Hörbuchrezension: Nora Roberts–Töchter des Feuers

 

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Nora Roberts – Töchter des Feuers – Teil 1 der Irland-Trilogie

Gelesen von Elena Wilm

5 CDs, Laufzeit ca. 6 h 16 min.

Preis: 14,99 € [D] / 16,90 € [A] / 21,90 [sFr]

Verlagstext:

Maggie Concannon liebt ihre Arbeit als Glasdesignerin über alles. Begabt und eigenwillig lebt sie, völlig zurückgezogen, inmitten der windumtosten Hügel Westirlands. Eines Tages besucht sie der von ihren Kunstwerken völlig faszinierte Galeriebesitzer Robert Sweeny in ihrem einsamen Studio. Und er merkt schnell: Er möchte nicht nur die Künstlerin, sondern auch die wunderbar lebendige und attraktive Frau für sich gewinnen. Doch Maggie hat ihre eigene Vorstellungen vom Leben  – und der Liebe…

Mein Eindruck:

Maggie widmet sich voller Hingabe ihrer Kunst. Dass sie diesen Beruf ausführen kann, verdankt sie ganz allein ihrem verstorbenen Vater. Er hat immer an sie geglaubt und ihr eine Ausbildung in Italien ermöglicht. Als er stirbt, gibt sie ihm das Versprechen sich um ihre Schwester und auch um ihre Mutter zu kümmern. Das Verhältnis zu ihrer Mutter ist nicht einfach und Maggie verbringt soviel Zeit wie möglich zurückgezogen in ihrem Cottage wo sie sich voll und ganz in ihrer Arbeit verliert. Als der Dubliner Galeriebesitzer Sweeny in Leben tritt um ihre Werke  auszustellen, möchte sie ihn am Liebsten zum Teufel jagen. Doch dann wird ihr bewusst, dass das für sie und besonders für ihre Schwester die Chance ist, ihrer Mutter ein eigenes Haus und eine Rundumbetreuung zu ermöglichen. Denn besonders ihre Schwester bekommt die täglichen Nörgelleien und bösen Worte von dieser zu spüren. Maggies Werke sind bald heiß begehrt bei Kunstliebhaber aus aller Welt. Aber auch Maggie selbst ist bald heiß begehrt bei Robert Sweeny. Und auch sie lässt der gutaussehende Galeriebesitzer nicht kalt. Doch Maggie hat nicht den Wunsch nach einer Beziehung hat sie doch gesehen, was die Liebe aus ihren Eltern gemacht hat. Auf keinen Fall will sie den selben Fehler in ihrem Leben machen…..

Obwohl Nora Roberts nicht zu meinen Lieblingsautoren gehört gefiel mir Teil 1 der Irland-Trilogie sehr gut. Elena Wilms ist es mit ihrer wunderschönen Stimme gelungen Maggies Wesen und Charakter großartig darzustellen und man taucht ein in das wilde und ursprüngliche Irland und die Menschen. Die Handlungen sind Abwechslungsreich, was mir bei einem Roman wichtig  ist und hat mich sehr angesprochen. In der Geschichte geht es nicht nur um zwei Menschen die sich ineinander verlieben. Obwohl die mitwirkenden Personen Standard sind, sind sie interessant, gut durchgemischt und vielfältig. Sehr sympathisch fand ich, dass Maggie ihren eigenen Kopf hat und  kein armes zu rettendes Mädchen vom Lande ist. Mit ihrer Mutter, die ihre Unzufriedenheit bei jeder sich bietenden Gelegenheit an den Schwestern auslässt, hat die Handlung ihren Bösewicht gefunden.

Mein Fazit:

Ein kurzweiliger schöner Roman der Amerikanischen Bestseller Autorin. Stilvoll vorgetragen und nett anzuhören!

Von  mir gibt es dafür Rote RoseRote RoseRote RoseRote Rose von Rote RoseRote RoseRote RoseRote RoseRote Rose.

Herzlichen Dank an RANDOM HOUSE AUDIO.

Spätnachmittagliche Radtour um den Walchsee

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So wunderschön wolkenlos präsentierte sich gestern der Himmel nicht nur rund um den Walchsee. Die Temperaturen waren auch um 18.00 Uhr am Nachmittag mit über 24 Grad sehr sommerlich und das Rad fahren ein angenehmes Erlebnis. Die Felder zeigen sich schon in einem schönen Grün während auf den Bergen noch viel Schnee liegt – ein herrlicher Kontrast!

Wir starten unsere Runde im Ortsteil Durchholzen. Die ersten hundert  Meter müssen wir der Hauptstraße folgen, bevor links der Weg zum Buchberg abzweigt. Über das sanft hügelige Plateau fahren wir am Fuß des Zahmen Kaiser in Richtung Ebbs. Bevor wir das Dorf erreichen folgen wir der Radwegbeschilderung Richtung Rettenschöss. Über ein kurzes Waldstück kommen wir wieder zurück auf die Hauptstraße. Wieder fahren wir ein paar hundert Meter auf der Hauptstraße und biegen dann links in die Pöttinger Straße ein. Der schmale asphaltierte Weg führt uns entlang des Staudinger Baches sanft bergan auf das Rettenschösser Plateau. Vorbei am Golfclub erreichen wird den Walchsee und umrunden diesen auf den schmalen Nebenstraßen. Über die Seestraße führt uns wie.der zu unserem Ausgangspunkt in Durchholzen.

Die Radtour ist mit 20 km eine nette Einsteigerrunde. Sanfte Steigungen sorgen dafür, dass man auch mal ins Schwitzen kommt. Mit Kindern ist die Strecke nur bedingt geeignet, da sie abschnittsweise entlang der Hauptstraße führt. Landschaftlich ist sie abwechslungsreich mit wunderschönen Blicken auf die Berggipfel.

Produkttest: Nivea Pflegerasur-Serie

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Protect & Shave ist die 4 Teilige Pflegerasur-Serie von Nivea. Die einzelnen Produkte sind:

Mein Eindruck:

Das Duschgel ist schön cremig und verteilt sich wunderbar auf der Haut. Leider hat mir der intensiv chemische Geruch nicht zugesagt. Da bin ich von Nivea andere Duftrichtungen gewohnt und verwöhnt. Das hat mir an dem Produkt überhaupt nicht gefallen. Das leicht spannende Gefühl der Haut war auch ein weiterer Punkt der mir an dem Produkt nicht gefällt. Für mein persönliches Wohlfühlen während und nach der Dusche kommt dieses Produkt nicht in Frage .

Der Rasierer lässt sich leicht über die Haut führen. Durch sein schwingendes Gelenk passt sich der Rasierer jeder Kontur leicht an und einer sanften Rasur steht nichts im Weg. Die 5 scharfen Klingen lassen sich leicht mit einem Wasserstrahl reinigen. Durch das Hautpflegekissen auf der Klinge gleitet der Rasierer leicht über die Haut. Der ergonomische Griff liegt gut in der Hand. Das Ergebnis ist eine gründliche Rasur mit seidenweicher glatter Haut. Der Rasierer mit seinen 5 Edelstahlklingen hat mich absolut überzeugt.

Die Bodylotion nach der Dusch-Rasur sorgt dafür, dass die Haut nicht irritiert ist und liefert Feuchtigkeit. Der Geruch ist auch bei diesem Produkt nicht sehr ansprechend . Das liegt wohl am Alkohol den man bei den Inhaltstoffen recht weit vorne findet. Meine Befürchtung, dass dadurch meine Haut noch mehr spannen und ein ausgetrocknetes Gefühl haben würde bestätigte sich aber nicht. Die Lotion hinterlässt ein angenehm und sanftes Hautgefühl. Da mir der Geruch und der hohe Alkohol in dem Produkt nicht gefällt finde ich die Lotion auch nicht als empfehlenswert. Bei Nivea findet man für  die Pflege nach der Dusche angenehmer duftende Lotionen.

Das komplette 4-Teilige Pflegeset kann man sich übrigens im Moment im Nivea-Shop um 17,90 € bestellen.

Einfach Vegetarisch: Bärlauch-Polentaschnitten

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Endlich! Es ist wieder Bärlauch-Zeit. Meine Familie und ich sind ganz verrückt nach den frischen grünen Blättern. Einige wenige davon sprießen auch in meinem Garten. Jetzt, nachdem der Schnee von den Ostertagen sich verkrümelt hat, konnte ich davon Ernten. Nun ja, groß viel diese nicht aus, aber für die Polentaschnitten reichte es aus. Morgen ist hoffentlich schönes Wetter, dann geht’s ab ins benachbarte Bayern. Da ist er schon seit einiger Zeit schön üppig am Wachsen und dann decke ich mich hoffentlich wieder mit einem ordentlichen Vorrat ein!

Die Polentschnitten sind recht einfach in der Zubereitung, brauchen aber etwas Vorlaufzeit, da die fertige Maismasse erst mal auskühlen muss bevor sie weiterverarbeitet wird. Die Kühlzeit beträgt etwa 1 Stunde. Durch den Bärlauch bekommt der sonst eher fade Polenta eine angenehme Knoblauchnote. Mit einem schönen Salat ergibt es eine einfache vegetarische Mahlzeit. Die Polentaschnitten eignen sich aber auch als Beilage zu Fleisch.

Bärlauch Polentaschnitten

Zutaten + Zubereitung:

  • 1 Tasse (1/4 l) Polenta
  • 1 Tasse Wasser
  • 1 Tasse Milch
  • 1 Hand voll Bärlauch in feine Streifen geschnitten
  • 2 Eidotter
  • 100 g Hartkäse gerieben
  • Salz, Pfeffer
  • Öl oder Bratfett
  1. Polenta in der gesalzenen Wasser-Milchmischung unter rühren zum Kochen bringen.
  2. Kochplatte ausschalten, Polenta mit einem Deckel abdecken und gar ziehen lassen – ca. 15 min.
  3. Eidotter, Bärlauch und Käse in den Polenta einrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  4. Polentamasse auf ein kalt abgespültes Blech ca. 2 cm dick aufstreichen und auskühlen lassen.
  5. Die kalte Polentaplatte in beliebige Stücke schneiden.
  6. Öl oder Bratfett in eine r Pfanne erhitzen und die Polentascheiben beidseitig goldbraun ausbacken.
  7. Noch warm genießen!

Buchrezension: Theresa Prammer–Wiener Totenlieder

 

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Theresa Prammer – Wiener Totenlieder

Kriminalroman

378 Seiten

Preis: 16,99 € [D] / 17,50 € [A] / 23,90 [sFr]

 

Die Geschichte:

In der Wiener Staatsoper fällt ein Tenor während der Vorstellung in den Orchestergraben. Eine Spiegelscherbe seines Kostüms steckt in seinem Rücken und schnell wird klar es war Mord. Bereits einige Zeit vorher kam eine Sängerin unter mysteriösen Umständen in der Oper ums Leben. Die Wiener Polizei beschließt einen Undercover Einsatz und schleust Charlotta “Lotta” Fiore und Konrad Fürst in das Traditionshaus ein. Sie sollen als Statisten die Künstler und Angestellten durchleuchten und dem Mörder auf die Spur kommen, denn eines ist klar: der Mörder kommt aus dem Umfeld der Oper. Nur das Motiv ist völlig unklar. Ist es ein persönlicher Racheakt oder will der Täter mehr Aufmerksamkeit für die Oper? Es beginnt eine mörderische Suche nach dem Täter….

Mein Eindruck:

Bereits der Prolog hatte einen schwarz humorigen Stil, der mir sehr gut gefiel. Mit Lotta Fiore und Konrad Fürst schickt die Autorin dann auch ein kurioses Pärchen auf Mörderjagd. Beide sind in gewisser Weise gescheiterte Persönlichkeiten. Sie hat einen Drang zum Alkohol, dem sie auch allzu gerne nachgibt, er ist durch eine persönliche Tragödie in seinem Leben gezeichnet. Dass es sich also um keinen herkömmlichen Krimi handelt, ist schon auf Grund diese beiden Ermittler klar. Die Dialoge der beiden sind oft spritzig bissig und machten Spaß zu lesen. Auf witzige Weise zog sich dieser spitzzüngige, leicht beißende Stil durch einen Großteil der Handlung. In der Erzählung kommen sehr viele Charaktere vor, einig. Besonders die immer wieder kehrenden sind eher oberflächlich dargestellt. Die Ermittlerarbeiten litten auch an dieser Ungenauigkeit. Das liegt vielleicht daran, dass neben den Morden in der Oper im privaten Umfeld der beiden Hauptpersonen noch einiges am Laufen ist. Da hatte ich den Eindruck die Autorin war sich noch nicht ganz sicher zu welchem Genre der Roman denn gehören sollte – einerseits schwarz humorige Krimigeschichte, andererseits spannungsgeladener Thriller. Was durchaus zusammenpasst, wenn es gut durchdacht gemacht ist. Für mich war das in den einzelnen Handlungen nicht der Fall. Das Eine hatte mit dem Anderen eigentlich nichts zu tun. Das war für mich nicht sehr stimmig. Der fulminante Showdown war gut gemacht, versöhnte mich aber nicht ganz. Fragen sind noch offen. Man weiß zwar wer der Täter war und hat auch ein Motiv, die Tötungen sind aber zu speziell, dass ich mir nicht vorstellen konnte wie gerade diese Täterperson das so gemacht hat. Auch wenn man die Handlung nicht wirklich ernst nehmen darf – welches Opernhaus würde eine Aufführung mit Minimalbesetzung bei solchen Mordfällen machen Zwinkerndes Smiley – sind für mich zum Schluss doch noch einige entscheidende Fragen offen.

Mein Fazit:

Mit Wiener Totenlieder ist Theresa Prammer ein recht amüsantes Kriminaldebüt mit einigen Hochs und Tiefs geglückt. Persönlich waren mir zu viele seichte Charaktertypen in die Handlung eingebaut. Zu viele Drehungen und Wendungen, eine Art Bäumchen wechsle dich. Als Leser stellte sich mir schon des Öfteren die Frage: “War das jetzt wirklich nötig?”, eine eindeutige Antwort konnte ich bis zum Ende nicht finden. Gefallen fand ich vor allem an den beißenden höhnischen Dialogen.

Von mir gibt es für diesen Kriminalroman Rote RoseRote RoseRote Rose von Rote RoseRote RoseRote RoseRote RoseRote Rose.

Herzlichen Dank an den Ullstein Verlag und logo vorablesen Variante, dass ich das Buch vorab lesen durfte!

Filme, die es Wert sind gesehen zu werden

Vor einigen Tagen suchte ich mir mal ein paar Filme in der Mediathek zusammen bei denen ich meine, dass sie nicht zu den 08/15 Holywood Produktionen gehören und es sich lohnt den einen oder anderen auf DVD anzusehen.

Darwins AlptraumDarwins Alptraum – der Dokumentarfilm von Hubert Sauper wurde mit vielen Preisen ausgezeichnet. Zu Recht! Die Dokumentation zeigt wie schlecht es den Menschen rund um den Viktoria See geht. Der Nilbarsch ist zu einem Millionengeschäft geworden, zumindest für die Politik und für Waffenhändler. Die Menschen in dort hausen im Dreck. Viele Kinder leben auf der Straße, sie bekämpfen sich gegenseitig, schnüffeln Kunststoff um keine Angst vor dem Schlafen zu haben. Die Männer sterben beim Fischen oder an Aids. Die Frauen prostituieren sich, viele sterben an Aids. Der Hunger ist rund um den Viktoria See groß obwohl genug Fisch vorhanden ist. Der wird nach Europa und in die Welt geflogen, die Menschen dort bekommen nur die ausgelösten Gerippe.

Diesen Dokumentarfilm sollte man sich einmal ansehen, um zu begreifen welche Tragödie sich durch die Globalisierung  abspielt. Tansania ist nur ein Beispiel von zahlreichen anderen Regionen Afrikas in denen die Menschen leiden. Geld verdienen am Fisch nur andere, die Einheimischen gehen gehen leer aus.

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Die Zeit, die man Leben nennt ist ein sehr guter deutschsprachiger Film über einen jungen Mann der vor dem ganz großen Karriere als Pianist stand. Ein tragischer Unfall beraubte ihm dieser Möglichkeit. In eine tiefen Depression entzieht er sich seiner Familie, Freunden und Umwelt und möchte sich das Leben nehmen. Erst Roderick, ein lebenshungrigen jungen Mann der auch an den Rollstuhl gefesselt ist, kann ihn aus seinem düsteren Loch herausziehen und Luca beginnt wieder an seiner Zukunft zu arbeiten.

Ein wirklich gelungener Film, der zeigt wie viel man trotz oder gerade wegen einer Behinderung erreichen kann, wie wertvoll Leben ist und dass es sich lohnt dafür zu kämpfen.

Silentium

Silentium ist die zweite Verfilmung  des Romans von Wolf Haas. Diesmal ist ist der Brenner in der Mozartstadt Salzburg unterwegs. Der Schwiegersohn des Festspielpräsidenten ist vom Mönchsberg gefallen – es sieht nach Selbstmord aus. Doch der Brenner glaubt nicht an diese Theorie und macht sie auf den Fall zu lösen.

Ein gelungener Film, mit bösen Buben, knallharten Dialogen und spannenden Verfolgungsszenen Zwinkerndes Smiley. Die Kirche und die Mitglieder der Salzburger Schickimicki Szene bekommen ihr Fett weg. Schräg und witzig, mit schönen Bildern auf die Feststadt Salzburg. Wer schwarzen Humor und bitterböse Wortwitze mag, der sollte sich diesen Film ansehen.

 

Hörbuchrezension: Dörte Hansen–Altes Land

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Dörte Hansen – Altes Land

Gelesen von Hannelore Hoger

4 CDs, Laufzeit ca. 5 h 13 min.

Preis: 19,99 € [D] / 22,50 € [A] / 29,90 € [sFr]

Verlagstext:

Seit mehr als sechzig Jahren lebt Vera Eckhoff im Alten Land, ein Flüchtlingskind aus Ostpreußen, das niemals richtig angekommen ist. Ihr Leben lang hat sie sich fremd gefühlt im Dorf. Bis eines Tages wieder zwei Flüchtlinge vor der Tür stehen: Veras Nichte Anne mit ihrem kleinen Sohn Leon. Anne ist aus dem nahen Hamburg-Ottensen geflohen, wo ehrgeizige Vollwert-Eltern ihre Kinder wie Preispokale durch die Straßen tragen. Und wo ihr Mann eine Andere liebt.

Mein Eindruck:

“Altes Land” ist ein Generationen übergreifender Familienroman. Den Anfang macht Vera Eckhoff, die zusammen mit ihrer Mutter –  einer preußischen Gräfin, als Flüchtling auf dem Gut Eckhoff landet. Die Hausherrin Ida Eckhoff ist über das “Flüchtlingspack”, wie diese Menschen allgemein bezeichnet wurden, nicht glücklich, aber sie als Helfer auf dem Hof sind sie durchaus zu gebrauchen. Besonders weil Karl, der Sohn des Hauses, als psychisches und körperliches Wrack aus dem Krieg zurück gekommen ist. Karl und Veras Mutter heiraten nach einiger Zeit. Ida Eckhoff zerbricht daran endgültig, denn Hildegard von Kamcke ist alles andere als die Schwiegertochter die sie sich gewünscht hat. Nach einiger Zeit lernt Hildegard einen anderen Mann kennen und verlässt Karl und lässt ihre Tochter Vera auf dem Hof zurück. Vera muss ihre Mutter und deren neue Familie in den Ferien immer besuchen. Später kommt ihre Halbschwester immer zu ihr auf den Hof. Und obwohl sich beide nichts sehnlicher als die Liebe der Mutter wünschen, ist sie beiden in gewisser Weise versagt. Jahre später zieht Anne Hoge, Veras Nichte, samt Sohnemann zu ihr auf den Hof. Auch sie sind Flüchtlinge. Geflohen aus der Stadt, weil Annes Mann sich in eine andere verliebt hat und für Anne und den kleinen Sohn kein Platz mehr in der Wohnung ist….

Im ersten Moment als ich Hannelore Hogers Stimme hörte, war mein Gedanke: “Oh Gott, das wird zäh werden!”. Erst allmählich verstand ich, wie passend diese etwas schleppende, etwas tiefere Stimme für diesen Roman ist. Das Alte Land mit seinem platten Dialekt und wenn dort Hochdeutsch gesprochen wird, dann hört man diesen auch noch heraus. Und genau so sprach Frau Hoger: Plattdeutsche Gemütlichkeit, sie war spürbar. Sehr sympathisch. Die Leute wurden durch ihre Interpretation für mich lebendig. Eine nette Dorfgemeinschaft vom Land. Die bissigen Kommentare sind zum Schmunzeln und passen zu den rauen aber sympathischen Landbewohnern.

In der Geschichte erfährt man viel über Veras und Annes Leben. Es ist eine Zeitreise durch 60 Jahre. Sie erzählt von der Suche nach Geborgenheit und Liebe, nach der Sehnsucht nach einem Platz wo man zu Hause ist. Einige Menschen und Situationen kamen mir selber bekannt vor. Dörte Hansen ist mit “Altes Land” ein Roman gelungen in dem ich Abschnittsweise Parallelen zu meinem Leben finden konnte.  Ein schöne schöne Erzählung und von Hannelore Hoger passend umgesetzt. Auch wenn mir  das Plattdeutsche nicht vertraut ist, habe ich vieles sehr gut verstanden.

Mein Fazit:

Eine schöner Generationenroman mit sehr realen Charakteren. Bildlich wunderschön in Worten dargestellt die Landschaft, die Leute und das Leben im Alten Land. Einziges Manko: das Hörbuch ist gekürzt. Das Ende kam viel zu schnell, ich hätte noch lange zuhören können!

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Herzlichen Dank an RANDOM HOUSE AUDIO.