Rezension: Kirsty Logan–The Gracekeepers


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Kirsty Logan – The Gracekeepers

Roman

293 Seiten

Preis: £ 5.59

Buchinfo Verlagsseite

Verlagstext:

A flooded world.
A floating circus.
Two women in search of a home.

North lives on a circus boat with her beloved bear, keeping a secret that could capsize her life.

Callanish lives alone in her house in the middle of the ocean, tending the graves of those who die at sea. As penance for a terrible mistake, she has become a gracekeeper.

A chance meeting between the two draws them magnetically to one another – and to the promise of a new life.

But the waters are treacherous, and the tide is against them.

Mein Eindruck:

The Gracekeepers ist eine ganz besondere Geschichte. Anspruchsvoll im Englischen Original, durch viele mir unbekannte Wörter, magisch in der Erzählung.

North ist eine junge Frau, die zusammen mit ihrem Zirkusbär, auf der Excalibur lebt und arbeitet. Der Wasserzirkus zieht über die Meere und macht Halt in vielen Häfen um dort die Landbewohner mit Vorführungen zu beeindrucken. Nach einem schweren Sturm, bei dem ein Crewmitglied ums Leben kam, begegnen sich Callanish und North. Callanish zu Hause ist auf dem Meer. Dort ist sie als Gracekeeperin für die Beerdigung des Wasservolks zuständig. North ist schwanger und Callanish fühl zu dem Mädchen eine einzigartige Bindung. Erst als der Wasserzirkus wieder abgereist ist, wird Callanish klar, dass sie sich nicht nur auf die Such nach North, sondern auch nach Hause zu ihrer Mutter machen muss. Denn vor vielen Jahren ist sie einfach gegangen, denn Callanish hat eine große Schuld auf sich gelastet …

Die Geschichte spielt auf einer Erde, auf der nichts mehr so ist, wie wir es jetzt noch kennen. Die Welt ist überflutet. Städte und Land unter Wasser verborgen. Nur wenige Inseln und Archipele sind noch vorhanden. Die Menschen sind in zweierlei Gruppen bzw. Völker aufgeteilt: Die Landmenschen, Landlockers genannt; und die Wassermenschen, die man abfällig als Dumplings bezeichnet. Kontrolliert wird diese Welt vom Militär. Dieses hat es vor allem auf die niedrigere Schicht der Dumplings abgesehen, dazu zählt auch das Zirkusvolk. Sie werden immer wieder überprüft, schikaniert und zeitweilig auch in Gewahrsam genommen. Auch die Landbewohner möchten die Dumplings nicht unter sich haben. Eine Vermischung der Rassen ist nicht erwünscht. Riesige Schiffe – Kreuzfahrtriesen, kreuzen auch noch auf den Meeren. Dort befinden sich die “Geretteten”. Diese schwimmenden Heimaten sind eine Art Sekte. Callanisch gehört keiner der Menschenrassen an. Ihre Makel muss sie vor jedem verstecken.

North und Callanish sind die Hauptprotagonisten dieser magisch-futuristischen Welt. Zusammen mit anderen Nebendarstellern, wird die Geschichte in sich abwechselnden Kapiteln erzählt. Man reist mit dem Wasserzirkus durch die Meere. Erlebt das harte Dasein der Damplings, deren Hierarchie und deren Ängste. Man erfährt die Lebensgeschichte von Callanish. Trauert mit ihr und hoftt mit ihr auf ein besseres Leben.

North und Callansh nahm ich als Leser sehr deutlich war. Ihr Wesen und Charakter ist führsorglich und überlebenswichtig in dieser Welt, auf der jeder auf sich selber der nächst ist. Die anderen Darsteller sorgen für Abwechslung in dieser doch mitunter einseitig anmutenden Erzählung. Jeder Charakter auf seine Art speziell und der Geschichte angemessen.

Das Cover finde ich sehr gelungen. Es zeigt die einsame Frau auf dem Boot, umgeben von Wasser. Die schwimmenden Käfige markieren die Gräber der Wassermenschen und der Mond schimmert in den leichten Wellenbewegungen des Meers.

Mein Fazit:

Eine wundersame Geschichte, deren Bedeutung mir zu Beginn nicht klar war. Erst allmählich begriff ich den Sinn der Geschichte. Es geht um den Menschen, seine Fehler, seine Ängste, seine Trauer, seine Hoffnung. In manchen Situationen ist man gefangen in sich selbst, sieht keinen Ausweg und kein Ende. Doch dann nimmt man sein Leben wieder selber in die Hand, man findet einen Weg hinaus, ist bereit für Neues und weiß doch, dass es da immer einen Platz für Erinnerungen gibt. Auf die Geschichte muss man sich auf jeden Fall einlassen. Wer eine spannende Handlung erhofft, wird endtäuscht sein. Wer eine Geschichte möchte, in der man Trauer und Hoffnung in einer wunderschönen Sprache verarbeitet hat, den lässt dies Erzählung so schnell nicht mehr los!

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Herzlichen Dank an 1036231553_1401961020177_xxl und logo_frontpage , dass ich diese magische Geschichte lesen durfte!

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2 Gedanken zu “Rezension: Kirsty Logan–The Gracekeepers

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