Rezension: Cynthia Hand-Die Unwahrscheinlichkeit des Glücks


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Cynthia Hand – Die Unwahrscheinlichkeit des Glücks

Roman

320 Seiten

Preis: 14,99 €

Buchinfo Verlagsseite

Verlagstext:

Ein bewegender Roman vom Lieben, Verlieren und Abschiednehmen von Bestsellerautorin Cynthia Hand. Es war der zwanzigste Dezember. Hinter mir lagen genau sechs Monate mit Steven. 183 Tage voller Küsse, bevor die Gleichung sich änderte. Unwiderruflich. Das letzte Mal, dass Lexie glücklich war, war davor. Als sie einen wunderbaren Freund hatte, den Traum, Mathematik zu studieren, und einen Bruder. Tyler. Nun ist sie für die anderen nicht mehr das Zahlengenie, sondern nur noch das Mädchen, dessen Bruder sich umgebracht hat. Um mit der Trauer fertigzuwerden, beginnt Lexie, ihre Gefühle aufzuschreiben. Doch leider ist das Leben keine Gleichung, sonst könnte sie die quälende Ungewissheit auflösen: Tyler hat ihr vor seinem Tod eine SMS geschickt, die sie nicht beachtet hat. Hätte sie alles ändern können? Der Gedanke verfolgt Lexie wie ein Schatten. Bis sie erfährt, was es braucht, um ihr Glück wahrscheinlicher zu machen.

Mein Eindruck:

Das Cover finde ich sehr schön und hat mich persönlich sehr angesprochen. Im Titel ist die Leidenschaft der Protagonistin zur Mathematik auf sehr kreative Art dargestellt. Der amerikanische Originaltitel “ The Last Time We Say Goodbye”  ist in Bezug auf die Handlung aber doch ansprechender. Gefallen hat mir auch die Leseprobe, welche mir vom Verlag vor einigen Wochen zur Verfügung gestellt wurde. Um so mehr freute ich mich, dass ich nun die ganze Printausgabe lesen konnte.

Alexis, von allen Lexie genannt, verarbeitet in der Geschichte den Selbstmord ihres jüngeren Bruder. Mit ihm verband sie nicht nur das Band des Geschwister sein, sie liebte ihn sehr und wollte immer führ ihn da sein. Doch als er sich das Leben nahm, war sie nicht da. Die letzte SMS die sie von ihm bekam, ignorierte Lexi und das konnte sie sich nicht verzeihen. Lexi zieht sich von ihren Freunden zurück, lässt niemanden von ihnen an sich heran. Die mitfühlenden Blicke und die Beileidswünsche kann sie nicht mehr hören. Auch ist sie sauer auf ihren Bruder, weil er einfach fort ist, ohne einen Brief, ohne eine Erklärung zu hinterlassen. Ihr Therapeut Dave rät ihr Tagebuch zu führen um ihre Trauer, Verzweiflung und Ängste zu verarbeiten und wieder in ein normales Leben zurück zu finden.

Die Verarbeitung der Trauer wird auf wunderbar sensible Art erzählt. Abwechselnd erfährt man von Lexi aus ihrem Alltag. Wie sie den Tag in der Schule verbringt. Wie ihre Mitschüler ihr gegenüber begegnen und wie sie sich dabei fühlt. Aber auch wie verzweifelt und hilflos sie oft die Tage übersteht, um dann zu Hause die Trauer ihrer Mutter mitansehen zu müssen und auch ihr nicht helfen zu können. Über die Tagebucheinträge erfährt man viel über Lexi, ihren Bruder und ihre Eltern. Nach und nach deckt sie die letzten Monate im Leben ihres Bruders auf. Ein Auf und Ab an Gefühlen und Emotionen machten sich bei mir breit. Lachen und Weinen waren oft sehr nah aneinander. Mit Lexi fühlte ich mich gleich verbunden, ihre Trauer und Verzweiflung spürbar und mitreißend. Aber auch die anderen Charaktere waren gut gewählt und echt. Die Freunde, die sie zwar nicht an sie heran ließ, die aber immer in greifbarer Nähe blieben um ihr beizustehen und für sie da zu sein. Ihre Mutter, die selber in ihre Trauer so tief versank, dass sie ihrer Tochter nicht helfen konnte. Ihr Vater, der sich selber Jahre vor der Tragödie ins Aus geschossen hat und nun Abseits dahinsiecht. Und da ist auch noch Steven, ihr Freund, den sie verlassen hat, weil sie meinte kein Recht auf Glück zu haben. Der aber trotzdem irgendwie immer beharrlich war und gewartet hat. Auch wenn die Geschichte eine Art Trauerbewältigung ist, ist sie alles andere als Trocken geschrieben. Lexi hat Witz und einen Hang zu sarkastischem Humor.

Cynthia Hand hatte selber einen jüngeren Bruder, der sich im Alter von siebzehn Jahren umgebracht hat. Auch wenn Lexi, Ty und alle anderen Personen in der Geschichte nur erfunden sind, wie sie selber schreibt, merkt man doch, dass viel von ihrer Trauer und Trauerverarbeitung in irgendeiner Weise in die Handlung eingeflossen sind.

Mein Fazit:

Ein mitreißende, bewegende Geschichte  gespickt mit den unterschiedlichsten Emotionen. Ein Buch nicht nur für junge Erwachsene.

Von mir gibt es für “Die Unwahrscheinlichkeit des Glücks” Rote RoseRote RoseRote RoseRote Rose von Rote RoseRote RoseRote RoseRote RoseRote Rose.

Herzlichen Dank an HarperCollins ya! und logo_normal, dass ich das Buch lesen durfte!

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