Rezension: Anna Snoekstra-Ihr letzter Sommer


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Anna Snoekstra – Ihr letzter Sommer

Thriller

304 Seiten

Preis: € 16,99 [D] / 17,50 [A]

Buchinfo Verlagsseite

Verlagstext:

Mein Name ist Rebecca Winter. Ich wurde entführt.“
Im Sommr 2003 verschwindet die 16-jährige Rebecca Winter spurlos. Elf Jahre später greift die Polizei eine junge Rumtreiberin auf, die behauptet, Rebecca zu sein – und der Gesuchten tatsächlich so täuschend ähnlich sieht, dass deren Familie sie mit offenen Armen aufnimmt. Die vermeintliche verlorene Tochter genießt die ungewohnte Zuwendung und schlüpft mit wachsender Begeisterung in Rebeccas Kleider und Leben. Doch je intensiver sie sich mit ihrer Rolle identifiziert, desto tiefer dringt sie in Rebeccas Gefühlswelt vor. Und kommt der tödlichen Wahrheit um ihr Verschwinden immer näher …

Mein Eindruck:

Ist es wirklich so einfach in die Rolle einer anderen Person zu schlüpfen? Eine Person, die verschwunden ist, die man aber nie kennen gelernt hat? Diese Frage stellte sich mir, nachdem ich den Klappentext gelesen hatte. Es machte mich neugierig. Neugierig auf die Geschichte der echten und der falschen Rebecca Winter. Wie stellt sie das an? Man muss schon sehr gut darin sein, Menschen zu manipulieren um für jemand anderen gehalten zu werden.

Nachdem die junge Herumtreiberin gefasst wurde und von der Polizei zu ihrer Familie zurückgebracht wurde, ist sie tatsächlich von dieser als Rebecca aufgenommen worden. Sie lebt deren Leben. Trägt ihre Kleidung, trifft ihre alten Freunde, sitzt mit der Familie an einem Tisch und nichts wird von deren Seite hinterfragt. Den lästigen Polizisten, der nicht locker lassen will, wird sie nach ein paar Tagen auch los. Ihrem neuen Leben steht nichts mehr ihm Weg. Doch dann bekommt die Presse Wind von ihrer Rückkehr, auch in der Familie scheint nicht alles ganz rund zu laufen. Bald hat sie einen schlimmen Verdacht. Sie will Rebeccas Verschwinden aufdecken, denn das ist sie ihr schuldig. Doch sie will auch überleben …..

Der falschen Rebecca ist es wirklich leicht gefallen, den Menschen etwas vorzumachen. Darin hat sie Erfahrung, das kann sie ganz gut. Mir als Leserin blieb es trotzdem schleierhaft, dass sie so leicht in der Rolle der Rebecca akzeptiert wurde. Was verbergen die Eltern und die Brüder? Da stimmt doch etwas nicht. Alles wirkte recht oberflächlich, keiner aus ihrer Familie oder aus dem nähern Umfeld wollte wirklich genaueres über ihr Verschwinden wissen. Auch der zuständige Polizeibeamter, ließ sich recht schnell vertrösten. Sogar die angeordneten Untersuchungen meisterte sie spielendleicht. Hmhmhm, nicht alles ganz logisch aber ok.

Rebecca lernt man als Leser richtig gut kennen. Ihre Geschichte wird in immer wiederkehrenden Abschnitten erzählt. Sie ist präsent und ich fühlte mich mit ihr sehr verbunden. Ein typischer Teenager, der mit seinen Freunden rumhängt, arbeitet, aber auch in den Tag hinein lebt. Alles ganz harmlos und doch wieder nicht.

Die falsche Rebecca fand ich sehr oberflächlich. Aber das ist sie auch, zumindest wenn sie von ihrem früheren Leben erzählt. Sie bleibt auch bis zum Ende hin Namenlos. Was es auch schwierig macht mit ihr „warm“ zu werden. Für mich war sie nur eine Person, die sich für jemand anders ausgibt, sich wenig um andere schert. Sie erzählt die Geschichte aus ihrer Sicht.  Dadurch hat man als Leser zwar viel Raum für eigene Spekulationen, macht es aber nicht wirklich spannen. Auch blieben die anderen Charaktere dadurch recht durchsichtig.

Der Geschichte selber ist nicht schlecht. Spannend fand ich sie nicht wirklich. Auch psychologisch hat sie nicht wirklich Tiefe. Die Sprache ist locker und die Charaktere ziemlich jugendlich gehalten. Ein einfach zu lesender leichter Roman mit einigen Twist und einem doch überraschenden Ausgang.

Mein Fazit:

Nicht schlecht, aber auch nicht übertrieben überraschend. Einiges war nicht logisch und alles lief zu glatt für die falsche Rebecca, als dass ich es wirklich als spannend betrachten könnte. Eher etwas für jugendliche Leser.

Von mir bekommt der Thriller Rote RoseRote RoseRote Rose von Rote RoseRote RoseRote RoseRote RoseRote Rose.

Herzlichen Dank an HarperCollinsGermany und an

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