Rezension: Justin Cronin–Die Spiegelstadt

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Justin Cronin – Die Speigelstadt

Passage-Triologi – Band 3 – Roman

992 Seiten

Preis: € 24,99 [D] | € 25,70 [A] | CHF 33,90

Buchinfo Verlagsseite

Verlagstext:

Die Zwölf – Wesen der Dunkelheit, Todfeinde der Menschen – sind vernichtet, ihre hundertjährige Schreckensherrschaft über die Welt ist vorüber. Nach und nach wagen sich die Überlebenden aus ihrer eng ummauerten Zuflucht, Hoffnung keimt auf. Auf den Ruinen der einstigen Zivilisation wollen sie eine neue, eine bessere Gesellschaft aufbauen: der älteste Traum der Menschheit.
Doch in einer fernen, verlassenen Stadt lauert der Eine: Zero. Der Erste. Der Vater der Zwölf, der den Ursprung des Virus in sich trägt. Einst ein hochbegabter Wissenschaftler, der, seit er seine große Liebe verlor, nur noch von Rachedurst und Wut erfüllt ist. Sein Ziel ist es, die Menschheit endgültig auszulöschen. Seine Truppen sind bereit. Und der Zeitpunkt ist gekommen.
Nur Amy vermag ihn jetzt noch aufzuhalten, das Mädchen aus dem Nirgendwo, die einzige Hoffnung der Menschheit. Und so treten sie und ihre Freunde an zum letzten großen Kampf zwischen Licht und Dunkelheit …

Mein Eindruck:

So wie unzählige andere Passage-Leser, wartete ich nach Band 2 sehnsüchtig auf diesen Abschluss der Trilogie. Erst hatte ich ja die Befürchtung mich nicht mehr an die beteiligten Personen erinnern zu können. Immerhin ist es schon einige Jahre her, dass ich die beiden ersten Bücher gelesen hatte. Doch der Autor hat es mir einfacher gemacht.

Den Einstieg in das Buch fand ich persönlich zwar etwas zu lang. Er erinnert an eine Lesung aus einem Evangelium: … und zu jener Zeit trug sich zu …., so in etwa. Es sind Aufzeichnungen in der Zukunft. Aber danach hat mich die Begeisterung nicht mehr losgelassen. Die ersten Kapitel drehen sich um Amys Freunde, die Überlebenden aus Band 2. Man erfährt wie es ihnen ergangen ist und wie es ihnen zu jener Zeit geht. Als Leser hatte ich sie schon recht bald wieder klar in Erinnerung und scharte sie quasi um mich. Auch Fennings – alias Zero – Geschichte erfährt man. War er bisher immer nur der Böse, der Auslöser der Katastrophe, bekommt man nun ein genaues Bild von ihm. Beim Lesen seines Lebenslaufs war ich hin- und hergerissen zwischen Mitleid und Verachtung.

Mit knapp 1000 Seiten ist auch dieser Band wieder sehr umfangreich ausgefallen. Zusammen mit Band 1 + 2 erreicht die Trilogie schon fast biblische Ausmaße. Aber es passt, ist die Handlung doch auch mit religiösen Aspekten ausgeschmückt. So sehe ich persönlich in Fenning/Zero Luzifer den Teufel. Oder die Zwölf, zwar entstanden durch Wissenschaft – Frankenstein lässt grüßen! – kennt man auch aus der Bibel. Sowohl Zero hat seine 12 wie auch Amy. Ein “Verräter” ist unter den 12en. Er schließt sich aber den Guten an, soviel sei verraten. Die Menschheit muss um das Überleben seiner Spezies kämpfen und noch einiges mehr.

Faszinierend dargestellt auch wie sich die Natur ihren Lebensraum wieder zurück erkämpft. Wie Häuserruinen von Pflanzen und Tieren in Beschlag genommen werden und dichte Wälder entstehen, dort wo einstmals Beton, Ziegel und Asphalt die Landschaft prägte.

Mein Fazit:

Auch mit diesem grandiosen Abschluss der Passage-Trilogie konnte mich der Autor wieder fesseln. Dieses Zusammenspiel aus Anti-Utopie mit Thriller-, Horror- und Romanelementen ist einfach nur lesenswert!

Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung für alle drei Bände und Rote RoseRote RoseRote RoseRote RoseRote Rose von Rote RoseRote RoseRote RoseRote RoseRote Rose.

Herzlichen Dank an den Goldmann Verlag

Lori Nelson Spielman–Und nebenan warten die Sterne

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Lori Nelson Spielman – Und nebenan warten die Sterne

Roman

381 Seiten

Preis: € 14,99 [D] / 15,50 [A]

Buchinfo Verlagsseite

Verlagstext:

Als Annie erfährt, dass ihre Schwester Kristen bei einem Zugunglück gestorben ist, bricht eine Welt für sie zusammen. Sie sollten beide in diesem Zug sein – auf dem Weg zur Uni. Annie fühlt sich schuldig am Tod ihrer Schwester. Sie sucht Trost bei ihrer Mutter Erika, doch diese flüchtet sich in ihre Arbeit. Annie begreift nicht, was mit ihrer liebevollen Mutter passiert ist, die für jedes Tief einen Rat wusste, deren Lachen so ansteckend war und deren Liebe die Familie zusammenhielt.
Erika weiß nicht wohin mit ihrer Trauer um Kristen, möchte aber vor Annie keine Schwäche zeigen – bis diese plötzlich verschwindet. In ihrer Verzweiflung denkt sie immer wieder an eine Lebensweisheit ihrer Mutter „Verwechsle niemals das, was wichtig ist, mit dem, was wirklich zählt“. Erika wird klar: Sie muss Annie finden! Sonst verliert sie auch noch ihre zweite Tochter.
Sonst verliert sie vielleicht alles.

Mein Eindruck:

Auf den neuen Roman von Lori Nelson Spielman freute ich mich schon den ganzen Sommer. Ihre beiden vorherigen Romane kannte ich bereits. Mir gefiel der Stiel und die Themen, welche sie so gefühlvoll in ihren Geschichten bearbeitete sprachen mich persönlich an. Daher waren die Erwartungen groß. Auch der Klappentext versprach Großes!

Nach dem Verlust der Schwester flüchtet Annie zu ihrer Tante auf eine abgelegene Insel. Sie ist gekränkt vom Verhalten ihrer Mutter. Doch diese ist gefangen in ihrer Trauer. Als Annie erfährt, dass auch die Mutter auf die Insel kommt, macht sie sich auf nach Paris. Dort ist sie das Kindermädchen von Olive. Sie schwärmt für deren Vater und findet in Nachbarsjungen Rory einen guten Freund.

Erika ist indes gefangen auf der Insel, denn es gibt keine Möglichkeit zurück auf das Festland zu kommen. Erstmals seit Jahren muss sie sich nun ihrer Vergangenheit stellen: ihren Gefühlen gegenüber ihrem Vater, ihrer Trauer um ihre tote Tochter und ihrer toten Mutter und ihren Ängsten auch ihr andere Tochter zu verlieren …..

Leider wurde ich maßlos enttäuscht. War ich zu Beginn noch Geduldig und guter Dinge, wurde ich im Laufe des Lesens immer frustrierter. Die Geschichte war verworren, die Charaktere kindisch und schmucklos. Die Grundidee der Trauerbewältigung und des “sich wiederfinden”, driftete ab in eine nicht nachvollziehbare Suche der toten Tochter. Erika und Annie waren kindisch, egoistisch und unreif. Auch wenn die Trauer spürbar, konnten mich die Beiden emotional nicht berühren. Irgendwann nahm die Geschichte eine Richtung auf, die zwar nett war, mich aber auch nicht packen konnte. Zu viel Kitsch, zu viel gewollte Harmonie.

Mein Fazit:

Schade um eine gute Idee! Leider habe ich nicht das bekommen, was ich mir vom Klappentext erwartet habe. Statt einer schönen Mutter-Tochter-Geschichte, bekam ich eine verworrene, teils schlecht umgesetzte Liebes-Kitsch-Beziehungsstory. Nur zwei Momente sprachen mich an, eine war zum Schmunzeln und eine war schön dargestellt. Eindeutig zu wenig um mich in Begeisterungsstürme ausbrechen zu lassen!

Von mir bekommt das Buch leider nur Rote RoseRote Rose von Rote RoseRote RoseRote RoseRote RoseRote Rose.

 

Rezension: Gavin Extence-Libellen im Kopf

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Gavin Extence – Liebellen im Kopf

Roman

352 Seiten

Preis: € 19,99 [D] | € 20,60 [A] | CHF 26,90

Buchinfo Verlagsseite

Verlagstext:

Das Leben hat seine Höhen und Tiefen. Die Kunst ist es, das eine vom anderen zu unterscheiden.

Alles begann, wie es manchmal eben so ist, mit einem toten Mann. Er war ein Nachbar – niemand, den Abby gut kannte, dennoch: Einen Verstorbenen zu finden, wenn man sich nur gerade eine Dose Tomaten fürs Abendessen ausleihen möchte, ist doch ein bisschen schockierend. Oder sollte es jedenfalls sein. Zu ihrem eigenen Erstaunen ist Abby von dem Ereignis zunächst seltsam ungerührt, aber nach diesem Mittwochabend gerät das fragile Gleichgewicht ihres Lebens immer mehr ins Wanken, und Abby scheint nichts dagegen unternehmen zu können …

Mein Eindruck:

“Libellen im Kopf”, der Titel machte mich neugierig. Libellen, diese zarten anmutigen Flugwesen, die so wunderschön anzuschauen sind, aber auch recht kopflos werden können, wenn ihnen etwas im Weg ist. Abby, eine schöne junge Frau, zart und fragil, ist manisch depressiv. In ihrem Kopf sind die Libellen. Als Leser weiß man zwar schon im Vorfeld, dass sie unter einer Psychose leidet, doch wie sich diese in ihrem Alltag entwickelt bekommt man erst während des Lesens richtig zu spüren. Ich muss zugeben: Bevor ich den Roman las, konnte ich mir unter manisch nicht wirklich etwas vorstellen. Depressiv ja, manisch nein. Wie wirkt sich das Manisch auf den Menschen aus? Ich hatte keine Ahnung. Erst durch Abbys Geschichte hat mir der Autor diese psychische Erkrankung näher gebracht.

Den Einstieg in die Handlung war recht lustig muss ich sagen. Fast schäme ich mich für den Lachanfall, den mir die ersten Seiten bescherten. Aber Gavin Extence hat eine gute Portion Britischen Schwarzen Humor in diese ersten Seiten einrieseln lassen und so kam ich um dieses Gackern gar nicht herum. Da der Autor selber unter dieser Krankheit leidet, ist dieser Humor aber durchaus ok. Erst allmählich eröffnete sich mir als Leser die ganze Tragik um Abby und ihre Krankheit. Es beginnt schleichend. Durch den Fund des toten Nachbarn kommt in Abby wieder alles durcheinander. Sie schläft wenig, grübelt viel. Der Schlafmangel, das schwierige Verhältnis zu ihrem Vater, der Konsum von Partydrogen – all dies zieht sie hinunter. Doch auf dieses Tief, folgt auch ein Hoch. Sie ist überschwänglich, voller Datendrang, stürzt sich in die Arbeit. Die Talfahrt ist rapide und beängstigend.

Abby war mir zu diesem Zeitpunkt schon sehr nahe. Wie eine jüngere Freundin und ich stand ihrem Verhalten hilflos gegenüber. Wollte ihr so manches mal zurufen: bitte, bitte lass dir helfen! Dein Freund, deine Therapeuten, sie sind für dich da! Doch es war natürlich kein herankommen mehr an sie. Nur sie selber konnte am Ende eine Entscheidung treffen. Es war die richtige Entscheidung. Wie und was sich da abgespielt hat, verrate ich aber nicht weiter!

Am Ende der Geschichte hat Gavin Extence noch einen sehr persönlichen Brief für seine Leser in das Buch gepackt. Darin erzählt er offen über seine manischen und depressiven Phasen. Wie sich dies auf ihn und auch auf das Leben ausgewirkt hat und immer wieder tut. Auch wenn Abby eine erfundene Person ist, ist in die Geschichte viel seines persönlichen Leidens eingeflossen.

Mein Eindruck:

Himmelhoch jauchzend, zu Tode betrübt, das ist Abby. Mir hat der Roman die Krankheit Manisch Depressiv näher gebracht und lässt mich Menschen die darunter Leiden besser verstehen. Das Buch ist kein Ratgeber, dessen sollte man sich aber bewusst sein!

Von mir bekommt der Roman Rote RoseRote RoseRote RoseRote Rose von Rote RoseRote RoseRote RoseRote RoseRote Rose.

Herzlichen Dank an den Limes Verlag!

Rezension: Tony Parsons–Wer Furcht sät

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Tony Parsons – Wer Furcht sät

Kriminalroman – Detective Max Wolfes 3. Fall

320 Seiten

Preis: € 15,–

Buchinfo Verlagsseite

Verlagstext:

In London macht eine Bürgerwehr, der Club der Henker, Jagd auf böse Menschen – auf Pädophile, Mörder, Hassprediger – und erhängt sie. Mit diesen Fällen von Lynchjustiz beginnen für Detective Max Wolfe seine bisher schwierigsten Ermittlungen. Denn wie fängt man Mörder, die von der Öffentlichkeit als Helden gefeiert werden? Seine Spurensuche führt ihn tief unter die Stadt, in den Untergrund Londons mit seinen vielen stillgelegten Tunneln und Geisterstationen. Doch ehe Max den Club der Henker stellen kann, muss er am eigenen Leib erfahren, wie schmal der Grat zwischen Gut und Böse, Schuld und Unschuld ist –

Mein Eindruck:

Max Wolfe ist mir mittlerweile ans Herz gewachsen. Als Ermittler macht er eine gute Figur und auch als Privatperson finde ich ihn sehr sympathisch.

Die Geschichte selber ließt sich sehr gut und man kann den Handlungssträngen leicht folgen. Die Thematik hat mich auch gefesselt. Leider fand ich die Auflösung nicht ganz nachvollziehbar. Klar, einen Verdächtigen hatte ich schon ins Auge gefasst, doch die Restlichen waren eine Überraschung und im Nachhinein betrachtet doch sehr aus dem Ärmel heraus gezogen. Irgendwie konnte ich dann diese brutalen Tötungen nicht mehr mit Rache in Verbindung bringen und dieses Hilflose gegenüber dem Gesetzt aus Sicht der ursprünglichen Opfer war in meinen Augen nicht mehr nachvollziehbar.

Mein Fazit:

Auch wenn ich nicht ganz so zufrieden mit dem Endergebnis bin, hat mir die Lektüre eine kurzweilige Krimiunterhaltung geboten!

Von mir bekommt der Krimi Rote RoseRote RoseRote Rose von Rote RoseRote RoseRote RoseRote RoseRote Rose.

Das Buch wurde mir im Rahmen einer Vorab-Leserunde auf Leserjury.de von Bastei Lübbe zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank dafür!

Hörbuchrezension: Peter Wohlleben–Das geheime Leben der Bäume

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Peter Wohlleben – Das geheime Leben der Bäume

Gelesen von Roman Roth und Peter Wohlleben

Vollständige Lesung

6 CDs ; Laufzeit ca. 6 h 54 min.

Preis: € 19,99 [D] | € 22,50 [A] | CHF 28,50

Buchinfo Verlagsseite

Verlagstext:

Erstaunliche Dinge geschehen im Wald: Bäume, die miteinander kommunizieren. Bäume, die ihren Nachwuchs, aber auch alte und kranke Nachbarn liebevoll umsorgen und pflegen. Bäume, die Empfindungen haben, Gefühle, ein Gedächtnis. Unglaublich? Aber wahr! Der Förster Peter Wohlleben kennt faszinierende Geschichten über die höchst erstaunlichen Fähigkeiten der Bäume. Roman Roth gibt diesen Erfahrungen eine Stimme und lässt uns in eine so nahe und doch so neue Welt eintauchen.
Auf einer Bonus-CD berichtet der Autor selbst, wie seine Leidenschaft für den Wald gewachsen ist, welche Startschwierigkeiten zu meistern waren und wie ein Försterleben aussehen kann.

Mein Eindruck:

Als bekennender “Hug a tree” Fan, ist dieses Buch genau das Richtige für mich. Ich liebe Bäume, ich liebe den Wald. Da wollte ich natürlich wissen, was der Autor über das geheime Leben der Bäume zu berichten hat. Und das ist jede Menge!

Als Förster ist Herr Wohlleben natürlich für den Wald verantwortlich. Doch Herr Wohlleben tat noch mehr. Er beobachtete die Bäume, studierte sie regelrecht und kam dem Seelenleben der standhaften Waldbewohner auf die Spur. Dieses Entdecken und Wissen gibt er in dem Buch auf sehr einfache und verständliche Weise an uns Leser, oder in diesem Fall an mich als Zuhörer, weiter. Bäume sind Lebewesen mit einem Gedächtnis, mit Schmerzempfinden und einer sozialen Einstellung, die man so als Laie noch nicht kennt.

Interessant ist es zu erfahren, wie das Gedächtnis der Bäume funktioniert und wie sich dieses auf ihr Umfeld und ihr Wachstum auswirkt. Auch wie sich die verschiedenen Baumarten untereinander verhalten, wie sie ihren “Nachwuchs” ansiedeln und erziehen, auf dass sie irgendwann einmal ebenfalls zu Giganten der Wälder werden und vor allem wie das Leben in und unter den Bäumen funktioniert, brachte mir das Buch als nahe.

Gelesen wurde der Hauptteil von Roman Roth. Seine Stimme war mir gleich sehr sympathisch und ich fühlte mich mit ihm als Sprecher richtig wohl. Es war wie ein langer, ausgiebiger, lehrreicher Spaziergang durch den Wald.

Auf der Bonus CD erzählt Peter Wohlleben selber seinen Lebensweg. Von seinem Wunsch Förster zu werden, dem harten Weg dorthin und die Steine die ihm während dessen und  immer mal wieder darauf gelegt wurden.

Mein Fazit:

Ein gelungenes (Hör)buch das mir “Das geheime Leben der Bäume” auf einfache und bildhafte Art gezeigt hat. Jedem zu empfehlen, der sich für die Natur interessiert und besonders in Bäumen nicht nur Holz zum Bauen und Heizen sieht!

Von mir bekommt das Hörbuch Rote RoseRote RoseRote RoseRote Rose von Rote RoseRote RoseRote RoseRote RoseRote Rose.

Herzlichen Dank an der Hörverlag!

Rezension: Samuel Bjork-Federgrab

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Samuel Bjork – Federgrab

Thriller

477 Seiten

Preis: € 12,99 [D] | € 13,40 [A] | CHF 17,90

Buchinfo Verlagsseite

Verlagstext:

Aus einem Jugendheim bei Oslo verschwindet ein siebzehnjähriges Mädchen. Einige Zeit später wird sie tot im Wald gefunden – gebettet auf Federn, umkränzt von einem Pentagramm aus Lichtern und mit einer weißen Blume zwischen den Lippen. Die Ermittlungen des Teams um Kommissar Holger Munch und seine Kollegin Mia Krüger drehen sich im Kreis, bis sie von einem mysteriösen Hacker kontaktiert werden. Er zeigt ihnen ein verstörendes Video, das neue Details über das Schicksal des Mädchens enthüllt. Und am Rande der Aufnahmen ist der Mörder zu sehen, verkleidet als Eule – der Vogel des Todes …

Mein Eindruck:

Auf die Geschichte selber möchte ich an dieser Stelle gar nicht genau eingehen, denn der Klappentext sagt schon sehr viel darüber aus. Die Story ist in einem guten Tempo geschrieben und hat auch einiges an Spannung zu bieten. Da ich Band 1 der Serie auch kenne, bin ich auch mit den Hauptcharakteren – Munch, Mia Krüger und dem Rest des Teams – vertraut. Wie bei Skandinavischen Thrillern und Krimis ja schon fast normal, sind die Eigenartigkeiten der einzelnen Personen. Besonders Auffällig ist, dass sie alle ein meist psychisches Problem mit sich herumtragen. Auch Samuel Bjork macht da keine Ausnahme. Munch, ein grüblerischer Kettenraucher, der mit seiner privaten Situation teilweise überfordert ist oder Mia, die den tragischen Tod ihrer Zwillingsschwester nicht verkraftet und versucht sich mich Tabletten und Alkohol auf Linie zu halten sind anscheinend nicht genug. Diesmal kommt noch ein dritter Kollege hinzu und nimmt mit seinem übermäßigen Alkoholkonsum und seinem Privatleben Raum in der Handlung ein. Kurzfristig ist es durchaus lesbar, doch mit der Zeit nehmen diese “privaten Dinge” mir persönlich zu viel Raum auf Kosten der Spannung ein.

Gut versteht es der Autor mich als Leser in die Irre zu führen. Man denkt schon eine Vorahnung zu haben, wird aber dann doch eines Besseren belehrt. Richtig zufrieden mit dem Ende bin ich allerdings nicht. Mir fehlte irgendwie die Lösung. Auch nach Tagen des Grübelns, konnte ich keine Verbindung zum Prolog und dem was man darin las und dem Täter am Ende finden.

Das Cover ist nordisch kühl, aber gefällt mir sehr gut. Es ist im Stil ähnlich dem ersten Band “Engelskalt”. Persönlich finde ich das gut, es hat einen Wiedererkennungswert und macht es mir als Leser auch einfacher einen Zusammenhang zu finden.

Mein Eindruck:

Ein guter solider Thriller mit einigen Schwächen. Man sollte unbedingt Band 1 gelesen haben um sich mit den Hauptcharakteren Munch und Mia vertraut zu machen!

Von mir gibt’s diesmal Rote RoseRote RoseRote RoseRote Rose von Rote RoseRote RoseRote RoseRote RoseRote Rose.

Herzlichen Dank an Goldmann!

Rezension: Helen Fielding–Bridget Jones’s Baby

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Helen Fielding – Bridget Jones’s Baby The Diaries

Roman

216 Seiten

Preis: £ 6,49

Buchinfo Verlagsseite

Verlagstext:

8.45 P.M. Realise there have been so many times in my life when have fantasised about going to a scan with Mark or Daniel: just not both at the same time.

Before motherhood, before marriage, Bridget, with biological clock ticking very, very loudly, finds herself unexpectedly pregnant at the eleventh hour: a joyful pregnancy which is dominated, however, by a crucial but terribly awkward question – who is the father? Mark Darcy: honourable, decent, notable human rights lawyer? Or Daniel Cleaver: charming, witty, notable fuckwit?

9.45 P.M. It’s like they’re two halves of the perfect man, who’ll spend the rest of their lives each wanting to outdo the other one. And now it’s all enacting itself in my stomach.

In this gloriously funny, touching story of baby-deadline panic, maternal bliss, and social, professional, technological, culinary and childbirth chaos, Bridget Jones – global phenomenon and the world’s favourite Singleton – is back with a bump.

Mein Eindruck:

Nach “Mad About the Boy” musste dieses Buch einfach kommen. Es fehlte da einfach etwas Entscheidendes zwischen Teil 2 und 3 der Bridget Jones Reihe. Mit diesem aktuellen Buch ist es der Autorin schon mal ein gutes Stückchen gelungen, die Lücke zwischen diesen beiden Teilen zu verkleinern.

Witzig und spritzig liest sich die Geschichte von Bridgets Schwangerschaft und dem ganzen Tohuwabohu, das diese begleitet. Wer der Vater ist, ist da nur eines der Übel. In amüsanten kurzweiligen Abschnitten begleitet man Bridget durch, wie immer, turbulente Zeiten. Vom besuch bei der Frauenärztin, über Schwangerschaftsgymnastik, bis hin zu Schwangerschaftsdemenz – es wird nie langweilig. Mal ist es etwas ernster, doch das Chaos lässt auch da nicht lange auf sich warten!

Mein Fazit:

Bridget Jones is back und bescherte mir ein schönes kurzweiliges Lesevergnügen! Wer sie noch nicht kennt, sollte bei Teil 1 und 2 anfangen und anschließend gleich zu Teil 4 übergehen und sich den 3 Teil für später aufbewahren.

Von mir gibt es diesmal vergnügliche Rote RoseRote RoseRote RoseRote Rose von Rote RoseRote RoseRote RoseRote RoseRote Rose!

Herzlichen Dank an  1036231553_1401961020177_xxlund lb-logo