Michelle Cohen Corsanti–Der Junge, der vom Frieden träumte


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Michelle Cohen Corsanti – Der Junge, der vom Frieden träumte

Roman / 398  Seiten

Preis: € 9,99 [D] / 10,30 [A]

Buchinfo Berlagsseite

Verlagstext:

»Der Junge, der vom Frieden träumte« von Michelle Cohen Corasanti ist ein Roman, der den Leser den Nahostkonflikt hautnah erleben lässt. Er erzählt vom Schicksal eines jungen Palästinensers, der zwischen den Fronten des Krieges aufwächst und dennoch versucht, sich die Menschlichkeit zu bewahren.

Der zwölfjährige Palästinenser Achmed kämpft um das Überleben seiner Familie, der einst eine blühende Orangenplantage gehörte. Mittlerweile haben die Israelis den dortigen Bauern fast alles genommen. Auf der Jagd nach einem Schmetterling kommt seine zweijährige Schwester Amal in einem Minenfeld ums Leben. Als auch noch sein Vater verhaftet und der Familie alles genommen wird, ist er der Einzige, der sie retten kann. Denn Ahmed ist ein Mathematikgenie und erhält eines der begehrten Stipendien an der Universität von Tel Aviv. Doch dort ist er der einzige Palästinenser unter Juden…

Mein Eindruck:

Vorab möchte ich betonen, dass ich über die geschichtlichen Hintergründe dieser zwei Völker zu wenig weiß, um für mich persönlich ein klares Bild zu schaffen. Wie den meisten ist mir aber wohl bekannt, das Juden und Palästinenser verfeindete Völker sind, deren Ursprung wohl weit in der Vergangenheit liegt. In der Handlung dieses Romans dreht sich alles um diesen Konflikt. Die Autorin selber verbrachte einige Zeit als amerikanische Jüdin in ihrer Jugend in Israel. Mit dieser Geschichte versuchte sie wohl ihre eigenen Eindrücke und ihr Wissen darüber zu verarbeiten. Der Roman ist nicht autobiographisch.

Erschütternd bereits das erste Kapitel. Es kommt selten vor, dass ich tränennasse Augen bekomme und tief traurig bin über gelesenes. Doch traf mich das Schicksal des Mädchens mitten ins Herz. Schlimm, die Zustände die die Autorin in jenen ersten Jahren der Gründung Israels schildert. Schlimm, der spürbare Hass auf beiden Seiten. Nicht von allen! Es gibt sie natürlich, die vernünftigen Menschen, die sich nicht in diese Spirale hineinziehen lassen. Und natürlich gibt es auch die unschuldigen Opfer auf beiden Seiten. In diesem Roman sind die Opfer aber vor allem die Palästinenser bzw. die Familie von Ahmed.

Der Autorin ist es gut gelungen, eine Geschichte zu spinnen in der gezeigt wird, dass Hass keine Lösung für den Konflikt ist, und dass auch zwischen Menschen unterschiedlicher Völker und Religion eine tiefe Freundschaft und Verbundenheit entstehen kann.

Sprachlich fand ich die Umsetzung ab und zu etwas einfach und nicht sehr gelungen, beinahe wie einen Aufsatz eines nicht sehr redegewandten Schülers. Aber mit der Zeit besserte sich dieser Mangel an Ausdruck und wurde immer besser.

Mein Fazit:

Eine sehr emotionale Geschichte über eine gespaltene Familie, Konflikte zweier Völker und einer tiefen Freundschaft.

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