Rezension: John Katzenbach–Die Grausamen


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John Katzenbach – Die Grausamen

Thriller

576 Seiten

Preis: € 16,99 [D] / 17,50 [A]

Buchinfo Verlagsseite


Verlagstext:

Der erste Ermittler-Krimi von US-Bestsellerautor John Katzenbach: genial geschrieben, abgründig, packend!
Eigentlich sollte es nur ein kurzer Weg sein. Wie immer. Unzählige Male schon ist die dreizehnjährige Tessa Gibson in dem noblen Vorort, in dem sie lebt, von ihrer besten Freundin nach Hause gelaufen.
Doch in dieser Herbstnacht kommt sie dort nicht an, verschwindet spurlos, wie vom Erdboden verschluckt. Die Stadt ist schockiert, Angst breitet sich aus, Tessas Familie zerbricht – der Fall wird nie aufgeklärt.
Zwanzig Jahre später werden zwei abgehalfterte Ermittler auf den Fall angesetzt. Gabriel („Gabe“) ist Alkoholiker, traumatisiert von einer Familientragödie. Marta, eine ehemalige Drogenfahnderin, hat bei der Verfolgung eines Dealers versehentlich ihren Partner erschossen.
Die beiden stoßen auf eine bislang unentdeckte Spur: Kurz nach Tessas Verschwinden ereigneten sich vier brutale Morde an jungen Männern, und offenbar besteht eine Verbindung zwischen diesen Verbrechen. Bei ihren Nachforschungen wird schnell klar, dass die Polizeiführung keinerlei Interesse an der Wahrheit hat. Wer nachbohrt, spielt mit seinem Leben. Und das gilt nicht zuletzt für Gabe and Marta …


Mein Eindruck:

Wieder einmal ein Buch, welches extrem spannend mit einem Prolog beginnt. Nur eine Unterhaltung, ängstlich, hektisch und das Tempo immer mehr steigend. Mutter und Vater, die auf ihr Kind warten, die Freunde anrufen, wo es den Nachmittag verbracht hat, dann der Notruf und das grausame Wissen, dass das Kind nicht mehr nach Hause kommt.

20 Jahre später werden Marta und Gabriel auf den Fall aufmerksam. Sie wurden von ihrem Chef – der sie früher oder später loswerden möchte, weil diese seine weiße Weste in Hinblick auf die Wahlen beschmutzen könnten – in eine eigens für sie geschaffene Abteilung degradiert. “Cold Case” wühlt in nicht gelösten alten Angelegenheiten. Sie stoßen dabei auf vier ungeklärte Mordfälle ehemaliger Kollegen, deren Aufklärungsrate vorbildlich war. Während einer Befragung hören die Beiden von Tessa und ihrem mysteriösen Verschwinden. Einer der früheren Beamten begeht Selbstmord. Nun ist den Ermittlern klar, dass die vier Morde irgendwie mit Tessas Falls zusammenhängen. Anstatt weiter ermitteln zu dürfen, verbietet ihnen ihr Vorgesetzter jedoch plötzlich in diesen alten Angelegenheiten zu stochern. Doch Gabriel und Marta geben nicht auf. Heimlich machen sie weiter und drehen nach und nach jeden Stein um, bis sie der ganzen Tragödie auf den Grund gehen…..

Vom Stil und von der Aufmachung her fand ich den Thriller richtig gut gemacht. Er ist in mehrere Teile jeweils mit Kapiteln unterteilt. Neben den Hauptermittlungen taucht man später auch in die Geschehnisse vor 20 Jahren ein und erfährt so, was sich damals zugetragen hat. Marta und Gabriel waren mir als Ermittler auch ganz sympathisch. Beide haben ihr Laster zu tragen und wirken dadurch sehr menschlich und authentisch.  Es gab einige Geschehnisse, die ich etwas zu dramatisch und überzogen fand. Besonders mit einem Doppelselbstmord und die Erklärung dafür, war mir am Ende zu unlogisch. Die Auflösung hatte gute Ansätze, wirkte zum Schluss hin aber auch recht überladen mit nicht vorhersehbaren Ereignissen. Diese sollten wohl noch für einen gewissen Thrill sorgen. 

Mein Fazit:

Mein erster Katzenbacher. Die Erwartungen waren groß, hatte ich doch schon viel positives von dem Autor gehört. Für mich war die Story eine recht solider Krimi, der meine Erwartungen weder übertroffen noch erfüllt hat! Die Handlung ist gut, die Ermittler speziell und deren Arbeit glaubhaft. Die Geschichte konnte mich auch in einem gewissen Maße überzeugen, fesseln konnte sie mich allerdings nicht übermäßig.


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Herzlichen Dank an vorablesen-email-logo-a03e9d282488c2fd6bdd27b3b565a678d978b170e1912adc6dba8f2f8277a0dd und an Drömer Knaur für dieses persönliche Leseexemplar!

 

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2 Gedanken zu “Rezension: John Katzenbach–Die Grausamen

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