Rezension: T.R. Richmond-Wer war Alice


Richmond_T_RWer_war_Alice_165665

T.R. Richmond – Wer war Alice

Roman

444 Seiten

Preis: € 14,99 [D] | € 15,50 [A] | CHF 20,50

Buchinfo Verlagsseite

Verlagstext:

Alice Salmon war erst 25 Jahre alt, als sie eines Morgens leblos im Fluss gefunden wurde. Eigentlich wollte sie am Abend zuvor nur Freunde treffen, stattdessen durchlebte sie die letzten Stunden ihres Lebens. Aber was ist passiert? Ist sie wirklich gestürzt, weil sie zu viel getrunken hat, wie die Polizei vermutet? War es ein tragischer Unfall? Die Nachricht ihres Todes verbreitet sich wie ein Lauffeuer, auch über Facebook und Twitter. Gleich werden Vermutungen angestellt, über sie, ihr Leben und ihren Tod. Auch ihr ehemaliger Professor Jeremy Cooke ist erschüttert. Er macht sich daran, herauszufinden, was in der Nacht tatsächlich geschah, und sammelt alles über Alice. Er schreibt sogar ein Buch über den Fall. Nur warum ist er so engagiert? Was hat er zu verbergen? Was haben ihr Exfreund Luke und ihr Freund Ben mit der Sache zu tun? Und wer war Alice?

Mein Eindruck:

Alice ist tot. War es Unfall, Selbstmord oder Mord. Die Das ist die eigentliche Frage. Die Berichte und Gerüchte überschlagen sich. Wie im echten Leben, will jeder etwas wissen oder seinen „Senf“ dazu geben. Ein Professor möchte ein Buch über Alice schreiben. Ihre beste Freundin bloggt darüber und ihr Freund schreibt seine Gedanken auf den PC.

Der Autor bedient sich einer ganz eigentümlichen Erzählart. Vom Brief, über email, Blog, PC-Einträgen und medialen Berichterstattungen, von SMS, Telefonaten und Sozialen Medien ist so ziemlich alles enthalten. Eine bunte Mischung aus klassischer und moderner Kommunikation. Abwechslungsreich, aber anfangs nicht unbedingt leicht zu folgen. Einmal ist man in der Gegenwart, liest durch die Gedanken und Einfälle verschiedenster Personen, die mehr oder weniger mit Alice zu tun hatten. Dann liest man wieder etwas aus der Vergangenheit des Opfers, aus ihren Tagebuch-, Twitter- oder Facebookeinträgen. Durch die unterschiedlichen Einträge hat man als Leser viele Fragen, nicht nur zu Alice, sondern auch zu den anderen Beteiligten. Man begibt sich auf Wahrheitssuche, nimmt Witterung auf um dann festzustellen, dass die Fährte doch nicht richtig war.  Manche Personen scheinen eine zwielichtige Rolle zu spielen, besonders Professor Cook. Ist er Perverser, Mörder oder doch nur ein Stalker? Fragen über Fragen, Teilchen um Teilchen arbeitet man sich durch das Geschriebene. Allmählich fügen sich alle Puzzleteile zusammen, und man bekommt (fast) alle Fragen beantwortet.

Fazit:

Einmal ganz eine andere Art einen Roman zu schreiben. Man muss sich als Leser schon etwas umstellen und darauf einlassen. Ein richtiges WOW-Erlebnis hat die Geschichte nicht an sich. Die Erzählung hat keinen hohen Spannungsbogen, ist durch die Aufmachung aber besonders.

Von mir gibt es für den Roman Rote RoseRote RoseRote RoseRote Rose von Rote RoseRote RoseRote RoseRote RoseRote Rose.

Herzlichen Dank an Goldmann!

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s