Rezension: Nicholas Searle–Das alte Böse

SEARLE_IS_978-3-463-40667-1_THRILLER_NEU.indd

Nicholas Searle – Das alte Böse

Thriller

364 Seiten

Preis: € 19,95

Buchinfo Verlagsseite


Verlagstext:

Dieser unglaublich raffiniert gebauter Thriller, der in England auf der Bestsellerliste stand, erzählt die Geschichte zweier sehr alter Menschen: Roy und Betty haben sich über ein Datingportal im Internet kennengelernt – recht ungewöhnlich für zwei Menschen über 80. Die beiden verstehen sich, bald ist Roy in Bettys schönem Haus auf dem Lande eingezogen. Aber irgendetwas – ahnt der Leser – führt er im Schilde. Denn Roy ist ein Krimineller, ist es sein ganzes Leben lang gewesen. Er hat mit siebzig gutgläubige Anleger betrogen, mit fünfzig im Rotlichtbezirk von Soho schmutzige Geschäfte betrieben, als junger Mann noch Schlimmeres getan – und auch der Greis folgt noch dem Trieb, anderen Menschen Böses anzutun. Wer ist dieser Roy? Sicher nicht der, der zu sein er vorgibt. Die Spur seiner Taten führt bis in die Kriegszeit. Nach Deutschland.
Und die liebenswerte Betty ahnt nicht, dass jemand sie um ihr Vermögen bringen will. Dass sie in ein Gespinst aus Lügen eingewickelt wird von einem Mann, der eigentlich schon an der Schwelle des Todes steht – Ahnt sie es wirklich nicht?


Mein Eindruck:

Ja, ja, auch Gauner werden einmal alt. Auch Roy ist mit seinen 84 Jahren nicht mehr der Jüngste. Kann, oder will es aber einfach nicht lassen. Er erhofft sich, über einsame ältere Damen, leicht an ihr Erspartes zu kommen. Doch er ist auch wählerisch. Nicht jede der Verabredungen entspricht seinem Stil. Doch dann trifft er auf Betty. Sie ist genau die Art Frau, die ihm zusagt. Sie sieht gut aus, achtet auf ihr Äußeres, ist naiv und liebenswert. Uns sie hat Geld! Geld, dass sich der gute Roy gerne unter den Nagel reißen möchte.

Roy ist nicht wirklich ein liebenswerter älterer Herr. Äußerlich mimt er den Gentleman, doch innerlich ist er durch und durch verdorben. Nicht wirklich böse, so scheint es zumindest anfangs, aber ein Gauner ganz und gar. Er nistest sich bei Betty ein und lässt sich von hinten bis vorne von ihr bedienen. Wie sie sich das so einfach gefallen lassen kann! Unfassbar und unverständlich für mich als Leserin. Doch hört man allmählich auch heraus, dass Betty selber etwas im Schilde führt. Etwas das mit Roy zu tun hat. Doch was es ist, kommt erst allmählich zum Vorschein. Und das ist das spannende an der Geschichte!

Roys Untaten kommen in Rückblicken ans Licht. Nach und nach erfährt man wen er betrogen oder hintergangen hat, ebenso das Wie und Warum. Zeitlich durchlebt man seine Missetaten von der frühen Vergangenheit bis in seine Jugend. Seine Gaunereien scheinen erst mal schlimm, aber nicht bösartig. Erst die Vorkommnisse in Roys Jugend zeigen sein Böses ich. Ab hier hat man dann als Leser dann auch eine erste Ahnung, wie Bettys Plan in die Geschichte passt.

Ich fand diese Rückblicke genial, ebenso die Auflösung! Roys Leben steht zwar im Mittelpunkt der Handlung und Betty’s bleibt außen vor, wieso dem so ist, eröffnet sich aber dann auch. Das Ende: originell, gerecht, schonungslos.

Mein Fazit:

Die Geschichte, der Schreibstil und die Art der Erzählung haben mir wirklich gut gefallen. Es war interessant und auch spannend. Spannend für einen Roman, als Thriller im herkömmlichen Sinn würde ich ihn aber nicht einstufen.

“Das alte Böse” ist der Debütroman von Nicholas Searle. Die Filmrechte sind auch schon vergeben. Ich kann mir die Handlung als spannende Verfilmung gut vorstellen. Auf jeden Fall würde ich mir den Film ansehen wollen!


Von mir bekommt der Thriller Red roseRed roseRed rose von Red roseRed roseRed roseRed roseRed rose, als Roman bekäme er eine Red rose Rose mehr!

Herzlichen Dank an den Rowohlt Verlag für dieses persönliche Leseexemplar!

 

Hörbuchrezension: Katarzyna Bonda–Das Mädchen aus dem Norden

9783837138450_Cover

Katarzyna Bonda – Das Mädchen aus dem Norden

Gelesen von Nicole Engel und Martin Bross

Thriller / Gekürzte Lesung

2 mp3-CDs ; Laufzeit 14 h 44 min

Preis: € 16,99 [D] | € 19,10 [A] | CHF 24,50

Buchinfo Verlagsseite


Verlagstext:
Das deutsche Debüt von Polens erfolgreichster Krimiautorin

Nach einem Aufenthalt im Ausland kehrt die Profilerin Sasza Załuska zurück in ihre Heimatstadt Danzig. Sie hat beruflich und privat viel durchgemacht. Eine verdeckte Ermittlung endete in einer Katastrophe. Verbrennungen und das Trauma einer Geiselnahme blieben zurück. Nun soll Schluss sein mit Verbrechen und unstetem Leben. Sasza erhofft sich ein ruhiges Dasein an der Seite ihrer kleinen Tochter. Doch kaum in Danzig angekommen, erhält sie einen lukrativen Auftrag: Der Inhaber eines Musikclubs bittet sie, die Hintergründe von wiederholten Erpressungen und Morddrohungen aufzudecken. Für die Ermittlerin eine vermeintlich einfache Aufgabe. Kurz darauf gibt es einen Anschlag auf den Club, bei dem ein Mensch stirbt. Sasza Załuska beschließt, der Sache auf den Grund zu gehen. Eine Entscheidung, die sie bald bereut.


Mein Eindruck:

Der Einstieg in die Geschichte verspricht schon Spannung. Ein Anruf von einem Unbekannten auf Saszas Festnetzanruf. Wer ist er? Was will er von ihr? Die Stimme kommt ihr bekannt vor, doch zuordnen kann sie sie nicht. Sie kennt ihn aus ihrer Vergangenheit, mit der sie abgeschlossen hat. An die sie nicht mehr denken will. Doch der Anrufer belehrt sie eines Besseren. Das mir Nicole Engels als Sprecherin in diesem Hörbuch gefallen wird, beweist sie mir bereits in diesen wenigen Hörminuten.

Dann plötzlich ein Schnitt. Martin Bross übernimmt das Sprechen. Andere Personen, andere Szene. Man befindet sich in irgendeiner polnischen Stadt. Drei Jungs, ein Mädchen, korrupte Polizisten und eine Gruppe Gauner stehen im Fokus der Handlung. Was harmlos beginnt, entwickelt sich zu einer tödlichen Geschichte. Wie dies mit Sasza und dem Anruf in einer Zeitspanne von 20 Jahren später zusammenhängt, erfährt man nach und nach.

Die Beschreibungen der Vorkommnisse sind sehr ausführlich, durch die beiden unterschiedlichen Stimmen hört man diesen aber sehr gerne zu. Die Geschichte hat allerdings sehr viele Mitwirkende, was es durch die fremden Namen nicht wirklich leicht mach, alle immer richtig zuzuordnen. Mit der Zeit klappte das aber auch ganz gut. Die Handlung ist gut auf das Milieu abgestimmt. Vom guten bis zum korrupten Bullen, von den schweren Jungs bis zum geläuterten Pfarrer und anderen frommen Personen ist alles dabei. Die Auflösung ist spannend, überraschend und gut durchdacht. Ein rundum gelungener Krimi, mit etwas vielen Namen.

Beide Sprecher – Nicole Engels und Martin Bross – fand ich richtig klasse. Sie gaben den Handlungen das richtige Tempo und den Personen die richtige Tonlage. Ein Aufhören am Zuhören war fast nicht möglich.

Das Cover wirkt idyllisch, täusch eine friedliche Atmosphäre vor, deren Abgründe erst allmählich zu Tage bekommen.

Mein Fazit:

Ein durch und durch gelungener Krimi, der als Hörbuch zwar überzeugt. Durch die vielen Charaktere ist es manchmal aber doch schwierig den Überblick zu behalten!


Von mir gibt es für das Hörbuch Red roseRed roseRed roseRed rose von Red roseRed roseRed roseRed roseRed rose.

Herzlichen Dank an Random House Audio für dieses persönlich Hörbuch!

Rezension: Genevieve Cogman-Die flammende Welt

die-bibliothekare-die-flammende-welt_9783404208449

Genevieve Cogman – Die flammende Welt

Roman – Band 3

445 Seiten

Preis: € 16,00

Buchinfo Verlagsseite


Verlagstext:

Irene Winters ist Agentin der unsichtbaren Bibliothek, in der es Zugänge zu den unterschiedlichsten Welten – und damit auch zu den seltensten Büchern – gibt. Als Bibliothekarin ist es ihr Job, diese Bücher zu beschaffen. Ihr neuester Auftrag führt sie in eine Welt, die Frankreich zu Revolutionszeiten ähnelt. Ein gefährlicher Ort, um Bücher zu stehlen. Besonders, wenn plötzlich der magische Rückweg in die Bibliothek versperrt ist. Was erst wie ein Zufall erscheint, stellt sich als heimtückischer Angriff heraus. Ein Angriff, der die ganze Bibliothek zerstören könnte …


Mein Eindruck:

„Die flammende Welt“ ist der dritte Band einer Serie um die Bibliothekarin Irene und ihren Gehilfen Kai. Leider war dies weder aus dem Cover, noch aus der Leseprobe ersichtlich. Da mir beides gefiel, war meine Neugierde für dieses Genre geweckt.

Der Einstieg beginnt mit einer Reihe Verbote, die recht unterhaltsam sind, aber auch einen Ansatz Realität vermitteln. So beschreibt die Autorin darin unterschiedliche Welten in denen unterschiedliche Mächte auf die Bewohner wirken. In Welten mit hoher Chaosdichte wird den Bibliothekaren der Zutritt untersagt bzw. nicht empfohlen dorthin zu reisen – vergleichbar mit einer Reisewarnung. Die Bibliothekare sammeln in diesen Parallelwelten seltene Bücher, eigentlich stehlen sie sie, und bringen diese dann zurück in die Bibliothek. Dies ist soweit alles leicht verständlich, auch wenn man die Vorgänger Bände nicht kennt. Die Bibliothekare sind Menschen, die „die Sprache“ als eine Art Waffe oder Schutz einsetzten können um sich aus brenzligen Situationen zu retten. „Die Sprache“ blieb mir aber fremd. Sie war nicht wirklich originell – kein Kauderwelsch oder irgendwelche lateinische Wörter; simple Sätze, als ob man einem begriffsstutzigen Individuum etwas erklären würde. Das fand ich doch etwas befremdend und endtäuschend. Da hatte ich doch etwas Ausgefallenes erwartet.

Die Geschichte selber ist, abgesehen von ein paar spannenden Szenen, doch recht simpel gehalten. Als Spannungsbremse empfand ich auch die immer wiederkehrenden Gedankengänge Irenes. Das hat mir die Freude so mancher wirklich guter Szene genommen. Und da ist auch noch mein größte Problem, das ich mit der Erzählung habe. Sie ist zu einseitig nur auf Irene abgestimmt. Ich mag das nicht besonders, muss ich zugeben. Da gibt es so viele andere Beteiligte, z. B. Vale, der Londoner Detektiv; Sighn, der Diener des Drachenkönigs; Silver, der Elfenprinz; und noch einige mehr. Sie wurden immer nur namentlich erwähnt oder man bekam sie nur zu Gesicht, wenn auch Irene in der Szene war. Ausnahme war nur ein kurzes Kapitel, in dem der Silver, der Elfenprinz und Vale, der Detektiv aufeinander trafen. Leider war diese Abweichung aber nur von kurzer Dauer und wiederholte sich dann auch nicht.

Von der Idee her ist die Serie „Die Bibliothekare“ wirklich gut. Man findet sich in Welten wieder, die sich in vergangenen Epochen unserer Welt befinden. Magische Wesen, Bösewichte, bekannte politische Ereignisse, historisch bekannte Namen, Namen aus bekannten Büchern, man findet alles in dieser Erzählung, doch die Umsetzung gefiel mir nicht wirklich. Die ganze Geschichte baut nur auf Irene auf. Sie ist die unangefochtene Heldin darin. Was ist mit den anderen Bibliothekaren? Sie dürfen ebenso nur auftreten und zu Wort kommen, wenn auch Irene auf den Seiten zu finden ist. Wie schon erwähnt, finde ich dies für meinen Geschmack zu eintönig und einseitig. Gefallen haben mir jedoch der Humor und die mitunter spitzzüngigen Dialoge.

Das Cover selber gefällt mir hingegen sehr gut. Es passt zu der Geschichte und es passt zum Genre.

Mein Fazit:

Mich konnte „Die flammende Welt“ nicht so überzeugen, wie ich mir das durch die Leseprobe erhofft hatte. Die Sprache ist recht einfach, zu den vielen Personen bekommt man durch die einseitige Erzählung allerdings wenig bis kaum ein Bild. Ich denke nicht, das es daran liegt, dass ich die Vorgänger nicht kenne. Die Erzählart wird auch bei den vorangegangen Bände nicht anders sein.


Von mir bekommt der Roman Red roseRed roseRed rose von Red roseRed roseRed roseRed roseRed rose!

Das Buch wurde mir in Manuskriptform für die Leserunde in der Lesejury von Bastei Lübbe zur Verfügung gestellt. Herzlichen Dank dafür!

Sonntagsbraten: Rumpsteak mit Ofenradieschen

Ah, diese Kategorie hab ich ja schon ewig nicht mehr bestückt. Zeit, dies zu ändern!

Diesmal hab ich ein ganz einfaches Rezept für euch, das auch noch ganz schnell fertig ist. Nichts stundenlang in der Küche stehen, schnippeln und tun. Das Gericht ist echt ratz fatz fertig und ist noch dazu ganz einfach Smile

Die Idee für das Gericht bekam ich aus dem Buch “Von der Schale bis zum Kern” von Bernadette Wörndl. Das Kochbuch ist ganz neu auf dem Markt. Das Kochen mit einfachen Zutaten lernte sie von ihrer Oma. Während ihres Praktikums in einem Restaurant Berkeley entdeckte sie diese “Lebensphilosophie” einfache Zutaten wertzuschätzen und möglichst alles an Produkt zu verwerten neu. Zurück in der Heimat setzte sie diese totale Verwertung von Gemüse und Obst fort. Die Produkte liefert ihr ihr eigener Garten. Nun hat ja nicht jeder einen Garten, doch frisches Gemüse und Obst kauf wohl jeder ein. IMG_20170409_191148

Ich bekomme mein Gemüse mit der Tiroler Gemüsekiste geliefert. Das Gemüse kommt frisch vom Feld direkt zu mir. Da ist dann immer das ganze Grün an den Karotten, Radieschen, Sellerie, Blumenkohl und was es da sonst noch so alles gibt. Das Gemüse hat Bioqualität und kann somit komplett verarbeitet werden. Bisher war meine Ausbeute immer nur Pesto aus den Karotten-, Radieschen- und Kohlrabigrün. Die restlichen Abschnitte wanderten in den Topf und wurden zu Gemüsebrühe gekocht. Jetzt hab ich also dieses Kochbuch entdeckt.

Heute hab ich mich also für die Ofenradieschen entschieden. Dazu ein Rumpsteak mit Radieschengrün-Remoulade und Steinpilzpolenta. Und das Ganze dauert gerade mal eine halbe Stunde!


Rumpsteak mit Ofenradieschen:

Zutaten für 2 Personen:
  • 1 Rumpsteak à 300 g
  • 1 Bund frische Radieschen
  • 2 EL Olivenöl
  • 2 TL Sesam
  • 2 Zweige frischen Thymian
  • 1 TL grob gestoßener Koriander
  • Salz, Pfeffer
Zubereitung:
  1. Ofen auf 200 ° vorheizen.
  2. Radieschen samt Grün waschen, trocknen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech geben.
  3. Radieschen mit Olivenöl, Sesam, Thymian und Koriander vermischen, salzen und pfeffern.
  4. Im Sheißen Ofen 15 min. braten. Auf das Radieschengrün achten! Es soll knusprig werden, aber nicht zu dunkel werden oder verbrennen.
  5. In der Zwischenzeit das Steak in einer Pfanne nach Wunsch braten. Ich nutze dafür die Jamie Oliver Methode: nach jeder Minute das Fleisch wenden. Ich brate die Steaks je nach Dicke 4 – 5 min je Seite. Heißt ich wende das Fleisch 8 – 10 mal. Dann packe ich das Fleisch in Alufolie und lasse es mindestens 5 Minuten ruhen. Meine Steaks brate ich immer medium oder medium rare.
  6. Nun sollten auch die Radieschen fertig sein und können zusammen mit dem Fleisch und eurer Beilage nach Wahl auf den Tisch!

IMG_20170409_120121

Bei mir gab es als Beilage eine Steinpilzpolenta. Diese hab ich als erste mit Wasser aufgesetzt und ließ sie dann 15 Minuten köcheln. Aus Radieschengrün und Gartenkräutern bereitete ich mit etwas Olivenöl, Zitronensaft, Frischkäse, Salz und Pfeffer eine würzige Remoulade. Die passt sehr gut zum Fleisch. Das Fleisch hab ich übrigens nicht gesalzen. Nur etwas frisch gemahlenen Pfeffer darüber nach dem Aufschneiden. Da ich das Fleisch aufschneide brauche  ich auch nur 300 g, das reicht uns für zwei Personen. Wir essen uns mit Gemüse und Salat satt. Das Fleisch dient als Eiweißquelle, der Polenta sorgt für die nötigen Kohlehydrate.

Als Beilage passen bestimmt auch Kartoffeln oder was immer auch schmeckt. Dauert die Beilage länger als das Gemüse und Fleisch, fangt natürlich damit an. Gutes Gelingen!

Rezension: Marina Heib-Drei Meter unter Null

9783453271111_Cover

Marina Heib – Drei Meter unter Null

Thriller

249 Seiten

Preis: € 19,99 [D] | € 20,60 [A] | CHF 26,90

Buchinfo Verlagsseite


Verlagstext:

Sie beobachtet ihre Opfer. Sie plant ihre Morde. Nichts will sie dem Zufall überlassen. Sie schlägt den Weg der Gewalt jedoch nicht ohne Grund ein. Ihr Leben lang bemühte sie sich um ein normales Leben. Doch die Hülle der Normalität umschloss eine tiefe Verzweiflung, die sie zu verbergen wusste. Bis zu einem nebligen Donnerstag im November. Dem Tag, an dem sie beschließt, eine Mörderin zu werden. Sie will die Dämonen vernichten. Sie will Rache. Sie empfindet kein Mitleid. Sie sollen leiden. Genau wie sie.


Mein Eindruck:

Die Mörderin erzählt aus der Ich-Perspektive ihre Geschichte, wie sie war und wie sie wurde wie sie jetzt ist. Der Einstieg in die Geschichte mit dem Prolog beginnt unspektakulär, ja fast langweilig. Die namenlose Protagonistin erzählt aus ihrer Kindheit. Wie jedes Kind hat auch sie Zukunftsträume und –wünsche. Doch diese sind bei ihr sehr fantasievoll und entsprechen nicht der Norm. Sie ist eben doch nicht wie alle anderen Kinder, hat keine Freunde und wird für ihre Fantastereien gemieden. Verständnis für ihre rege Fantasie findet sie nur bei ihren Eltern. Besonders der Vater unterstützt sie dabei. Richtet liebevolle Zufluchtsorte in ihrem Kinderzimmer her. Dort kann sie, ganz sie sein und ihre Träume ausleben.

Nach dem Prolog schlägt die Stimmung um. Der Ton wird härter, voller Wut, mit viel Hass. Ich wusste gar nicht was da auf mich zukam. Wusste nicht, was ich von “ihr” halten soll. Wieso diese Verbitterung, wieso diese Wandlung? Etwas ist passiert, zwei Jahre vorher”.  Dieses Erlebnis hat “sie” zu der Person gemacht, die sie ab nun verkörpert. Sie wird zur Mörderin. Schildert in Rückblicken, wie es dazu kam. Peu à peu erfährt man als Leser den Grund, warum “sie” zu dem  wurde, was sie ist. Die Rückblicke wechseln sich mit den Geschehnissen in der Gegenwart ab. Sie ist auf der Jagd. Sie ist ein Raubtier. Sie will töten, sie muss töten. Denn sie will Vergeltung. Der Auslöser für diese Taten sind schockierend und man kann den Hass und die Wut dann auch verstehen.

Die Geschichte selber ist mit 250 Seiten recht kurz, überzeugt aber durch die unterschiedlichen Handlungsstränge und vor allem durch die drakonischen Wendungen. Zwar hat man als Leser immer einen entsprechenden Hintergedanken, die Wahrheit selber ist aber noch um einiges grausamer.

Das Cover und der Titel lassen schon vermuten, dass e.s düster wird in diesem Thriller. Was sich hinter den “Drei Meter und Null” verbirgt ist schrecklich und abartig, entspricht aber leider auch so manches Mal der Realität.

Marina Heib war mir bisher als Autorin unbekannt. Mit diesem Roman hat sie mich aber zu Hundertprozent überzeugen können, es wird bestimmt nicht das letzte Buch von ihr für mich gewesen sein!

Mein Fazit:

Ein durch und durch gelungener Thriller. Düster und spannend, gern mehr davon!


Von mir bekommt das Buch Red roseRed roseRed roseRed roseRed rose von Red roseRed roseRed roseRed roseRed rose.

Herzlichen Dank an Heyne-Encore für dieses persönliche Leseexemplar!

Hörbuchrezension: Jan Becker-Du kannst schaffen, was du willst

9783837139129_Cover

Jan Becker- Du kannst schaffen, was du willst

Die Kunst der Selbsthypnose

Gelesen von Jan Becker

Gekürzte Lesung

2 CDs ; Laufzeit 2 h 37 min.

Preis: € 12,99 [D] | € 14,60 [A] | CHF 18,90

Buchinfo Verlagsseite


Verlagstext:

Hypnosetechniken für den Alltag

Der Hypnose-Experte Jan Becker erklärt die Kunst der Selbsthypnose und zeigt anhand von verschiedenen psychologischen Fragestellungen, wie man sie gewinnbringend im Beruf, im Alltag und beim Sport einsetzen kann, z. B. bei Stress, Liebeskummer, Schlaflosigkeit, Niedergeschlagenheit, fehlendem Antrieb, aber auch Konzentrationsschwäche, lästigen Gewohnheiten oder Vorhaben, die uns besonders fordern. Mit seinen hocheffizienten Techniken kann man sein eigenes Leben in die Hand nehmen und endlich angehen, wovor man zuvor Angst hatte oder was einen bisher belastete.


Mein Eindruck:

Früher brachte ich Hypnose immer mit Veranstaltungen in Verbindung bei denen Leute dazu gebracht werden Dinge zu tun, lustige Dinge hauptsächlich, die sie nie sonst niemals tun würden. Die Zuschauer haben was zu lachen und der zur Hypnose “Auserwählte” kann sich danach an nichts mehr erinnern. Mittlerweile bin ich in meinem Wissen schon etwas weiter und weis, dass man Hypnose vor allem für therapeutische Zwecke einsetzt. Gerade in der heutigen Zeit ist es doch so, dass fast jeder Mensch mal einen Schub bekommt, indem ihm Ängste oder Stress oder was weis ich zu schaffen machen. Ich klopfe mir in Situationen die mir Stress oder Angst verursachen auf das Brustbein. Jetzt bin ich auf Jan Beckers Hörbuch über Selbsthypnose gestolpert und finde es richtig klasse!

Ohne Erwartungen habe ich mich auf dieses Experiment eingelassen. Denn das war es für mich – ein Experiment. Schon seine Stimme allein hat mich fasziniert zuhören lassen. Er spricht in einer so angenehmen beruhigenden Tonlage, dass man gar nicht anders kann als zuhören und mitmachen. Die Übungen sind ganz einfach. Herr Becker gibt für die verschiedensten Lebenssituationen Tipps und erklärt die entsprechende Selbsthypnose dafür. Egal ob es kalte Hände sind – mein größtes Problem zum Beispiel, oder Ängste, Stress, Liebeskummer,  Abgeschlagenheit, Antriebslosigkeit und vieles mehr, Herr Becker hat die passende Übung zur Selbsthypnose. Die Übungen sind für den Alltag, im Beruf/Schule und beim Sport gleichermaßen einsetzbar. Herr Becker bringt einen mit seinen Techniken in eine angenehme Entspannung, gibt Tipps für die gezielte Fragestellung zu dem Problem, gegen welches man durch die Selbsthypnose angehen möchte und wie man diese gewinnbringend in den verschiedensten Lebenslagen einsetzt.

Mein Fazit:

Mein Problem war, dass ich Hörbücher gerne beim Autofahren laufen habe. Dieses Hörbuch ist dazu definitiv nicht geeignet! Auch wenn ich nur mal reinhören wollte, schaffte es der Autor mich durch seine Stimme tiefenentspannt zu machen. Keine Sorge, nichts passiert! Die restlichen Kapitel ging ich dann ganz entspannt zu Hause zusammen mit dem Autor durch und bin absolut begeistert! Absolut zu empfehlen!


Von mir gibt es für das Hörbuch Red roseRed roseRed roseRed roseRed rose von Red roseRed roseRed roseRed roseRed rose.

Herzlichen Dank an Random House Audio für dieses persönliche Hörexemplar!

Rezension: James Rayburn-Sie werden dich finden

9783608503784

James Rayburn – Sie werden dich finden

Thriller

399 Seiten

Preis: € 14,95

Buchinfo Verlagsseite


Verlagstext:
Früher tötete sie für ihr Land, heute tötet sie für ihre Tochter.

Eine Frau allein im Kampf gegen die CIA: Kate Swift musste zusammen mit ihrer Tochter untertauchen, nachdem ihr Mann von ihrem ehemaligen Chef bei der CIA ermordet wurde und Kate den Fall aufdeckte. Als die ehemalige Profikillerin einen Amoklauf verhindert, lenkt sie die Aufmerksamkeit wieder auf sich. Kate und ihre Tochter fliehen in das vermeintliche Paradies Thailand, wo sie auf die Hilfe eines früheren Mentors hoffen. Der jedoch entpuppt sich als eine versoffene Enttäuschung. Ein zufälliger Flugzeugabsturz könnte zum perfekten Täuschungsmanöver werden. Doch Kates Gegenspieler haben nur ein Ziel: Kate Swift erwischen – tot oder lebendig. Religiös motivierter Terrorismus, übermächtige Geheimdienste und globale Überwachung – Hochspannung garantiert!


Mein Eindruck:

Machtkämpfe und Intrigen, und eine junge Mutter, die darum kämpft wieder ein normales Leben leben zu können. Für sich und für ihre Tochter. Das ist die Handlung in wenigen Worten zusammengefasst. Eigentlich ein recht spannendes Thema also.

Spionage und Geheimagenten sind an und für sich doch immer für spannende Unterhaltung gut. Auch dieser Thriller begann spannend. Die Handlung bot einen guten Einblick in die korrupte Welt der Politik und Spionage. Und der Hauptteil war noch dazu bildhaft in einem Land angesiedelt, wo andere Urlaub machen. Die Abwechselnden perspektiven, der verschiedenen Charaktere waren interessant. Man kann sich schon gut vorstellen, wie man in solchen Organisationen vorgeht, wie korrupt und verlogen so manche Person ist nur um möglichst das Beste herauszuholen. Das fand ich schon sehr gut und realistisch dargestellt.

Das Cover zeigt eine trügerische Idylle und das ist es auch, denn auch im Paradies lauern die Gefahren.

Mein Fazit:

Ein guter und solider Roman, der einiges an Spannung und Abwechslungsreiche Szenarien bietet. Richtig vom Hocker gerissen und atemlos hinterlassen hat mich der Thriller allerdings nicht.


Von mir gibt es für das Buch Red roseRed roseRed rose von Red roseRed roseRed roseRed roseRed rose.

Herzlichen Dank an den Klett-Cotta Verlag und Vorablesen!