Hörbuchrezension: Paula Hawkins-Into the Water


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Paula Hawkins – Into the Water

Traue keinem. Auch nicht dir selbst.

Gelesen von Britta Steffenhagen, Simon, Jäger und Marie Bierstedt

Gekürzte Lesung

2 mp3-CDs ; Laufzeit 10 h 27 min

Buchinfo Verlagsseite


Verlagstext:
Der neue Spannungsroman von Paula Hawkins nach dem internationalen Nr.-1-Bestseller Girl on the Train.

„Julia, ich bin’s. Du musst mich anrufen. Bitte, Julia. Es ist wichtig …” In den letzten Tagen vor ihrem Tod rief Nel Abbott ihre Schwester an. Julia nahm nicht ab, ignorierte den Hilferuf. Jetzt ist Nel tot. Sie sei gesprungen, heißt es. Julia kehrt nach Beckford zurück, um sich um ihre Nichte zu kümmern. Doch sie hat Angst. Angst vor diesem Ort, an den sie niemals zurückkehren wollte. Vor lang begrabenen Erinnerungen, vor dem alten Haus am Fluss, vor der Gewissheit, dass Nel niemals gesprungen wäre. Und am meisten fürchtet Julia das Wasser und den Ort, den sie Drowning Pool nennen …
Ein Psychothriller voller Abgründe – gelesen von Britta Steffenhagen, Simon Jäger und Marie Bierstedt


Mein Eindruck:

Mit “The Girl on the Train” konnte mich die Autorin total begeistern. Daher freute es mich um so mehr, das ihr aktuelles Buch “Into the Water” auch als Hörbuch erschienen ist und mir vom Bloggerportal freundlicherweise ein Exemplar zur Verfügung gestellt wurde!

Der Einstieg in die Geschichte viel mir dann doch nicht so leicht. Paula Hawkins beginnt ihren Roman in einer Zeit, die schon ganz weit zurück liegt, was, um so länger ich dem Hörbuch lauschte, meines Erachtens nicht nötig gewesen wäre. Auf mich hatte es den Eindruck, nur noch eine zusätzliche Szene in die Handlung einzubauen um dem Buch mehr Fülle zu verpassen. Die Geschichte beinhaltet so schon reichlich Charaktere, dass mir gerade diese zusätzlichen Personen etwas “to much” waren. Auch wenn die Thematik – es ging um den Mittelalterlichen Hexenwahn und den damit verbundenen Gefahren, die im Besonderen Frauen ausgeliefert waren – durchaus interessant war. Die Autorin verband die mittelalterlichen Szenen zwar mit dem “Drowning Pool” und den Frauen, die in dem Wasser vermeintlich Selbstmord begingen, aber mit der eigentlichen Geschichte hatte es ansonsten wenig zu tun.

Nach Nells Tod kehrt Julia also zurück nach “Drowning Pool” in ihr Elternhaus, mit dem sie ganz schlimme Erinnerungen verbindet. Julia hatte es als Teenager nicht leicht, war sie doch so anderes als ihre aufgeschlossene gutaussehende ältere Schwester. Wie so oft spielt das Äußere während dieser jugendlichen Entwicklungsphase, und die damit verbundenen Vorkommnisse, eine entscheidende Rolle für das schlechte Verhältnis zu ihrer Schwester. Nells Tochter begegnet Julia ebenfalls mit Verachtung, ja regelrechtem Hass, denn diese kann nicht verstehen, warum Julia nie auf Nells Anrufe reagiert hat. Julia will sich gegenüber ihrer Nichte nicht äußern und so hält Lena an ihrer Meinung zu ihrer Tante fest. Die Polizei geht indes von einem Selbstmord Nells aus und will nur die Gründe dafür ermitteln. Doch allmählich kommen Zweifel auf und besonders ein Mann rückt in den Fokus der Beamten. Der Bruder von Lenas bester Freundin, die ebenfalls im Wasser des “Drowning Pool” versunken ist, deutet an, dass diese ein unschickliches Verhältnis mit eben diesem älteren Mann gehabt hatte. Doch ist er wirklich der Täter? Allmählich wird ein Stein nach dem anderen umgedreht und man kommt hinter die verschiedensten Geheimnisse der beteiligten Hauptpersonen. Eine Verzweiflungstat jagt die andere. Bis zur Lösung des Falls geschehen noch einige Überraschungen.

Die Charaktere gefielen mir sonst alle ganz gut. Julia und ihr schwieriges Verhältnis zu ihrer verstorbenen Schwester, dessen Ursprung sich ganz klar abzeichnet um dann doch noch Überraschend anders gewesen zu sein, als angenommen – sowohl für Julia als auch dem Zuhörer. War schon sehr gut beschrieben und lässt tief in die menschliche Psyche blicken. Nach und nach wird das Geschehen um Nells Tod aufgedeckt. Welche Abgründe sich in mitunter unbescholtenen angesehenen Menschen auftun. Die Erzählstränge wechseln sich immer wieder mit den verschiedenen Protagonisten ab, was ich eigentlich total gerne mag, dem aber nicht immer leicht zu folgen ist. Durch die drei unterschiedlichen Sprecher pendelte sich das in kurzer Zeit doch recht gut ein und einem gespannten Zuhören stand allmählich nichts mehr im Wege. Bis zum Ende hatte man als Zuhörer/Leser schon einige Ideen zum möglichen Täter, doch im Großen und Ganzen fand ich die Auflösung dann ganz in Ordnung.

Mein Fazit:

Ein sehr spannender Thriller, dem es durch die vielen Charaktere nicht immer leicht zu folgen ist. Die verschiedenen Handlungsstränge wurde aber gut miteinander verbunden und ich konnte mich gut in die Geschichte hineinversetzten!


Von mir bekommt das Hörbuch Red roseRed roseRed roseRed rose von Red roseRed roseRed roseRed roseRed rose.

Herzlichen Dank an Random House Audio für dieses persönliche Hörexemplar!



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