Rezension: Berhard Aichner – Totenrausch


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Berhard Aichner – Totenrausch

Thriller

471 Seiten

Preis: € 19,99 [D] | € 20,60 [A] | CHF 26,90

Buchinfo Verlagsseite

Verlagstext:

Das furiose Finale der Totenfrau-Trilogie.

Die Frau, die in das Büro eines Hamburger Zuhälters stürmt, ist verzweifelt. »Ich brauche Pässe für mich und meine zwei Kinder«, sagt sie. Und: »Wenn du mir hilfst, werde ich jemanden für dich töten.« Es wäre nicht das erste Mal …
Brünhilde Blum. International gesuchte Mörderin. Liebevolle Mutter zweier Töchter. Seit Monaten auf der Flucht. In Hamburg will sie zur Ruhe kommen, einen Neuanfang wagen, und fast, so scheint es, gelingt es ihr auch. Ausgestattet mit einer neuen Identität und etwas Geld wohnt sie mit ihren Töchtern in einem wunderschönen Fischerhäuschen an der Elbe und arbeitet als Aushilfe in einem Bestattungsinstitut. Alles ist gut. Bis zu dem Tag, an dem sie für ihr neues Leben bezahlen muss – denn der Mann, dem sie das neue Glück zu verdanken hat, fordert ein, was sie ihm versprochen hat. Sie soll für ihn jemanden töten. Das Problem dabei ist nur, dass es sich um einen Menschen handelt, der ihr sehr ans Herz gewachsen ist …

Mein Eindruck:

Ein grandioses Finale? Puh, echt schwer zu beantworten. Auf Blum hab ich echt sehnsüchtig gewartet! Hab ihr entgegengefiebert und war gespannt welches Abenteuer sich Bernhard Aichner für seine Mörderheldin diesmal einfallen lies. Mit allem hab ich gerechnet, nur damit nicht!

Blum ist zusammen mit ihren  Kindern auf der Flucht. In Hamburg taucht sie mit den beiden unter und versucht dort ein möglichst geordnetes Leben zu führen. Ausgerechnet eine stadtbekannte Zuhältergröße soll ihr dabei helfen. Neue Identitäten und neue Pässe, ein schickes Häuschen und eine gute Schule für die Mädels, dies alles erhält sie von dem Mann aus dem Rotlichtmilieu. Doch der Preis ist hoch, dies muss Blum bald am eigenen Leib erfahren, hat sie ihm doch einen Mord als Tauschhandel vorgeschlagen. Doch mit einem Mord allein gibt sich Egon Schiele nicht zufrieden. Und Blum muss wieder einmal mörderische Entscheidungen fällen …..

Ich mag Blum echt, sie ist mir irgendwie ans Herz gewachsen. Schade fand ich aber,  dass sie nicht aus ihrer Naivität gegenüber Menschen herausgewachsen ist. Sie bringt sich von einer Bredouille in die nächste. Ihre Arglosigkeit geht für mich nicht Konform mit  der knallharten Realität in der sie sich befindet. Trotzdem fand den Thriller jetzt nicht langweilig oder schlecht zu lesen. Der Autor legt ein rasantes Tempo hin, bleibt seinem eigenwilligen Schreib- und Erzählstil treu. Man mag dies oder eben nicht. Wirklich überrascht hat mich  diesmal aber nichts, der Knaller blieb aus. Schade, denn gerade diese überraschenden Wendungen waren es, die mich in den beiden vorangegangen Bänden so fesseln und überzeugen konnten. Am Ende bleiben Fragen, vor allem: ist dies wirklich das Ende? Wer weiß, das Ende erscheint mir jedenfalls offen.

Mein Fazit:

Nicht ganz so fesselnd wie Band 1 und 2. Irgendwie hatte ich mit einem echt gewaltigen Knaller gerechnet, doch der blieb für mich aus. Nichts destotrotz hat mich Blum gut unterhalten, in langer Erinnerung wird sie mir aber diesmal nicht bleiben. Dafür war das Geschehen  zu wenig überraschend und vorhersehbar.

Für Blum vergebe ich diesmal Rote RoseRote RoseRote Rose von Rote RoseRote RoseRote RoseRote RoseRote Rose.

Herzlichen Dank an den btb-Verlag für das persönliche Leseexemplar!

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