Rezension: Nora Elias–Antonias Tochter


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Nora Elias – Antonias Tochter

Roman

448 Seiten

Preis: € 10,00 [D] | € 10,30 [A] | CHF 13,90

Buchinfo Verlagsseite


Verlagstext:

Köln 1945: Kurz vor Kriegsende flieht Antonia von Brelow von ihrem Landgut in Preußen ins einstmals prachtvolle Stadthaus der Familie in Köln. Um Geld zu verdienen, sieht sie sich gezwungen, Zimmer des Hauses zu vermieten. So bildet sie schließlich eine Gemeinschaft mit der Tänzerin Elisabeth, der Krankenschwester Katharina, dem Arzt Georg und ihrem intriganten Schwager Richard. Alle Bewohner des Hauses haben eine Vergangenheit, von der sie niemandem erzählen. Doch das größte Geheimnis hütet Antonia selbst: die Identität des Vaters ihrer kleinen Tochter Marie. Gemeinsam mit Georg, zu dem sie sich immer stärker hingezogen fühlt, tritt Antonia schließlich eine Reise zum dunkelsten Punkt in ihrem Leben an …


Mein Eindruck:

Antonias Tochter erzählt die Geschichte von 5 Menschen unterschiedlicher Herkunft. Jeder auf unterschiedliche Art gezeichnet von den Kriegsjahren, versuchen sie irgendwie zu überleben.

Geflüchtet aus Preußen kehrt Antonia in die Stadtvilla ihres verschollenen Mannes zurück, nur um festzustellen, dass sich dort ihr Schwager Richard breit gemacht hat. Zusammen mit seiner Mutter tut er alles um Antonia das Leben noch schwerer zu machen, als es schon ist. Ein Grund dafür ist Marie, Antonias Tochter. Um sich etwas dazu zu verdienen vermietet Antonia die freien Zimmer. Zu der ungewöhnlichen Wohngemeinschaft gehören bald neben Antonia, Marie und Richard auch Katharina, Georg und Elisabeth. Katharina ist Krankenschwester und ebenfalls, wie Antonia und Richard, aus adeligem Haus. Georg ist Arzt und sucht in Köln nach seiner Vergangenheit. Und Elisabeth ist einem britischen Soldaten in die Stadt gefolgt und sucht hier ihr Glück. Alle 5 hüten Geheimnisse, welche im Laufe der Geschichte aufgedeckt werden, manches tragisch, manches erschütternd, das ein oder andere aber auch eher banal. 

Die menschlichen Entbehrungen und Geschehnisse schildern auf bedrückende Weise wie es der Stadtbevölkerung nach dem Krieg erging. Hunger, Krankheit und Tod sind an der Tagesordnung. Dabei geht es den fünf Protagonisten noch recht gut, haben sie doch ein Dach über dem Kopf und Leben in einem Haus, das nicht zerbombt wurde. Schrecklich zu lesen und ein bedrückendes Gefühl hat man trotzdem, sind die Darstellungen doch recht detailliert und bildlich beschrieben. Die Entbehrungen, welche die Menschen in jener Zeit zu meistern hatten und mit allen Mitteln versuchten am Leben festzuhalten. Die Ereignisse in der Villa Brelow konnte man sich auch gut vorstellen. Es war nicht immer alles Ernst. So manche Situation hatte schon auch einen etwas Makaberes an sich. Die einzelnen Personen waren gut auf die Handlung abgestimmt, auch wenn dieses Leben bestimmt noch um einiges leichter verlief, als es zu jener Zeit tatsächlich der Fall gewesen ist.

Mein Fazit:

Eine gute Geschichte, welche die Nachkriegszeit, die Entbehrungen, den Überlebenswillen und den  Wiederaufbau einer zerstörten Stadt  gut miteinander vereint. Freundschaft und Vertrauen, Liebe und Offenheit und die damit verbundenen Verletzungen, sorgen für eine interessante Mischung und am Ende hat man eine gute Geschichte erzählt bekommen.


Von mir bekommt der Roman Red roseRed roseRed roseRed rose von Red roseRed roseRed roseRed roseRed rose.

Herzlichen Dank an den Goldmann Verlag für dieses persönliche Leseexemplar!




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