Hörbuchrezension: Ingo Siegner–Der kleine Drache Kokosnuss bei den wilden Tieren

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Ingo Siegner – Der kleine Drache Kokosnuss bei den wilden Tieren

Gelesen von Philipp Schepmann

Inszenierte Lesung mit Musik

1 CD ; Laufzeit ca. 48 min.

Preis: € 8,99 [D] | € 10,10 [A] | CHF 13,50

Buchinfo Verlagstext


Verlagstext:

Feuerdrache Kokosnuss und Fressdrache Oskar vermissen ihre Freundin Matilda sehr! Das Stachelschwein ist wegen eines Schüleraustauschs nach Afrika gereist. In einem Brief berichtet sie, dass sie, kurz vor ihrer Rückkehr auf die Dracheninsel, noch alle großen Tiere Afrikas interviewen will. Auweia, denken Kokosnuss und Oskar, das könnte gefährlich werden, so ganz allein Löwe, Nashorn, Büffel & Co. zu begegnen. Da fackeln die beiden nicht lang und reisen nach Afrika, um ihrer Freundin beizustehen …


Mein Eindruck:

Der kleine Drache Kokosnuss begeistert immer wieder Groß und Klein mit seinen Abenteuern. “….bei den wilden Tieren” ist bereits das 25. Feuerdrachen-Abenteuer.

Mit netter musikalischer Untermalung, begibt man sich mit dem Drachen Kokosnuss, dem Stachelschwein Oskar und dem Austauschschüler, Affe Jojo, ins ferne Afrika um Matilda vor den Gefahren des Urwalds zu beschützen. In der Wildnis angekommen lauern natürlich so manche Bedrohungen. Dort ist einmal der König der Tiere, der Löwe und die großen Elefanten. Als ein Hilferuf ihrer Freundin Matilda aus dem tiefsten Urwald zu hören ist, machen sich die drei Abenteurer gleich auf um sie zu retten und kommen selber in ärgste Schwierigkeiten. Doch der Kleine Drache Kokosnuss wäre nicht der Kleine Drache Kokosnuss, wenn es ihm nicht gelänge sich und seine Freunde aus so mancher brenzligen Situation zu befreien.

Philipp Schepmann versteht es, jedem Wesen seinen eigenen Tonfall in der Stimme zu verpassen und verschafft den einzelnen Abschnitten mitunter eine sehr spannungsgeladene Atmosphäre. Mitunter erscheint sie für kleine Kinder fast zu gruselig. Aber dem Autor ist es natürlich auch diesmal wieder gelungen, für eine schwierige Situation eine einleuchtende Erklärung parat zu haben und einen guten Ausgang der Geschichte zu finden!

Mein Fazit:

Der Kleine Drache Kokosnuss bei den wilden Tieren ist ein spannendes Hörerlebnis für die ganze Familie!


Von mir bekommt das Hörbuch Red roseRed roseRed roseRed roseRed rose von Red roseRed roseRed roseRed roseRed rose.

Herzlichen Dank an cbj audio und lb-logo!

Win, win, win–Auslosung

So, dass Gewinnspiel ist zu Ende und ich schreibe auch nicht lange um den heißen Brei!

Die Gewinner sind:

  • Bine (nibeline70) – Lostopf 1
  • Bücherleser – Lostopf 2

Herzlichen Glückwunsch an euch zwei! Bitte checkt euer email-Fach!

Ausgewählt wurde mit Hilfe von Superanton.de, dem Tool für die einfache Gewinnauslosung!

Eine erdbeerige Geburtstagstorte

Heute ist ja der Geburtstag meiner Mama. Wer bei meinem Gewinnspiel “Win, win, win” mitmacht, hat das vielleicht ja bereits gelesen. Das Gewinnspiel läuft übrigens bis heute Mitternacht. Wer noch auf der Suche nach Lesestoff ist, sollte also sich also schnell noch hier anmelden!

Meine Mama feiert also heute offiziell ihren Geburtstag. Sie wird 80 Jahre jung. Jung bewusst, denn sie sieht nicht nur 10 Jahre jünger aus, sie fühlt sich auch viel jünger als 80. Schön oder? Wünsch ich mir auch in dem Alter!

Gestern kam die ganze Familie dann schon zusammen, und wir hatten einen schönen Kaffee und Kuchen Sonntag. Und ich hab auch wieder mal meine Backkünste spielen lassen. Ich mag Torten gerne fruchtig frisch. Und da es zur Zeit noch die letzten heimischen fruchtigen Erdbeeren zu kaufen gab, war die Wahl der Geschmacksrichtung auch gleich erledigt.

Die Torte ist super einfach zu machen und man muss kein großer Tortenkünstler dafür sein, sieht aber trotzdem klasse aus!

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Zutaten:

für den Tortenboden:

  • 50 g Zartbitterschokolade
  • 50 ml Milch
  • 125 g weiche Butter
  • 125 g Zucker
  • 1 EL selbstgemachten Vanillezucker (alternativ 1 Pkg. Vanillezucker)
  • 1 Prise Salz
  • 2 Eier Gr. M
  • 175 g Dinkelmehl
  • 1 leicht gehäuften TL Weinsteinbackpulver

für den Belag:

  • 2 EL Erdbeerkonfitüre
  • 750 g Erdbeeren
  • 2 Pkg Qimiq natur
  • 250 g Magertopfen
  • 250 ml Sahne
  • 1 EL selbstgemachten Vanillezucker (alternativ 1 Pkg Vanillezucker)
  • 80 g Staubzucker
  • Schale und 1 EL Saft von einer unbehandelten Limette
  • 50 g Zartbitterschokolade
Zubereitung:
  1. Ofen auf 150 ° Umluft vorheizen.
  2. Milch erwärmen und die 50 g Zartbitterschokolade darin schmelzen und abkühlen lassen.
  3. Butter, Zucker, Vanillezucker und Salz cremig aufschlagen.
  4. Eier nach und nach unter die Buttercreme rühren.
  5. Mehl mit Backpulver mischen und abwechselnd mit der ausgekühlten Schokomilch unter die Butter-Eiermasse rühren.
  6. Teig in eine gefettete Springform füllen und ca. 30 min. backen.
  7. Den fertigen Tortenboden komplett auskühlen lassen.
  8. Für den Belag die Erdbeeren waschen, putzen und halbieren.
  9. Die Sahne steif aufschlagen und kühl stellen.
  10. Das ungekühlte Qimiq in einer Schüssel glatt rühren.
  11. Den Magertopfen, Vanillezucker, Staubzucker, Limettensaft und –zeste unter die Qimiqcreme rühren.
  12. Die gekühlte Sahne ebenfalls unter die Creme rühren.
  13. Einen Tortenring um den Tortenboden legen und den Rand mit Erdbeerhälften so belegen, dass die Schnittfläche nach außen stehen.
  14. Einige Erdbeerhälften für die Dekoration beiseite stellen, die restlichen Fruchthälften auf dem Tortenboden verteilen.
  15. Die Creme über die Erdbeeren gießen und glatt streichen.
  16. Die restlichen Erdbeeren auf der Torte verteilen. Sollte die Creme noch sehr flüssig sein, etwas warten bis sie angezogen hat.
  17. Die Torte im Kühlschrank mindestens 2 – 3 Stunden stellen, damit die Creme schön schnittfest wird.
  18. Für die Schokoröllchen die 50 g Zartbitterschokolade schmelzen und zwischen zwei Lagen Backpapier mit einer Teigrolle ausrollen.
  19. Backpapier fest zu einer Rolle aufrollen und für ca. 1 Stunde in den Gefrierschrank legen.
  20. Dann die Rolle entrollen, so entsteht der Schokobruch.
  21. Die Schokostückchen auf der Torte verteilen und genießen!

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Rezension: Abir Mukherjee-Ein angesehener Mann

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Abir Mukherjee – Ein angesehener Mann

Roman

511 Seiten

Preis: € 9,99 [D] | € 10,30 [A] | CHF 13,90

Buchinfo Verlagsseite


Verlagstext:
Mord im Schatten der Paläste

Kalkutta 1919 – die Luft steht in den Straßen einer Stadt, die im Chaos der Kolonialisierung zu versinken droht. Die Bevölkerung ist zerrissen zwischen alten Traditionen und der neuen Ordnung der britischen Besatzung.
Aus dem Ersten Weltkrieg zurückgekehrt, findet sich Captain Sam Wyndham als Ermittler in diesem Moloch aus tropischer Hitze, Schlamm und bröckelnden Kolonialbauten wieder. Doch er hat kaum Gelegenheit, sich an seine neue Umgebung zu gewöhnen. Denn ein Mordfall hält die ganze Stadt in Atem. Seine Nachforschungen führen ihn in die opiumgetränkte Unterwelt Kalkuttas – und immer wieder an den Rand des Gesetzes.


Mein Eindruck

Captain Sam Wyndham ist, wie so viele Männer, gebrochen von den Grauen des Krieges. Von seinen früheren Freunden hat niemand überlebt und auch seine Frau ist gestorben. Als ihm sein ehemaliger Kommandant eine Stelle in Kalkutta anbietet, ist das für ihn eine Art Rettung. Nur wenige Tage nach seinem Amtsantritt in der indischen Metropole, muss er einen grausamen Mord aufklären. Das Mordopfer ist ein hoher britischer Beamter und so gehen die Wogen hoch, denn die indische Bevölkerung giert nach Unabhängigkeit und stellt sich immer mehr gegen die Briten. Die zivilen Kolonisten sind durch den Mord aufgeschreckt und fürchten sich alsdann auch vor den “aufsässigen” Indern. Für den Captain ist es nicht leicht auszumachen in welche Richtung er ermitteln soll. Einerseits sind dort die Revolutionäre, andererseits das britische Militär, welches seine eigenen Interessen verfolgt.

Dem Autor ist mit seinem Debüt ein kontrastreicher Roman gelungen. Im Fokus steht ganz klar der Mordfall, dessen Hergang und Auflösung dem Leser über lange Zeit geschickt verborgen bleibt. Neben diesem Hauptakt erhält man aber auch einen guten Einblick in die Gesellschaft der damaligen Zeit. Während Wyndham als weltoffener Mensch erscheint und jedem Bewohner der Stadt gleich freundlich gegenübertritt, egal ob Weißer oder Inder, so klar sind die gesellschaftlichen Unterschiede in den anderen Charakteren zu erkennen. Die Überheblichkeit der Kolonisten, die meist durch Billigarbeitskräfte zu Reichtum kamen und dem gegenüber steht die arme heimische Bevölkerung, deren gehorsam von den Machthabern mit allen Mitteln eingetrieben werden will, bieten einen guten Blick auf die Situation der Inder während das Empire das Land regierte. Neben diesen menschlichen Gehabe, kann man sich aber auch das Kalkutta Anfang des 20. Jahrhunderts sehr bildlich vorstellen. Für eine noch bessere Orientierung sorgt eine Karte auf der Innenseite der Klappenbroschur.

Am Ausdrucksstärksten fand ich aber dann doch Captain Sam Wyndham. Sein Kriegstrauma, das er mit Opium u bewältigen versucht und die damit verbundenen Drogenräusche erlebt man sehr real. Trotzdem, oder gerade deswegen, empfand ich ihn als sehr ehrlichen und sympathischen Charakter. Sein Humor ist trocken und seine philosophischen Gedankengänge über Land, Leute und die britische Herrschaft sorgen für eine gute Portion Spaßfaktor.

Abir Mukherjee ist Brite mit indischen Wurzeln dessen Eltern in den sechziger Jahren aus Kalkutta nach England auswanderten. Durch diese familiäre Verbindung nach Indien, ist ihm ein wie ich finde, gut nachvollziehbare Einsicht in die damalige Zeit und auch eine glaubwürdige Handlung gelungen.

Mein Fazit:

Abir Mukherjee ist in seinem 1. Fall mit Captain Sam Wyndham ein guter Kriminalroman gelungen. Historische Hintergründe und koloniale Prachtbauten versetzten einen ganz leicht auf den Indischen Subkontinent während der Britischen Großmacht.


Von mir bekommt der Roman Red roseRed roseRed roseRed rose von Red roseRed roseRed roseRed roseRed rose.

Herzlichen Dank an Heyne für dieses persönliche Leseexemplar!


An dieser Stelle möchte ich noch auf mein Bloggewinnspiel aufmerksam machen. Noch bis einschließlich 31.07.2017 habt ihr Zeit euch hier einzutragen!



Rezension: Antonin Varenne-Die Treibjagt

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Antonin Varenne – Die Treibjagt

Roman

301 Seiten

Preis: € 10,00 [D] / 10,30 [A] / 13,90 [sFr]

Buchinfo Verlagsseite


Verlagstext:

Zwei rivalisierende Familien kämpfen seit Generationen um die Herrschaft über ein gottverlassenes Nest im Massif Central. Die Courbiers und die Messenets führen ihre Provinzimperien mit harter Hand und unter rücksichtsloser Ausbeutung von Mensch und Natur. Rémi Parrot, der seit seiner Jugend entstellte Revierjäger, kämpft als einsamer Cowboy gegen die verkrusteten Clanstrukturen und um die Liebe der schönen Michèle Messenet. Als er einem Umweltskandal auf der Spur ist, beginnt eine mörderische Treibjagd durch düstere Wälder und unterirdische Tunnelsysteme. Fein gesponnener, archaischer Thriller um Schuld und Sühne vor der grandiosen Kulisse einer einstmals erhabenen Landschaft.


Mein Eindruck:.

Schon das Cover lässt einen recht düsteren Thriller hinter der Geschichte vermuten. Und das ist er dann auch, voller Hass und Rivalität, einem Umweltskandal, tiefe Freundschaft und einer verzweifelten Liebe.

Das Massif Central mit seinen tiefen Schluchten, ausgedehnten Wäldern und Hochplatteaus ist Schauplatz dieses düsteren, psychologisch bestechenden Thrillers. Rémi Parrot, der Revierjäger, ist in dieser Gegend aufgewachsen. Schon als Kind galten er und seine Familie bei den machtbesessenen Courbiers und Messenets als unerwünschtes Pack. Sie versuchten alles um die Parrots von ihrem Land zu vertreiben. Besonders die Beziehung zwischen Rémi und Michèle als Teenager, war der Familie Messenet ein Dorn im Auge. Als Rémi nach einem schweren Unfall war, erhofften sich die beiden Clans, dass die Parrots nun endlich verschwinden würden. Zwanzig Jahre später, baut sich Rémi ein Blockhaus im Wald und Michèle kehr in die Heimat zurück. Wieder tun die Messents und die Corubiers alles um die Beiden voneinander fern zu halten. Als der junge Förster Phillip nach einem Streit mit den Clanchefs nicht mehr auftaucht, beginnt eine verzweifelte Suche. Dies ist der Auslöser tragischer Ereignisse und unfassbarer Entdeckungen, in dessen Mitte sich die Messenets, Courbiers und auch Rémi, seine Freunde und Michèle befinden.

Der Thriller punktet vor allem durch seine psychologisch gut durchdachten Charaktere und tiefsinnigen Handlungsstränge. Der Aufbau der Geschichte ist interessant, aber auch gewöhnungsbedürftig. Besonders am Beginn tat ich mich nicht ganz leicht einzuschätzen in welcher Phase der Handlung ich mich gerade befinde. Die Kapitel wechseln ihre Perspektiven vom hier und jetzt zu Vorkommnissen in jüngerer Vergangenheit.

Mein Fazit:

Ein düsterer Thriller, der menschliche Abgründe behandelt und lange nachwirkt.


Der Thriller bekommt von mir Red roseRed roseRed roseRed roseRed rose von Red roseRed roseRed roseRed roseRed rose.

Herzlichen Dank an den Penguin Verlag für das persönliche Leseexemplar!


Zum Schluss noch der Hinweis auf mein Gewinnspiel, welches noch bis einschließlich 31.7.2017 läuft. Den Beitrag dazu findet ihr hier!



Win, win, win

Es ist wieder einmal Zeit für ein Gewinnspiel! Lang ist’s her, seit meiner letzten Buchverlosung. Seit dem hat sich einiges angesammelt und nun brauch ich wieder Platz. Ich selber feiere zwar keinen runden Geburtstag dieser Tage, doch meine Mama. Also dürft auch ihr mitfeiern!

Zu gewinnen gibt es gleich zwei Medienpakete. Einmal in Form von Büchern und einmal in Hörbuchform. Ihr könnt euch für einen Lostopf entscheiden, oder in beide hüpfen. Gewinnen könnt ihr aber nur einmal! Damit es für auch ein bisschen spannend ist, verrate ich nicht um welche Bücher und Hörbücher es sich handelt. Aber ich hab euch zwei Fotos dazu geschossen:

Lostopf 1

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Lostopf 2

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Ja tut mir leid, irgendwie sind die Titel etwas verschwommen Winking smile. Aber wie heißt es so schön: “Wer nicht wagt, der nicht gewinnt!”.

Soviel verrate ich gerne noch: Die Bücher bzw. Hörbücher hab ich alle auf meinem Blog besprochen. Die meisten sind aus diesem Jahr. Vom Genre her ist alles Bunt gemischt!

Nun, was müsst ihr dafür tun um zu gewinnen:

  1. Ein Kommentar mit Lostopf 1 oder Lostopf 2 oder egal abgeben.
  2. Eine gültige email-Adresse hinterlegen, damit ich euch verständigen kann – sonst kommt ihr leider nicht in den Lostopf!
  3. Im Falle eines Gewinnes meldet ihr euch bitte binnen zwei Tagen zwecks Adresse!

Und zum Schluss noch das übliche zu meinen Blog-Gewinnspielen:

  • Mitmachen kann jeder/jede ab 18. Jahren mit einer gültigen Postadresse in Österreich oder Deutschland! Dies ist ein privates Gewinnspiel! Es besteht kein Recht auf Barablöse! Sollte der Gewinn auf dem Postweg  verloren gehen oder nicht ankommen, besteht kein Recht auf Ersatz des Gewinns! Das Gewinnspiel Endet am 31.07. um 24.00 Uhr!

Gerne dürft ihr das Gewinnspiel weiterempfehlen, weiterverraten, darüber bloggen, oder es auch nur für euch geheim halten!

Rezension: Amy Hatvany-Das Licht zwischen den Wolken

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Amy Hatvany – Das Licht zwischen den Wolken

Roman

510 Seiten

Preis: € 19,99 [D] | 20,60 [A] | CHF 26,90

Buchinfo Verlagsseite


Verlagstext:
Manchmal nimmt die Welt einem alles. Doch die Liebe einer Mutter überwindet jedes Hindernis.

Natalie ist fünfunddreißig, als sie erfährt, dass sie eine Schwester hat. Während sie selbst bei liebenden Adoptiveltern aufwuchs, wurde die damals vierjährige Brooke von einer Pflegefamilie zur nächsten gereicht und konnte nie verstehen, warum man sie von ihrer kleinen Schwester getrennt hatte. Doch es gibt eine Frage, auf die keine der beiden je eine Antwort erhalten hat: Warum hat ihre Mutter sie weggegeben? Gemeinsam machen sie sich auf die Suche, ohne zu ahnen, dass die Wahrheit ihr Leben für immer verändern wird.


Mein Eindruck:

Mein erstes Buch der Autorin. Mich hat besonders die Thematik in der Geschichte angesprochen und interessiert. Seine Kinder wegzugeben ist oft ja ein letzter Ausweg für eine Mutter, aus welchen Gründen auch immer. Oft ist es wohl so, dass es den Kindern dann wirklich besser geht, es ihnen an nichts fehlt, sie in eine neue Familie adoptiert werden. Doch wie ergeht es Kindern, besonders Geschwister, die nicht zusammen bleiben dürfen, die nicht zusammen in ein neues Umfeld kommen, zusammen Groß werden können? Amy Hatvany hat daraus eine gute Geschichte gedreht, die mich manchmal emotional sehr stark berührt hat, die mich am Ende dann doch etwas Ratlos zurück ließ.

Die Geschichte oder viel mehr das Drama um Jennifer, Brooke und Natalie wird in abwechselnden Handlungssträngen erzählt. Am Anfang steht immer der Name der Person, welche gerade im Zentrum der Erzählung steht. Jennifer kommt man auf diesen Seiten besonders nahe, da ihr Part in der ich-Form erzählt wird. Dadurch hat man besonders zu ihrer Person eine feste Bindung.

Jennifer ist eigentlich eine liebende Mutter. Leider hat sie in ihrem Leben einige Entscheidungen getroffen, die für ihr Dilemma eine gewichtige Rolle spielen. Auch ihre eigene Mutter trifft in gewisser Weise eine Schuld. Auf jeden Fall sitzt Jennifer mit ihren beiden Mädels auf der Straße. Es ist nicht immer leicht für Brooke und Natalie essbares aufzutreiben. Manchmal erbettelt sie etwas Geld oder Lebensmittel. Manchmal muss sie aber auch stehlen um die Mädels nicht verhungern zu lassen. Bei einer ihrer “Einkaufstouren” wird Jennifer dann erwischt. Die Mädchen kommen in staatliche Obhut und Jennifer muss ins Gefängnis, da es nicht ihr erstes Delikt ist. Aus Verzweiflung und um ihren Töchtern ein besseres Leben zu ermöglichen, willigt Jennifer schließlich ein und gibt die Beiden zur Adoption frei. Sie war davon überzeugt, dass die Mädchen nicht getrennt werden und zusammen aufwachsen würden. Die junge Frau verzweifelt an dieser Entscheidung schier, möchte am Liebsten sterben. Dieser Teil war schon sehr dramatisch zu lesen und sie tat mir von herzen leid. Dieser Teil der Geschichte spielt in einer Zeit, in der das Jugendamt noch anders agiert hat, als es wohl heute der Fall sein würde. Sicher bin ich mir da natürlich nicht. In jedem Fall fand ich es sehr dramatisch, besonders da Jennifer ihre Kinder nie mehr wieder sehen durfte, weil sie alle Rechte an ihnen abgegeben hat.

Über Brooke und Natalie erfährt man auch, wie es ihnen ergangen ist. Besonders Brooke hat es schwer getroffen. Sie wurde nicht adoptiert, wurde von einer Pflegefamilie zur nächsten gereicht und musste schließlich im Kinderheim bleiben. Das hat mich echt schockiert. Vor allem, dass da von Seiten des Staates nie versucht wurde, sie wieder mit ihrer Mutter zusammen zu bringen. Ihre Betreuerin wusste, wie das Mädchen an ihrer Mutter hing und wie verzweifelt sie Tag für Tag, Monat für Monat auf die Rückkehr ihrer Mutter gehofft hatte. Das war echt schlimm und zeigt auch, dass auch der Staat nicht immer alles richtig macht. Vielleicht lag es aber wirklich an der Zeit. Doch auch nachdem das Mädchen erwachsen war, hatte es kein Anrecht auf Einblick ihrer Akte. Da blieb alles fest verschlossen. Auch über den Verbleib der Schwester konnte sie nichts in Erfahrung bringen. Dass aus Brooke eine verschlossene Erwachsene wurde, war keine Überraschung. Wird man von einer Familie in die nächste Abgeschoben und bekommt man keinen Rückhalt wenn es mal schwierig wird, ist das wohl ein Charakterzug der zum eigenen Schutz dient.

Natalie hat es gut getroffen. Sie wurde in eine liebevolle Familie adoptiert. Sie hat aber auch erst als Teenager erfahren, dass ihre Eltern ihre leiblichen Eltern sind. Besonders die Mutter wollte mit allen Mitteln verhindern, dass Natalie davon erfährt.  Am Schlimmsten war natürlich dann, dass Natalie zu dieser Zeit aber nicht erfuhr, dass sie noch eine ältere Schwester hat. Die Gründe für dieses Verschweigen liefert die Geschichte natürlich, sie machen mir die Adoptivmutter nicht wirklich sympathisch und ich konnte und kann dieses Vorgehen nicht verstehen. Dient zum Dramaeffekt der Geschichte und hat definitiv gewirkt.

Eigentlich ist “Das Licht zwischen den Wolken” eine recht runde Sache. Der Schreibstil ist gut, die Charaktere passen zur Geschichte und die Schicksale aller drei Protagonisten gehen einem doch recht nahe. Mit dem Ende kann ich mich leider nicht recht anfreunden. Natürlich ist mir klar, dass es in Familiensachen nicht immer ein happy End geben kann. Doch Jennifer wirkte auf mich immer als so verzweifelt wenn es um ihre Mädels ging, mit den Jahren wirkte sie sogar gewachsen an dem Drama. Die Autorin hatte aber ein anderes Ende für die Drei geplant, was natürlich ok ist, andererseits aber wieder Fragen offen ließ.

Mein Fazit:

Ein gut geschriebenes Familiendrama das zu Herzen geht, mit einigen Längen in den Erzählsträngen und einem Ende das mir persönlich dann doch nicht so recht zusagen will. Ich verlange kein Happy End, doch dieses Ende lässt dann doch wieder zu viele Fragen offen, vor allem wirft es auf Jennifer an sich ein schlechtes Licht und als grundschlechte Person oder unfähige Mutter hätte ich sie so nie in der Geschichte gesehen, dass die Autorin ein solches Ende wählen musste.


Von mir gibt es für diesen emotionalen Roman Red roseRed roseRed roseRed rose von Red roseRed roseRed roseRed roseRed rose.

Herzlichen Dank an Blanvalet für dieses persönliche Leseexemplar!