Rezension: Kristina Ohlsson–Schwesterherz


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Kristina Ohlsson – Schwesterherz

Thriller

480 Seiten

Preis: € 14,99 [D] | € 15,50 [A] | CHF 20,50

Buchinfo Verlagsseite


Verlagstext:
Wer war Sara Texas? Kaltblütige Serienmörderin oder unschuldiges Opfer?

Staatsanwalt Martin Benner will Bobby Tell eigentlich schnellstmöglich wieder loswerden: Dieser ungepflegte, nach Zigaretten stinkende Kerl wirkt erst mal wenig vertrauenswürdig. Sein Anliegen ist nicht weniger prekär: Tells Schwester Sara – eine geständige fünffache Mörderin, die sich noch vor der Verfahrenseröffnung das Leben nahm – soll unschuldig gewesen sein, und Benner soll nun posthum einen Freispruch erwirken. Vor Gericht hätte die Beweislage damals nicht mal ausgereicht, um Sara zu verurteilen, doch unbegreiflicherweise legte sie ein umfassendes Geständnis ab und konnte sogar die Verstecke der Tatwaffen präzise benennen. Benners Neugier ist geweckt, und er nimmt das Mandat an …


Meine Meinung:

Endlich was neues von Kristina Ohlsson. Auf diese neue Serie freute ich mich wie blöde und konnte es gar nicht erwarten!

Der Klappentext gibt eigentlich schon einen guten Einblick, was einen als Leser in der Handlung erwartet. Bobby Tell hat Martin Benners Neugier also geweckt und er begibt sich auf Spurensuche. Martin Benner ist übrigens nicht Staatsanwalt, sondern nur Anwalt. Das sei nur mal so erwähnt. Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht von Martin Benner. Er erzählt die Vorkommnisse einem Journalisten. Es ist also schon alles passiert. Der Roman ist in mehrere Teile aufgeteilt und am Anfang steht jeweils ein Dialog zwischen Benner und dem Journalisten. Diese Dialoge machen schon sehr neugierig auf die Handlung und man überlegt schon was sich während Martins Recherchen wohl zugetragen haben könnte.

Leider fand ich die Umsetzung alles andere als Gelungen. Die Handlung hatte spannende Ansätze, konnte mich aber nie wirklich überzeugen oder mit sich reißen. Mein größtes Problem stellte Martin Benner selber dar. Er ist für mich nur ein Trieb gesteuerter Narziss. Ist das  jetzt in Mode bei  Skandinavischen Autoren Ermittler mit besonders sexuellen Leidenschaften oder Vorlieben? Nicht, dass ich etwas gegen eine gute Prise Liebesleben in einem Thriller hätte. Bei dieser Erzählung fand ich es nur nervend.

Eine spannende Herangehensweise waren die Dialoge zwischen Benner und dem Journalisten zu Beginn der jeweiligen Teile. Es wurden Andeutungen gemacht, die einen Nervenkitzel vermuten ließen. Leider empfand ich eben diesen in den jeweiligen Abschnitten  überhaupt nicht oder nur mäßig. Zum Ende hin hatte man viele Informationen, hat aber nicht wirklich etwas erfahren. Kurz und gut  : zum Schluss ist man genau so schlau wie am Beginn, man weiß einfach gar nichts!

Mein Fazit:

Eine grandiose Enttäuschung für mich. Der Thriller kann bei weitem nicht mit den Büchern mithalten, welche die Autorin früher abgeliefert hat. Soll man sich als Leser, durch das nicht gegebene Ende, dann auch noch die Qual antun und den nächsten Band lesen? Diese Entscheidung muss wohl jeder für sich fällen. In der Hoffnung, dass die Autorin danach wieder zu ihren alten Stärken zurückfindet, setzte ich da mal aus!


Von mir bekommt der Thriller gut gemeinte Red roseRed rose von Red roseRed roseRed roseRed roseRed rose.

Herzlichen Dank an Limes für dieses persönliche Leseexemplar!

 

 

 

 

 

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3 Gedanken zu “Rezension: Kristina Ohlsson–Schwesterherz

  1. Hallo.
    Irgendwie beruhigt es mich gerade, dass ich mit meiner Meinung nicht allein dastehe. Für mich war der Thriller das erste Buch der Autorin und meine erste 2-Sterne-Rezension seit langem.
    Gerne habe ich deine Rezension unter meinem Leseeindruck verlinkt 🙂
    Lieben Gruß,
    Steffi

    • Hi Steffi,
      du bist nicht allein, ich kenne noch andere Leute in meinem Umfeld, die ähnlich über das Buch denken. Meine Rezi ist vielleicht etwas brutal, aber ehrlich und spiegelt meine Meinung zu dem Buch.
      Danke fürs verlinken! Lg Angelika

    • Hallo Angelika.
      Ich finde sie gar nicht mal „brutal“. Ehrlich, ja. Aber das erwarte ich auch von Rezensionen. Denn wenn nur das positive hervor gehoben und über den Ret geschwiegen wird, dann hilft es mir als Leser auf der Suche nach neuer Lektüre auch nicht weiter.
      Ich finde du hast sehr genau ausgedrückt, was dich stört und jeder kann für sich selbst entscheiden, ob es nun für ihn einen Grund darstellt, nicht mehr zum Buch zu greifen.
      LG, Steffi

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