Rezension: M.J. Arlidge-D.I.GRACE: Einer lebt, einer stirbt


978-3-499-27204-2

M.J. Arlidge – D.I. Grace: Einer lebt, einer stirbt

Thriller

363 Seiten

Preis: € 9,99 [D]

Buchinfo Verlagsseite

Verlagstext:

Zwei Geiseln. Eine Kugel. Die Entscheidung: tödlich.
Das Letzte, woran Amy und Sam sich erinnern, ist das Konzert in London. Strömender Regen, eine Mitfahrgelegenheit nach Southampton, heißer Kaffee. Dann das Erwachen: Sie sind gefangen in einem alten Schwimmbad, auf dem Boden liegt eine Pistole. Die Botschaft ihres Peinigers: Entweder sterben beide langsam und qualvoll. Oder einer tötet den anderen und ist frei.
Damit beginnt eine Mordserie, die Detective Inspector Helen Grace und ihr Team an die Grenzen bringt. Das Muster wird schnell deutlich: Ein einsamer Ort, zwei Menschen und eine Entscheidung, an deren Ende Tod oder die Schuld des Überlebenden steht. Doch nichts scheint die Opfer miteinander zu verbinden. Helen sucht verzweifelt nach einem Motiv – und gelangt zu einer verstörenden Erkenntnis.

Mein Eindruck:

Einer lebt, einer stirbt ist ein psychologisches Spiel auf Leben und Tod. Scheinbar wahllos werden Personen immer paarweise entführt und an abgelegenen Orten festgehalten. Solange bis die Entführten selber eine Entscheidung treffen.  Ein Opfer wird zum Täter, oder beide sterben. Als Leser ist man von Beginn an mit involviert. Erlebt das Drama der Entführten hautnah mit und spürt das Entsetzten am eigenen Leib. Wer wird sterben, wer wird leben? Dieser Miterleben der Tortur der Opfer macht einen atemlos und fassungslos. Man stellt sich mitunter auch die Frage, wie man selber in so einer Situation reagieren würde. Ein grausame perfides Schauspiel, das der Täter da inszeniert. Wie die Ermittler, hat man auch als Leser keine Ahnung was den Täter bewegt oder wie er tickt. Erst nach und nach kommen Wahrheiten auf, die zu einem dramatischen Showdown führen.

Der Thriller startet von Beginn an voll durch und lässt bis zum Ende nicht mehr nach. Durch drei verschiedene Sichtweisen erlebt man als Leser einiges. Einmal ist man bei den Opfern. Spürt die Gefahr schon auf sich zurollen und weiß, da gibt es kein Entkommen. In anderen Kapiteln ist man mit dem Ermittlerteam auf Täterjagt. Bei der dritten Sichtweise, ist erst mal alles offen, es ist nicht ganz klar welcher Person sie zuzuordnen ist. Sie sorgt dafür, dass man als Leser nicht ganz weiß, was genau gespielt wird.

D.I. Grace war mir von Beginn an sympathisch. Zu ihr hatte ich sofort eine positive Verbindung. Eine Frau mit Ecken und Kanten. Ihre Gedankengänge und Ermittlungsstrategien gefielen mir sofort. Auch die restlichen Kripo Charaktere fand ich ganz gelungen. Da ist wirklich alles dabei und keiner gleicht dem Anderen. Jeder hat etwas Gutes an sich, aber der ein oder andere hat auch eine düstere verborgene Seite.

Das Cover finde ich ganz ok, passt aber eher zu einem Kriminalroman als zu diesem Thriller. Irgendwie stelle ich mir die Landschaft, in der der Thriller spielt, anders vor.

Mein Fazit:

Ein wirklich gelungenes Thrillerdebüt und Auftakt zu einer, wie ich glaube, tollen Serie. Der Roman hat alles, was ich mir bei einem guten Thriller erhoffe. Eine spannende Handlung, verbissene Ermittler die nicht nach Chema F aufgebaut sind und einen flotten Schreibstil bei dem man einfach nicht mehr aufhören kann zu lesen. Ich bin gespannt wie es mit D.I. Grace weiter geht!

Von mir bekommt Band 1 der Serie Rote RoseRote RoseRote RoseRote Rose von Rote RoseRote RoseRote RoseRote RoseRote Rose.

Herzlichen Dank an den Rowohlt Verlag!

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