Kleine feine Auszeit


Zusammen mit meinem Mann war ich für zwei Tage im wunderschönen Tannheimertal. Auch wenn es im selben Bundesland liegt, war ich noch nie in diesem Hochtal. Einquartiert haben wir uns im exquisiten Hotel “Der Engel” in Grän. Bereits beim Check-in merkte man, dass hier Tiroler Gastlichkeit nicht einfach nur ein Slogan ist. Wir fühlten uns vom ersten Moment an wohl und angekommen.

Das Tannheimertal liegt von uns aus gesehen ganz am westlichen Ende von Tirol, wir wohnen ganz im Osten. Dank der frühen Stunde und des nicht mehr ganz so intensiven Urlauberverkehrs kamen wir aber doch recht flott durch das Inntal und über das Miminger Plateau bis kurz vor Reutte. Dort hatten wir unser erstes Etappenziel gesteckt: die Highline 179. Sie ist die längste Seilhängebrücke der Welt, darunter führt die B179 – die Fernpassbundesstraße, hindurch.

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Ich wollte wirklich mutig sein und zusammen mit meinem Mann die Brücke überqueren, habe aber dann doch kalte Füße bekommen. Die Höhe war aber nicht das Problem, das war das Schwingen der Brücke und da bin ich sehr empfindlich. Nach wenigen Metern war ich schon regelrecht Seekrank Krankes Smiley, also ließ ich meinem Mann alleine ziehen. Er gab aber dann doch zu, dass es auch für in recht heftig war. Hab ich auch genau gesehen wie er sich links und recht am Geländer abstützen musste Laut lachen.

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Im Hotel konnten wir uns vor dem aufregenden Erlebnis dann aber entspannen. Das urige Zimmer im Tiroler Stil hatte einen schönen Blick auf den Schwimmteich. Auch kulinarisch verwöhnt das Hotel auf höchstem Niveau. Auch wenn ich meinen Zuckerkonsum einschränken möchte, konnte ich während der zwei Tage den Köstlichkeiten aus der Patisserie und aus dem Weinkeller nicht wiederstehen.

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Eigentlich wollten wir die Tannheimer Bergwelt mit unseren Mountainbikes erkunden, doch das schlechte Wetter machte einen Strich durch unsere Pläne. Also fuhren wir am nächsten Tag durch das Tal bis hinüber in das benachbarte Allgäu, Obermaiselstein war unser Ziel, dort befindet sich die Sturmannshöhle. Sie ist die einzige Spalthöhle des Allgäus und auf 300 m länge begehbar. Wie man aus dem Wort Spalt schon ausmachen kann, ist der Höhlengang recht eng. In einer 40 minütigen Führung erfährt man interessantes über die Geschichte und Erschließung der Höhle.

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Gestern ging es dann auf einem anderen Weg zurück nach Hause. Vorbei an dem wunderschönen klaren Plansee – auch bei trüben Wetter spiegeln sich die Berge in dem klaren Wasser – erreichten wir Schloss Linderhof. Es war das Lieblingsschloss von König Ludwig II. Im Vergleich zu Herrenchiemsee oder Schloss Neuschwanstein ist es recht klein und für einen König wohl auch bescheiden, der Prunk entfaltet sich erst im Inneren. Zu dieser Jahreszeit ist es auch nicht so überlaufen und man braucht auf eine Führung nicht lange zu warten.

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