft des Waldes und bei der italienischen Großfamilie: man ist für sich da, in jeder Lebenslage.

Jeder Mensch geht unterschiedlich mit seiner Trauer um. Der eine will allein sein, der andere braucht die Gesellschaft. Francesca hat, schon allein durch ihre italienischen Verwandten, eigentlich keine Chance sich das auszusuchen. Die Großfamilie kommt und geht, es herrsch immer wieder Trubel, aber auch Zeit für Trauer. In lebendiger Sprache erzählt die Autorin diese Geschichte aus der Sicht von Francesca. Man leidet mit ihr und man lacht mit ihr.  Natürlich fehlen auch die Kulinarik und die Temperamentsausbrüche nicht! Denn was wären echte Italiener ohne Essen und ohne Familiengezanke und Streitereien.

Zu Francesca Trauer kommt noch ihr Unmut auf die Schwester. Dass diese Jahre zuvor einfach verschwunden ist, kann und möchte sie ihr nicht verzeihen. Der Autorin ist es auf wunderbare Art gelungen, die temperamentvollen Ausbrüche und die manchmal stur anmutenden Ansichten der Protagonistin und ihrer Verwandtschaft einzufangen. Zu der Trauer der jungen Frau kommen allmählich auch noch andere Einsichten. Nicht immer ist in einer Beziehung alles so klar, wie man sich das vorstellt. Bei Francesca ist das nicht anders. In der Abgeschiedenheit der Wälder hinterfragt die junge Frau ihre Beziehung mit Alex und dessen Familie. Besonders das Verhältnis zu dessen Mutter war immer schwierig für sie. Diese menschlichen Gefühle und Antipathien  machen die Geschichte noch wirklicher, lebensechter. Nicht jeder Mensch ist einem sympathisch, nicht jede Beziehung ist für immer.

Ganz hervorragend sind auch die Beschreibungen der Landschaft und der einzelnen Menschen. Als Leser hat man von allem ein klares und deutliches Bild vor Augen. Die Charaktere sind Abwechslungsreich und Multikulti. Auch wenn der Roman in den USA spielt, fühlt man sich wie in Italien. Ganz nach dem Motto “La Vita est bella”, man spürt die Lebensfreude in der ärgsten Trauer.

Wunderschön gestaltet ist auch das Cover. Man erwartet sich eher auf Sizilien, der Heimat von Francescas Großeltern. Der Titel ist auch nicht schlecht. Dreht sich doch neben der Trauerbewältigung vieles um das Essen. Das Salz steht für die herzhaften Gerichte, den Honig ordne ich den süßen Köstlichkeiten zu. Und gegessen wir in der Geschichte oft und reichlich, natürlich italienisch. Zahlreiche köstliche Rezepte finden sich am Ende so mancher Kapitel.

Hannah Tunnicliffe wurde in Neuseeland geboren. Nach ihre Studium lebte sie in Australien, England, Macao und Kanada. Sie arbeitete zunächst in der Personalwirtschaft und als Karriere-Coach und wandte sich dann ihrem Traum, dem Schreiben, zu. Heute lebt sie zusammen mit ihrem Mann und ihren zwei Töchtern in Sydney, Australien.

Mein Fazit:

Auch wenn ein tragischer Todesfall der Handlung voraus geht ist der Roman sehr unterhaltsam. Essen ist nicht nur lebenswichtig, essen ist auch Trost. Auf italienisch Art Trauer auszuleben, lässt sie zwar nicht schneller vergehen, doch fühlt sie sich irgendwie leichter an. Wirklich schön und turbulent. Eine solche Familie um sich zu haben, würde auch mir gut gefallen!

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Herzlichen Dank an den Diana Verlag!

Rezension: M.J. Arlidge-D.I.GRACE: Einer lebt, einer stirbt

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M.J. Arlidge – D.I. Grace: Einer lebt, einer stirbt

Thriller

363 Seiten

Preis: € 9,99 [D]

Buchinfo Verlagsseite

Verlagstext:

Zwei Geiseln. Eine Kugel. Die Entscheidung: tödlich.
Das Letzte, woran Amy und Sam sich erinnern, ist das Konzert in London. Strömender Regen, eine Mitfahrgelegenheit nach Southampton, heißer Kaffee. Dann das Erwachen: Sie sind gefangen in einem alten Schwimmbad, auf dem Boden liegt eine Pistole. Die Botschaft ihres Peinigers: Entweder sterben beide langsam und qualvoll. Oder einer tötet den anderen und ist frei.
Damit beginnt eine Mordserie, die Detective Inspector Helen Grace und ihr Team an die Grenzen bringt. Das Muster wird schnell deutlich: Ein einsamer Ort, zwei Menschen und eine Entscheidung, an deren Ende Tod oder die Schuld des Überlebenden steht. Doch nichts scheint die Opfer miteinander zu verbinden. Helen sucht verzweifelt nach einem Motiv – und gelangt zu einer verstörenden Erkenntnis.

Mein Eindruck:

Einer lebt, einer stirbt ist ein psychologisches Spiel auf Leben und Tod. Scheinbar wahllos werden Personen immer paarweise entführt und an abgelegenen Orten festgehalten. Solange bis die Entführten selber eine Entscheidung treffen.  Ein Opfer wird zum Täter, oder beide sterben. Als Leser ist man von Beginn an mit involviert. Erlebt das Drama der Entführten hautnah mit und spürt das Entsetzten am eigenen Leib. Wer wird sterben, wer wird leben? Dieser Miterleben der Tortur der Opfer macht einen atemlos und fassungslos. Man stellt sich mitunter auch die Frage, wie man selber in so einer Situation reagieren würde. Ein grausame perfides Schauspiel, das der Täter da inszeniert. Wie die Ermittler, hat man auch als Leser keine Ahnung was den Täter bewegt oder wie er tickt. Erst nach und nach kommen Wahrheiten auf, die zu einem dramatischen Showdown führen.

Der Thriller startet von Beginn an voll durch und lässt bis zum Ende nicht mehr nach. Durch drei verschiedene Sichtweisen erlebt man als Leser einiges. Einmal ist man bei den Opfern. Spürt die Gefahr schon auf sich zurollen und weiß, da gibt es kein Entkommen. In anderen Kapiteln ist man mit dem Ermittlerteam auf Täterjagt. Bei der dritten Sichtweise, ist erst mal alles offen, es ist nicht ganz klar welcher Person sie zuzuordnen ist. Sie sorgt dafür, dass man als Leser nicht ganz weiß, was genau gespielt wird.

D.I. Grace war mir von Beginn an sympathisch. Zu ihr hatte ich sofort eine positive Verbindung. Eine Frau mit Ecken und Kanten. Ihre Gedankengänge und Ermittlungsstrategien gefielen mir sofort. Auch die restlichen Kripo Charaktere fand ich ganz gelungen. Da ist wirklich alles dabei und keiner gleicht dem Anderen. Jeder hat etwas Gutes an sich, aber der ein oder andere hat auch eine düstere verborgene Seite.

Das Cover finde ich ganz ok, passt aber eher zu einem Kriminalroman als zu diesem Thriller. Irgendwie stelle ich mir die Landschaft, in der der Thriller spielt, anders vor.

Mein Fazit:

Ein wirklich gelungenes Thrillerdebüt und Auftakt zu einer, wie ich glaube, tollen Serie. Der Roman hat alles, was ich mir bei einem guten Thriller erhoffe. Eine spannende Handlung, verbissene Ermittler die nicht nach Chema F aufgebaut sind und einen flotten Schreibstil bei dem man einfach nicht mehr aufhören kann zu lesen. Ich bin gespannt wie es mit D.I. Grace weiter geht!

Von mir bekommt Band 1 der Serie Rote RoseRote RoseRote RoseRote Rose von Rote RoseRote RoseRote RoseRote RoseRote Rose.

Herzlichen Dank an den Rowohlt Verlag!

Rezension: Franziska von Au–Kokosöl Das kostbare Lebenselixier aus der Natur

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Franziska von Au – Kokosöl

Das kostbare Lebenselixier aus der Natur

285 Seiten

Preis: € 8,99 [D] / 9,30 [A] / 12,50 [sFr]

Buchinfo Verlagsseite

Verlagstext:

Das Beste aus der Kokosnuss

Kokosöl wirkt wahre Wunder für unsere Gesundheit und Schönheit – und schmeckt auch noch ausgesprochen lecker. Es stärkt das Immunsystem, reguliert den Cholesterinspiegel, lindert Arthritis und schützt sogar vor Herzinfarkt, Alzheimer und Krebs. Es lässt die Haare glänzen, und Feinschmecker lieben sein feines Aroma. Das erste Buch über die vielseitigen Verwendungsmöglichkeiten des beliebten Öls mit zahlreichen Rezepten zum Genießen und Wohlfühlen.

Mein Eindruck:

Kokosöl verwendete ich bisher vor allem zum Braten. Irgendwann las ich auch, dass Ungeziefer wie Zecken Kokosöl nicht mögen und man das Fell seines Haustieres damit einreiben soll. Das hab ich letztes Jahr schon bei unserer Katze ausprobiert und was soll ich sagen, es hat tatsächlich funktioniert. Keine einzige Zecke hat sich mehr an dem Tier festgebissen.

Kokosöl hat aber noch ganz viel mehr positive Eigenschaften zu bieten und daher war ich an einem Sachbuch, welches dieses Thema bearbeitet überaus interessiert. In Franziska von Au’s Werk erhält man erst einmal einen grundsätzlichen Überblick über die Ernährung. Welche Fette gibt es, welche Fette sind gut für den Organismus. Es folgt eine detaillierte Warenkunde. In diesen Kapiteln erfährt man alles über die Kokosnuss. Vom Anbau, über die Ernte, bis hin zur Ölgewinnung. Auch die Besonderheiten des Kokosöls werden in diesen Kapiteln bearbeitet. Der Praxisteil war für mich der interessanteste Abschnitt. Hier lernt man wie man das wertvolle Kokosöl außerhalb der Küche anwenden kann. Es werden kostbare Tipps für die innerliche und äußerliche Verwendung gegeben. Auch Rezepte für selbst hergestellte Cremen, Packungen und ähnliches findet man in diesem Teil. Im letzten Abschnitt ist eine Vielzahl an Kochrezepten. Ob Frühstück, Mittag, Abend oder Snack, die Rezepte sind Abwechslungsreich. Eine wirklich schöne Auswahl mit Produkten die man leicht bekommt und nach Kochrezepte die man in ähnliche Form bereits kennt.

Mein Fazit:

Kokosöl begeistert mich immer mehr. Dank dieses sehr gelungenen Sachbuchs, habe ich jetzt noch mehr Wissen und vor allem Ideen wann und wofür ich Kokosöl – außer zum Kochen und Backen – verwenden kann. Für mich ein sehr wertvoller Lesestoff, dem ich einen festen Platz in meiner Hausapotheke gemacht habe!

Von mir gibt es für das Buch Rote RoseRote RoseRote RoseRote RoseRote Rose von Rote RoseRote RoseRote RoseRote RoseRote Rose.

Herzlichen Dank an Heyne.