Rezension: Tracy Chevalier–Der Ruf der Bäume


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Tracy Chevalier – Der Ruf der Bäume

Roman

320 Seiten

Preis: € 19,99 [D] | € 20,60 [A] | CHF 26,90

Buchinfo Verlagsseite

Verlagstext:

Auf der Suche nach einer neuen Heimat – die große Familiensaga von Tracy Chevalier

Amerika, Mitte des 19. Jahrhunderts: Die Goodenoughs träumen von fruchtbarem Ackerland im Westen, bleiben aber mit ihrem Planwagen kläglich im Sumpfland von Ohio stecken. Der verzweifelte Versuch, hier eine Apfelplantage anzulegen, endet tragisch. Fasziniert von Erzählungen über Bäume, die angeblich in den Himmel wachsen, zieht der jüngste Sohn Robert weiter westwärts, bis nach Kalifornien. Doch am Ziel seiner Träume wird er von seiner tragischen Familiengeschichte eingeholt.

Mein Eindruck:

Auf recht ruhige Art und ohne Wild-West-Manier erfährt man, wie hart das Leben für die Pioniere in Amerika war. Im Versuch das Land fruchtbar zu machen und ein möglichst lebenswertes Dasein zu führen tut sich die Familie schwer. Krankheit und Tod ist keine Seltenheit in diesen schweren Zeiten. Für Zuneigung und echte Liebe ist kein Platz, weder zwischen den Eltern noch zu den Kindern. Das Ehepaar verbindet eher eine Art Hassliebe, die sich in Gewalt und ausartenden Wortgefechten widerspiegelt.  Robert, das jüngste Kind, muss irgendwann die Familie verlassen. Briefe, die er an seine Geschwister schreibt, bleiben unbeantwortet. Das ist schon sehr bedrückend zu lesen. Welche Tragödie sich davor in der Familie abgespielt hat, eröffnet sich einem erst später.

Die Charaktere sind gezeichnet von dem harten Leben. Besonders die Mutter hat neben der Härte, die ihr wohl dieses Leben auf erzwungen hat, oftmals auch eine übertriebene Bosheit an sich. Scharfe Wortwechsel, Gemeinheiten, Schläge und Züchtigungen prägen das Familienbild. 

Die Bäume prägen die Geschichte. Apfelbäume und wie man sie veredelt, verstehe ich jetzt in der Theorie und den Duft und Geschmack der Äpfel kann man sich auch sehr gut vorstellen. Für mich besonders schön aber, Roberts Geschichte mit seinen Streifzügen durch die Wälder mit den riesigen Redwood- und Mammutbäumen. Dieses gigantischen Riesen, einfach wunderschön und Ehrfurcht einflößend!

Mein Fazit:

Eine gelungene Mischung aus bedrückender Familiengeschichte, gepaart mit schönen Naturschauplätzen. Sprachlich gut dargestellte Szenarien, in ruhigen Worten zwar, doch durchaus auch aufwühlend, mit einem guten Maß an Hintergrundinformation.

Von mir bekommt “Der Ruf der Bäume” Rote RoseRote RoseRote RoseRote Rose von Rote RoseRote RoseRote RoseRote RoseRote Rose.

Herzlichen Dank an  den Knaus Verlag für das persönliche Leseexemplar!

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3 Gedanken zu “Rezension: Tracy Chevalier–Der Ruf der Bäume

  1. Hey Angelika,
    ich finde es toll, dass dir das Buch gefallen hat! Ich habe auch ein Rezi-Exemplar erhalten und bin schon ganz gespannt, wie es mir denn wohl gefallen wird.
    Ganz liebe Grüße

  2. Pingback: Mel hat gelesen: Der Ruf der Bäume von Tracy Chevalier | Lesezauber

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