Rezension: Jodi Picoult–Die Spuren meiner Mutter


Picoult_JDie_Spuren_meiner_Mutter_168467

Jodi Picoult – Die Spuren meiner Mutter

Roman

512 Seiten

Preis: € 19,99 [D] | € 20,60 [A] | CHF 26,90

Buchinfo Verlagsseite

Verlagstext:

Mitreißend und berührend: Eine Tochter auf der Suche nach ihrer verschwundenen Mutter

Die dreizehnjährige Jenna sucht ihre Mutter. Alice Metcalf verschwand zehn Jahre zuvor spurlos nach einem tragischen Vorfall im Elefantenreservat von New Hampshire, bei dem eine Tierpflegerin ums Leben kam. Nachdem Jenna schon alle Vermisstenportale im Internet durchsucht hat, wendet sie sich in ihrer Verzweiflung an die Wahrsagerin Serenity. Diese hat als Medium der Polizei beim Aufspüren von vermissten Personen geholfen, bis sie glaubte, ihre Gabe verloren zu haben. Zusammen machen sie den abgehalfterten Privatdetektiv Virgil ausfindig, der damals als Ermittler mit dem Fall der verschwundenen Elefantenforscherin Alice befasst war. Mit Hilfe von Alices Tagebuch, den damaligen Polizeiakten und Serenitys übersinnlichen Fähigkeiten begibt sich das kuriose Trio auf eine spannende und tief bewegende Spurensuche – mit verblüffender Auflösung.

Mein Eindruck:

Jodi Picoult gehört für mich zu den Autorinnen die mich immer wieder überraschen mit ihrer Art einer Geschichte eine Wendung zu geben, mit der man absolut nicht gerechnet hat. Obwohl, eigentlich sollte es mir ja inzwischen klar sein, dass ihre Geschichten immer eine Wendung intus haben, die einen total überraschen. So auch in „Die Spuren meiner Mutter“.

Jenna Metcalf wächst, nach dem spurlosen Verschwinden ihrer Mutter Alice, bei ihrer Großmutter auf. Jahrelang sucht sie verzweifelt mit Hilfe des Internets nach ihr, doch die Spuren bleiben kalt. Bis das Mädchen eines Tages auf Serenity Jones trifft. Das Medium war viele Jahre sehr erfolgreich mit ihren Weissagungen und hat vielen Verzweifelten geholfen, geliebte verschwundene Menschen wieder zu finden. Als ihr ein folgenschwerer Fehler unterläuft, verliert sie ihre Gabe und schlägt sich seitdem mehr schlecht als recht mit ihren Vorhersagen durchs Leben. Doch Jenna ist überzeugt, dass nur sie ihr helfen kann, ihre Mutter Alice aufzuspüren. Auch Vergil Stanhope, einen alkoholabhängiger abgewrakter Privatdetektiv und ehemaliger Polizist, der damals den Unfall im Elefantenschutzgebiet bearbeitet hat, bittet Jenna um Hilfe. Zusammen macht sich das ungleiche Trio auf die Suche nach Alice  und deckt unglaubliches auf ….

In abwechslungsreichen unterschiedlichen Sichtweisen erzählen Jenna, Serenity und Vergil über das Geschehen. Auch Alice kommt zu Wort. Als Leser erfährt man sehr viel über ihre Arbeit mit den Elefanten, über ihre Zeit in Afrika und über das Zusammenleben mit ihrem Vater und den Geschehnissen im Elefantenschutzgebiet. Aber vor allem erfährt man sehr viel über die grauen Kolosse: ihr  gesellschaftlichen Zusammenleben,  ihr Verhalten als Mütter und ihr Umgang mit Trauer. Diese Aufzeichnungen sind teils sehr wissenschaftlich, doch auch lehrreich. In zwei Tagen Lesezeit, erfuhr ich mehr über das soziale Leben dieser Dickhäuter, als in den vergangenen 46 Jahren

Jennas, Serenitys und Vergils Verhältnis zueinander ist nicht immer leicht. Jenna ist eine taffe, manchmal vorlaute, aber sehr intelligente 13-jährige, die sowohl Serenity als auch Vergil ab und zu überfordert. Vergil kann mit Serenity nichts anfangen, denn er glaubt nicht an Übersinnliches und für Serenity ist Vergil einfach nur ein starrköpfiger Kerl, dessen beste Freunde Jack und Daniels heißen. Spritzige, witzige Wortgefechte sorgen für lustige Momente. Die Auflösung kommt ziemlich am Schluss und ist einfach nur meisterhaft.

Das Cover ist wunderschön und passt auch perfekt zur Geschichte.

Mein Fazit:

Jodi Picoult ist eine Meisterin darin Hinweise in ihren Geschichten zu verstecken. Man registriert gewisse Details, doch der Sinn darin eröffnet sich erst später. Zumindest geht es mir so, plötzlich fällt es mir wie Schuppen von den Augen. Einfach nur klasse und ein schönes Leseerlebnis!

Auch wenn die Geschichte volle Punktezahl verdient hätte, bekommt der Roman von mir “nur”  Rote RoseRote RoseRote RoseRote Rose von Rote RoseRote RoseRote RoseRote RoseRote Rose, weil mir einfach zu viele wissenschaftliche Wörter darin vorkommen, deren Bedeutung einfach nicht verstehe.

Herzlichen Dank an den Bertelsmann Verlag!

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s