Einfach vegetarisch: Sesamkartoffeln mit Kräutersauce

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Jetzt ist Schluss mit der der Völlerei! Zumindest bis OsternSmiley. Was das heißen soll? Jetzt wird wieder öfter vegetarisch gegessen. Ich gebe aber zu, dass das weniger mit der Fastenzeit zu tun hat, sondern weil es den Mädels und mir auch ohne Fleisch schmeckt. Zwischendurch. Vegetarier sind wir aber nicht und ist auch nicht geplant. Sorry an alle Vegetarier, aber da bin ich ehrlich! Aber dieser Tage schmeckt vegetarisch wieder mal extra gut und so hab ich heute auch wieder einmal ein entsprechendes Rezept:

Sesamkartoffeln mit Kräutersauce

Zutaten für 3 Personen:

  • 750 g Kartoffeln in der Schale garen
  • 3 Eier hart kochen und auskühlen
  • 1 Becher Sauerrahm
  • 1 TL Senf
  • 4 EL TK-8 Kräutermischung
  • Salz, Pfeffer
  • 3 EL Sesam
  • 2 EL gehackte Petersilie
  • 2 EL Butter
  1. Die ausgekühlten Eier schälen und fein hacken.
  2. Sauerrahm, Senf, 8-Kräutermischung mit den Eierwürfeln vermischen und mit Salz und Pfeffer abschmecken und durchziehen lassen.
  3. Sesam in einer Pfanne auf kleine Hitze goldgelb anrösten – nicht zu dunkel sonst wird er bitter! – und zur Seite geben.
  4. Kartoffeln noch heiß schälen.
  5. Butter in der gerade verwendeten Pfanne auf kleiner Hitze schmelzen , fängt sie an zu bräunen gibt man die Kartoffeln dazu und schwenkt sie in der Butter.
  6. Kartoffeln salzen, mit Sesam  und Petersilie bestreuen und schwenken bis die Kartoffeln schön bedeckt sind.
  7. Die  Kräutersauce evtl. noch einmal abschmecken und mit den Sesamkartoffeln servieren.

Dazu schmeckt ein schöner bunter Salat!

Die Sesamkartoffeln eignen sich auch sehr gut als Beilage.

Aschermittwochsrezept: Thunfisch-Avocadosalat

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Ja ich weiß, optisch ist es mal wieder nicht der Renner, geschmacklich ist es das aber doch,  zumindest für Eier- bzw. Hobbyköche mit wenig Sinn für Ästhetik so wie mir Smiley.

Avocados gehören zu meinen absoluten Lieblingsfrüchten. Seit dem Neuseelandurlaub könnte ich mich täglich von ihnen ernähren. Dort bekommt man sie aber auch um diese Jahreszeit frisch vom Baum gepflückt. Besser geht’s kaum! Und da heute Aschermittwoch ist, möchte ich euch gerne ein passendes Rezept mit Avocado präsentieren.

Apropos Aschermittwoch, diese kleine Anekdote muss ich jetzt noch los werden. Gehört heute im Radio. Da ist immer dieser geheimnisvolle Mikromann unterwegs und stellt nichtsahnenden Mitbürgern fiese Fragen. Heute war die Frage folgende:

Wenn der Valentinstag in diesem Jahr auf einem Samstag viel, auf welchen Tag fällt dann 2015 der Aschermittwoch?

Na die Antworten waren wieder mal zu köstlich! Da kam alles mögliche dabei raus nur nicht Mittwoch Vor Lachen auf dem Boden wälzen.

Nun aber zum Rezepte:

Thunfisch-Avocadosalat mit Ei:

  • 2 Dosen Thunfisch im eigenen Saft oder Öl – je nach Gusto
  • 4 Eier wachsweich oder hart gekocht – auch je nach Gusto
  • 2 reife Avocados in Würfel geschnitten
  • 1 kleine Gemüsezwiebel fein gewürfelt
  • eine Hand voll kleine ovale Tomaten halbiert und in nicht zu dünne Scheiben geschnitten
  • 1 Knoblauchzehe fein gehackt
  • Kräuteressig, Olivenöl, Salz und Pfeffer
  1. Den Thunfisch zerzupfen und mit den Avocado-, den Zwiebelwürfel und den Tomatenstücken in einer Schüssel vermengen.
  2. Knoblauch, Kräuteressig, Öl, Salz und Pfeffer zu einer Vinaigrette verrühren und den Salat damit anmachen und abschmecken.
  3. Gekochte kalt abgeschreckte Eier in Scheiben schneiden.
  4. Salat in die leeren Avocadoschalen schichten und mit den Eier garnieren.

Der Salat ist superschnell gemacht. Dazu passt ein schönes krosses Baguette.

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Rezension: Anwander & Vierich- Praterglück / Eine Krimi Groteske

 

Balthasar und Paul, zwei ungleiche Halbbrüder, die sich erst in späten Jahren kennen gelernt haben, führen zusammen den Imbissstand ihrer Tante in Wien. Sie können sich auf den Tod nicht ausstehen, sehen sich nur in absoluten Notfällen und Kommunizieren nur schriftlich miteinander. Als vor ihrem Würstelstand ein Mord geschieht geraten sie in das Fadenkreuz der Polizei, einer Osteuropäischen Bande und die Tante macht auch noch Druck. Jetzt heißt es klug sein und die richtigen Entscheidungen zu treffen…

Eine Krimigroteske? Nun ja, eine Groteske ist die Geschichte allemal. Als Leser muss man sich auf diese ganz spezielle Art der Erzählung – die Brüder verständigen sich nur schriftlich auf Post-its, via Mail, Computer oder SMS – einlassen . Es ist in etwa so als ob man ein Theaterstück lesen würde – einmal ist diese Person am Zug, einmal die Andere. Wie in einem Theaterstück erhält man auf der ersten Seite erst mal auch eine Zusammenfassung der Geschichte.

Erwartet man im Praterglück den typischen Wiener Schmäh wird man aber endtäusch, lernt man doch eher den Wiener Grant mit seiner ach so ordinären Fäkalsprache kennen. Die Berliner Schnauze konnte ich nur am Rande in den kurzen Texten ausmachen, ansonsten erkennt man den typischen Bewohner der deutschen Hauptstadt aber nicht, zumindest war das mein Eindruck.

Als Leser erfährt man die Vorkommnisse in der Geschichte nur aus den geschriebenen Dialogen zwischen den beiden Protagonisten. Wobei mir die kurzen und knackigen, teils bissigen aber doch lustigen Auseinandersetzungen besser gefielen, als die längeren. Da passierte es mir schon mal, dass meine Gedanken während des Lesens abdrifteten oder – ganz schlimm –, dass mir einfach die Augen zu vielen wie in einem ermüdendem Theaterstück. Amüsant war die Befragung bei der Polizei. Die Fragen wurden natürlich nicht sehend gestellt, die Antworten fand ich aber sehr witzig.

Auf die Krimigroteske muss man sich als Leser in seiner ganz speziellen Art schon einlassen um über die bescheidene Länge von 175 Seiten durchzuhalten. Vom Stil her ist die Erzählung mal ganz was Anderes, mich konnte sie aber nicht wirklich überzeugen.

Dem Praterglück geben ich Rote RoseRote RoseRote Rosevon Rote RoseRote RoseRote RoseRote RoseRote Rose.

Herzlichen Dank an logo vorablesen Variante und an den Hoffman und Campe Verlag.

Prater Glück – Eine Krimi-Groteske:  Anwander & Vierich, 176 Seiten, € 9,99 (D), € 10,30 (A)

Jojo Moyes–Ein Bild von dir

 

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Olivia trauert nach vier Jahren immer noch um ihren verstorbenen Mann David. Das Liebste, dass ihr von ihm geblieben ist ist ein Bild, dass er ihr zum vierten Hochzeitstag geschenkt hat. Als wieder sein Todestag ist, flüchtet sich Olivia in eine Schwulenbar und sucht Trost im Alkohol. Dort lernt sie Paul kennen, der seinen Bruder besucht, selber aber auf Frauen steht. Ihm vertraut sie sich an und es entsteht ein zartes Band der Liebe zwischen den Beiden. Das Glück wird allerdings durch eine Raubkunstskandal überschattet. Nachfahren des Malers der “Jeune Femme” stellen Anspruch auf das Gemälde und Paul gehört zur Geschäftsführung der Firma die sich auf die Wiederbeschaffung von Raubkunst spezialisiert hat. Aber Olivia will um das Bild kämpfen. Sie kann nicht glauben, dass es im 1. Weltkrieg gestohlen und nach dem 2. Weltkrieg in einem riesigen Kunstlager der Nazis wieder aufgetaucht sein soll. Denunziert von der Presse und missachtet von den Mitmenschen zerbricht sie fast an dem Kampf um das geliebte Abbild…..

 

Seit “Ein ganzes halbes Jahr” gehört Jojo Moyes zu meinen Lieblingsautoren von Gesellschaftsromanen. Obwohl ich normalerweise nicht dazu neige jedes Buch eines bestimmten Schreibers zu lesen kann ich bei ihr gar nicht anders, ich muss einfach zugreifen. Auch “Ein Bild von dir” hat mich nicht enttäuscht. In diesen neuen Roman packt sie wieder die Geschichte zweier Frauen in eine Handlung. Wie immer ist es eine schöne Mischung aus Mut, Witz und Traurigkeit die sich sehr wunderbar abwechseln. Wie immer konnte ich das Buch nicht weglegen. Wie immer war ich etwas traurig, als die letzte Seite zu Ende gelesen war. Aber wie immer freue ich mich auf das nächste Buch von ihr!

Zu “Ein Bild von dir” gibt es auch ein nettes Büchlein, das die Vorgeschichte der beiden Frauen beschreibt.

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Winteridylle

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Nicht nur im Sommer ein schöner Platz zum Spazieren und Entspannen, der Bärnsee bei Aschau am Chiemsee ist ein wunderschön romantisches Kleinod vor den Gipfeln der Alpen. Und die Natur liefert immer wieder tolle Lichtblicke für das Auge und das Herz. Apropos Herz: Valentinstag war ja gestern, heute hat mir der Baum im rechten Bild ein Herzmotiv gezeigt. Na, wer kann es sehen? Kleiner Tipp: es ist nicht sehr groß und im oberen Drittel zu finden!

Einfach Vegetarisch: Topfen-Gemüsenocken

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Zugegeben, es sieht nicht nach Sterneküche aus und einen Michelin Stern hat das Gericht auch nicht verdient. Aber es schmeckt richtig lecker und ist einfach in der Zubereitung. Und Leute, das ist für mich ein wichtiges Kriterium beim Essen! Auf das Gericht aufmerksam wurde ich bei der Such nach einem Rezept mit Topfen. Da bin ich auf die AMA Webseite gestoßen. AMA steht für die Agrar-Markt-Austria und ist ein österreichisches Gütesiegel für landwirtschaftliche Produkte. Wer in österreichischen Supermärkten unterwegs ist oder österreichische Produkte kauft hat dieses Zeichen sicher schon mal gesehen. Jedenfalls gibt es auf der Webseite ganz tolle Rezeptbroschüren zum Downloaden, darunter auch die Topfenbroschüre. Darin erfährt man viel Interessantes rund um den Topfen. Er ist ja nicht nur zum Essen, sondern eignet sich auch als Heilmittel bei dem ein oder anderen Wehwehchen. Es enthält köstliche Rezepte von Vorspeise über Hauptgericht zum Dessert, und ein Tutorial wie man Topfen zu Hause selber machen kann – sehr interessant. Hier kann man die Topfen- und andere Broschüren der AMA kostenlos downloaden!

Mein Rezept habe ich entsprechend meiner Vorräte etwas abgeändert. Das Original ist mit Speck oder Schinken. Bei mir heißt es heute aber Einfach Vegetarisch:

Topfen-Gemüsenocken mit schnellem Krautsalat (5 Portionen):

  • 500 g Topfen
  • 2 kleine Knoblauchzehen
  • 1 kleine Karotte
  • 1 kleine Pastinake
  • 1 kleine Frühlingszwiebel
  • 120 g Bergkäse
  • 3 Eier
  • 2 EL TK-Petersilie
  • 2 EL Haferflocken
  • 2 EL Semmelbrösel
  • 2 EL Mehl
  • Salz, Pfeffer, Semmelbrösel, Öl
  • 1/2 Weißkohl
  • 1 gr. Karotte
  • 2 EL Naturjoghurt
  • 1 EL Sauerrahm
  • 2 EL Kräuteressig
  • Salz, Pfeffer, TK-Schnittlauch

Zubereitung:

  1. Topfen in eine Schüssel geben, Knoblauchzehen darüber pressen.
  2. Gemüse putzen und möglichst fein würfeln, Käse fein reiben und alles zum Topfen geben.
  3. Eier, Petersilie, Haferflocken, Semmelbrösel und Mehl ebenfalls zum Topfen geben.
  4. Salzen und pfeffern und die Masse gut vermischen, etwas Rasten lassen und danach evtl. noch einmal abschmecken.
  5. Öl in einer großen Pfanne erhitzen, Semmelbrösel in einen tiefen Teller geben.
  6. Mit einem Esslöffel etwas Masse abstechen und mit feuchten Händen zu flachen Nocken formen, in den Bröseln wenden und im heißen Öl auf beiden Seiten goldbraun braten. (Die Masse ist nicht sehr kompakt, mit einem Pfannenwender funktioniert das Wenden aber sehr gut!)
  7. Für den Krautsalat den Weißkohl in feine Streifen schneiden und in eine Schüssel geben, leicht salzen und mit den Händen kräftig durchkneten, damit die Struktur bricht und der Kohl etwas weicher wird.
  8. Die Karotte putzen und mit einer groben Gemüsereibe über das Kraut hobeln.
  9. Joghurt, Sauerrahm, Essig, Schnittlauch, Salz und Pfeffer zu einer Marinade verrühren, mit dem Krautsalat vermischen und durchziehen lassen.
  10. Topfennocken mit dem Krautsalat servieren.

Im Original-Rezept werden die Laibchen nicht in Semmelbrösel gewendet, ich mag es aber gerne etwas knuspriger und die Masse wurde dadurch auch ein klein bisschen kompakter.

Viel Spaß beim Nachkochen!

 

Justin Cronin–Die Zwölf

“Die Zwölf” ist der großartige zweite Teil zu Justin Cronins Endzeit Horror Thriller.

Die Zwölf Ur-Virals raffen sich nach 100 Jahren zusammen um mit den Rotaugen die verbliebenen Menschheit zu untergraben. Die Rotaugen sind eine Art Vampir, die sich von menschlichem Blut ernähren und ein Stadtimperium erschaffen haben. Ihr Anführer war bei den Experimenten vor langer Zeit beteiligt, in denen “die Zwölf” entstanden sind. Sein Regime gleicht dem von Hitler. Mit seinen Stabchefs regiert er über die Menschen welche in Arbeitslagern gehalten werden. Seine Aufpasser sind brutal und bestialisch. Nur eine kleine Gruppe lehnt sich gegen den Tyrannen auf und sorgt für Unruhe. Amy, das Mädchen von Nirgendwo, macht sich zusammen mit ihren Freunden auf um die Menschen von den Zwölf und den Vampiren zu befreien…….

Um der Handlung in dem Buch folgen zu können, sollte man “den Übergang” gelesen haben. Der Titel “Die Zwölf” ist schon sehr biblisch gewählt. Dieses religiös angehauchte fällt in diesem Buch noch mehr auf als in Teil 1, störte mich persönlich aber soweit nicht. Die Geschichte ist wieder sehr spannend geschrieben, es kommen aber sehr viele neue Charaktere hinzu. Für die Länge des Romans (827 Seiten) waren es mir fast zu viele, denn nur wenige der neuen Namen spielten bis zum Ende der Geschichte eine dauernde Rolle. Nichts desto trotz war es für mich ein grandioses Leseerlebnis, denn die Erzählung ist weit mehr als nur ein Horror-Thriller die der Phantasie des Autors entsprungen ist! Freu mich  schon auf Band 3 der hoffentlich in Bälde erscheinen wird Smiley.

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Justin Cronin

Die Zwölf

Roman

827 Seiten