Rezension: Rowan Coleman-Wolken wegschieben


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Rowan Coleman – Wolken wegschieben

Roman

445 Seiten

Preis: € 9,99 [D] / 10,30 [A]

Buchinfo Verlagsseite

Verlagstext:

Wer Sonne im Herzen hat, wird bei Regen nicht nass

Manchmal hat Willow Briar das Gefühl, unter einer dicken Regenwolke zu leben. Sie könnte es darauf schieben, dass sie ein paar Pfunde zu viel auf die Waage bringt. Oder dass sie verlernt hat zu lieben. Oder dass ihre skrupellose Chefin sie als ihre Leibeigene betrachtet. Doch der eigentliche Grund für ihre Unzufriedenheit liegt tief in ihrer Vergangenheit. Willow weiß: Sie muss etwas ändern und ihre Dämonen besiegen. Denn nur Verlierer stehen im Regen – aber wahre Gewinner schieben die Wolken einfach weg.

Mein Eindruck:

Ja, endlich wieder ein mitreißender Roman von Rowan Coleman – das war mein erster Gedanke, nachdem ich den Klappentext durchgelesen hatte und das nette Coverbild gesehen hatte. Besonders den ersten Satz auf dem Klappentext fand ich richtig schön:

Wer Sonne im Herzen hat, wird bei Regen nicht nass

Wundervoll! Entsprechend gespannt war ich auf die Geschichte und welch persönliches Problem – neben ihren Figur Schwierigkeiten – die Autorin ihrer Protagonistin wohl diesmal angelastet hat.

Willow Briar ist eine Frau im besten Alter. Sie besitzt einen liebenswerten Charakter und man kann sich in vielerlei Hinsicht auf sie verlassen bzw. wird sie durch ihre Gutmütigkeit auch ausgenutzt. Ihr größter Makel aber ist ihre Figur.  Willow besitzt alles andere als  Idealmaße. Sie ist nicht glücklich darüber. Weis, dass sie etwas daran ändern muss. Und dann sind da noch ihre Gefühle für ihren besten Freund Daniel. Die machen ihr auch zu schaffen. Er ist ein Frauenheld und ihr ist klar, dass er ihre Empfindungen nicht erwidert und aus ihnen nie ein Paar werden wird. Neben ihre privaten Sorgen, kommen auch noch beruflich ordentliche Turbulenzen auf sie zu. Als ein Schützling ihrer Agentur in einen handfesten Skandal verstrickt wird, zwingt sie ihre Vorgesetzte das Mädchen bei sich unterzubringen und vor der Öffentlichkeit zu verstecken. Zur selben Zeit sucht auch noch ihre Ex-Stieftochter Schutz in ihrer Wohnung. Denn diese ist schwanger, mit 15, und möchte unter keinen Umständen mehr bei ihrem Vater leben. Willow versuch, wie immer, es allen recht zu machen. Doch mit ihren persönlichen Turbulenzen komm sie durch die vielen Menschen, die plötzlich wieder in ihrem Leben auftauchen, nicht klar. Sie weis, dass sie dringend mit einer bestimmten Person etwas klären muss. Denn nur diese kann ihr helfen, ihre Dämonen zu besiegen.

Rowan Colemans Geschichten kenne ich mit viel Tiefgang, emotionalen auf und abs und abwechslungsreichen Charakteren. Besonders die Hauptpersonen und deren Schicksale fand ich bisher immer sehr gut durchdacht und umgesetzt. Willow ist mir als Persönlichkeit auch vom ersten Moment an sympathisch. Sie wirkt bis zu einem gewissen Grad authentisch. Womit ich meine Probleme über lange Zeit hatte, war die Oberflächlichkeit im ersten Drittel der Handlung. Klar, Willow arbeitet in einer Branche wo sich alles nur um Schein und Sein dreht, doch zog sich dieser Part extrem in die Länge. Ihre Chefin war zwar unsympathisch, doch wirkte sie noch echt. Ihre Kollegin dagegen war nur nervig. Ist ein Charakter, der jeden Satz mit einem Akronym beendet wirklich nötig? Ich wusste nichts mit diesem Abschnitt der Geschichte anzufangen. Empfand das Gelesene teilweise als störend und unnötig in die Länge gezogen. Schwung in die Handlung brachte erst das Auftauchen der Ex-Stieftochter. Trotzdem vermisste ich diese tiefgehenden Emotionen, welche mir bei „Zwanzig Zeilen Liebe“ und „Einfach unvergesslich“ ein dermaßen schönes Leseerlebnis bescherten. Irgendwie hatte ich den Eindruck die Autorin gab der Protagonistin zu viele „Baustellen“ an denen sie zu arbeiten hatte. Dadurch konnte sie ihre Probleme nicht wirklich angehen und diese rückten immer weiter nach hinten und wurden am Ende dann recht schnell gelöst. Das fand ich schade, denn die Thematik hätte sich mehr Platz in der Geschichte und eine bessere Aufarbeitung verdient. Ihrem flüssigen und leicht zu lesendem Schreibstil ist sie Autorin aber treu geblieben.

Mein Fazit:

Die Autorin hat wieder einmal ein sehr emotionales Thema in ihren Roman aufgegriffen, allerdings wurde diese Thematik nicht in den Fokus der Handlung gestellt. Vielmehr waren ihr kleinere nebensächliche Abläufe wichtiger. Leider hat mich aber genau dieses fokussiert sein auf ein bestimmtes Muster in ihren Erzählungen immer sehr angesprochen. Diesmal bin ich schon etwas endtäusch.

Leider gibt es diesmal nur Rote RoseRote RoseRote Rose von Rote RoseRote RoseRote RoseRote RoseRote Rose.

Herzlichen dank an Piper!

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