Rezension: Elly Griffiths–Engelskinder


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Elly Griffiths – Engelskinder

Kriminalroman

379 Seiten

Preis: € 19,95 [D] / 20,60 [A]

Buchinfo Verlagsseite


Verlagstext:

Die Arme auf dem Rücken gefesselt, ein rostiger Eisenhaken statt der linken Hand, so liegt die Tote in ihrem Grab. Als Dr. Ruth Galloway unter dem Gemäuer einer Burg ein Skelett aus viktorianischer Zeit freilegt, glaubt sie, die Gebeine der berüchtigtsten Mörderin von Norfolk gefunden zu haben. Zahlreiche Schauermärchen ranken sich um “Mother Hook”, die Kinder bei sich aufgenommen und dann getötet haben soll. Doch während der Untersuchung der Knochen kommen der forensische Archäologin Zweifel an ihrer Schuld. Zur gleichen Zeit verschwindet ein Kind aus der Nachbarschaft. Offenbar will jemand mit allen Mitteln ein jahrhundertealtes Geheimnis hüten …..


Mein Eindruck:

Dieser Krimi ist der 6. Fall der forensischen Archäologin Ruth Galloway. Man sollte also, so wie ich, schon mal den ein oder anderen Roman der Serie gelesen haben um sich etwas mit den Charakteren auszukennen. Die privaten Verhältnisse untereinander sind manchmal dermaßen verzwickt und liegen schon etwas zurück, dass selbst ich nicht immer den Durchblick, wer mit wem und wann und wo, wahren konnte.

Die Geschichte selber behandelt eigentlich zwei Fälle unabhängig voneinander. Da ist zum Einen “Mother Hook”, die Tote aus längst vergangener Zeit, deren menschliche Überreste Ruth vor der Burgmauer ausgegraben hat. Ihr Chef möchte diesen Fund unbedingt ins Fernsehen bringen und so findet sich Ruth bald mittendrin in Dreharbeiten zu einer “Wahre Kriminalfälle”-Aufzeichnung. Ihr zur Seite steht der amerikanische Historiker Dr. Frank Barker. Als Alleinerziehende Mutter wird dies für sie bald zu einem regelrechten Spießrutenlauf, denn nicht immer hat Ruth eine Babysitterin zur Hand. Auf der anderen Seite ist dort der Tod eines kleinen David zu klären, der Detektiv Nelson und sein Team beschäftigt. Plötzlicher Kindstod oder Mord? Neben der Mutter und dem Vater, erscheint auch das Kindermädchen höchst verdächtig, doch wirklich nachweisen lässt sich die Tat keinen der Verdächtigen. Als plötzlich ein Kleinkind mitten in der Nacht verschwindet, bekommt die ganze Handlung eine Wendung, die man sich nicht erklären kann. Hat das mit den Ermittlungen der Polizei zu tun oder bezieht es sich auf Ruths Fall und die TV-Sendung? Für mich war es unüberblickbar. Was natürlich auch einen gewissen Reiz beim Lesen ausmacht, in dieser Geschichte aber immer mehr für Verwirrung sorgte. Die Auflösung war überraschend aber ganz gut gemacht.

Wie schon oben erwähnt, ist es nicht immer leicht den Durchblick zwischen den Charakteren zu behalten. Ein Großteil der Handlung spielt sich im und um das Privatleben fast jeden einzelnen Protagonisten ab. Das sorgt nicht gerade für einen guten Lesefluss, denn man muss immer mal wieder nachdenken wie die Verhältnisse zu den Personen steht.

Mein Fazit:

Eigentlich mag ich Ruth Galloway und ihre Fälle. Historische Ausgrabungen und damit verbundene Geheimnisse und deren Aufklärung haben einen gewissen Reiz. Diesmal fehlte mir aber der echte Kick. Zuviel privates von zu vielen Personen sorgten bei mir für Verwirrung und mitunter Verständnislosigkeit.


Von mir bekommt der Kriminalroman Red roseRed roseRed rose von Red roseRed roseRed roseRed roseRed rose.

Herzlichen Dank an den Rowohlt Verlag für dieses persönliche Leseexemplar!






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2 Gedanken zu “Rezension: Elly Griffiths–Engelskinder

  1. Ich bin gerade hängengeblieben und musste feststellen, ich habe Totenpfad noch auf dem SuB! Ich wollte immer erst den ersten Teil lesen, um dann zu entscheiden, ob die Reihe für mich was ist, bzw. der Stil der Autorin mir zusagt. Eine Schande ist das! Vielleicht muss ich da doch mal zu greifen….

    • Also den Stil der Autorin finde ich ganz gut. Ich weiß jetzt nicht welcher Teil aus der Serie Totenpfad ist. Ich hab vorher Gezeitengrab gelesen und musst jetzt halt feststellen, dass es zumindest gut war, einen Teil vorher schon gelesen zu haben. Sonst wird’s schwierig den doch sehr ins Detail gehenden privaten Verbindungen der Protagonisten zu folgen 🙂

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