Rezension: Mark Roderick–Post Mortem Band 1


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Mark Roderick – Post Mortem

Tränen aus Blut

Thriller

508 Seiten

Preis: € 12,00 [D] / 12,40 [A]

Buchinfo Verlagsseite

Verlagstext:

Sie heißt Emilia Ness und arbeitet bei Interpol. Er heißt Avram Kuyper und ist Profikiller. Gemeinsam jagen sie einen bestialischen Mörder. Jeder auf seine Weise.

›Post Mortem – Tränen aus Blut‹ ist der erste Band des großen Zweiteilers von Mark Roderick: schockierend, aufwühlend und megaspannend.

Der Profikiller Avram Kuyper und die Interpol-Ermittlerin Emilia Ness verfolgen die Fährte eines Mannes, der keine Grenzen und kein Gewissen kennt: machthungrig, erfolgsverwöhnt und unberechenbar aggressiv.

Ein Blick in die Hölle…
Eine Familie verschwindet spurlos. Ein Mann stirbt durch zwei Schüsse. Er war Reporter, einer großen Sache auf der Spur. Kurz vor seinem Tod sendet er noch zwei Nachrichten: eine an seinen Bruder Avram Kuyper, einen skrupellosen Profi-Killer, und eine an Emilia Ness, eine unbestechliche Interpol-Agentin. Avram soll ihn und seine Familie rächen, Emilia den Fall vor Gericht bringen. Beide sehen das Horror-Video, das ihnen jemand zuspielt. Beide blicken direkt in den Schlund der Hölle. Wer ist diese Bestie, die kein Gewissen und keine Grenzen kennt? Können Avram und Emilia ihn gemeinsam zu Fall bringen?

Im zweiten Band ›Post Mortem – Zeit der Asche‹ erfahren Sie, wie es weitergeht…

Mein Eindruck:

Ein Profi-Killer und eine Top-Agentin,  die eine Art Ermittlerteam bilden. Das klingt doch interessant. Auch die Handlungsbeschreibung hat es in sich. Die Erwartungen waren bereits nach dem Prolog sehr hoch. Dieser war wirklich ganz klasse geschrieben. Man spürt schon, dass die Geschichte grausam werden wird. Auf den folgenden 100 Seiten zieht sich die Handlung dann doch eher in die Länge. Der Autor legt ziemlich viel Wert auf Details. Die sorgen dafür, dass man sich von den Gegebenheiten ein gutes Bild machen kann, sind mir persönlich aber zu ausführlich und bremsen meine anfängliche Begeisterung doch ordentlich ein.

Avram Kuyper, der Profi-Killer, macht einen guten Eindruck auf mich als Leser. Allerdings ist er eher sympathisch als skrupellos. Letzteren Charakter übernehmen in diesem Roman andere Personen. Seine Suche ist klar strukturiert, ergibt aber auch nicht immer Sinn.

Emilia Ness, die Interpol-Agentin, ist in meinen Augen eine der Schwachstellen des Romans. Ihr hat der Autor mit ihrem mitunter liebestollen Gedanken eines Teenagers eine Rolle zugedacht, die für mich nicht zu einer Top-Ermittlerin gehören. Zumindest nicht in dem Maße, wie sie ihr in der Geschichte zugeteilt wurde.

Die Geschichte selber ist eigentlich gut gewählt. Ein Reporter, der einer unfassbaren Sache auf der Spur ist. Im Laufe dieser Ermittlungen geraten er und seine Familie ins Visier der Bösen. Seine Familie wird entführt und der Reporter nimmt sich das Leben. Zuvor übermittelt er seinem Bruder Avram, dem Profikiller, und Emilia Ness, der Interpol-Agentin, noch jeweils eine Nachricht. Beide machen sich unabhängig voneinander auf die Suche. Avram Kuyper um seinen Bruder und dessen Familie zu finden. Emilia Ness um herauszufinden was hinter der mysteriösen Nachricht von einem Toten an sie steckt. Unaufhaltsam arbeiten sich beide Seiten aufeinander zu.

Die Suche nach der Wahrheit erfolgt in zwei unterschiedlichen Erzählsträngen. Einmal ist man mit Avram unterwegs, das andere Mal mit Emilia und dem Polizeitross. Der Handlungszeitraum ist nur auf wenige Tage aufgebaut und nimmt immer mehr an Tempo zu. Die Erkenntnisse werden immer detaillierter und die Ergebnisse immer grausamer. Von Entführung, über Mord, bis hin zu Folter. Der Autor hat ein ordentliches Paket an Brutalität und Kaltblütigkeit in den Thriller gesteckt. Nicht alles darin ist gelungen. Zartbesaitete könnten leicht Schweißausbrüche bekommen. Auch der Schreibstil hat mir nicht immer zugesagt. Zu viele Wiederholungen und sehr Einseitig. Die Hauptcharaktere reagieren nicht immer logisch und professionell.

Das Cover finde ich richtig gut gelungen. Die verschmierten Blutspuren stehen für das Grauen, das den Leser in dem Thriller erwartet. Die Wassertropfen sind leicht erhaben und es fühlt sich richtig klasse an, wenn man mit den Fingern oder der Hand darüber streicht.

Mark Roderick arbeitete nach dem BWL-Studium jahrelang als Personalentwickler und Projektmanager im Finanzbereich, bevor er 2008 ins Controlling eines juristischen Fachverlags wechselte. Er lebt mit seiner Familie in der Nähe von Stuttgart (Quelle: S.Fischer Verlagsseite).

Mein Fazit:

Alles in Allem eine recht solide Leistung. Manche Handlungen sind nicht ganz schlüssig. Am Ende sind doch noch viele Fragen offen. Doch da es einen zweiten Band gibt, ist das wohl so gewollt. Die Leseprobe für den zweiten Band, welche am Ende des ersten angeheftet ist, liest sich so gut, wie der Prolog am Beginn des ersten Buches. Ob mir das ausreicht um auch den zweiten Teil lesen zu wollen? Ich weiß noch nicht. Hat mir doch der Prolog von Tränen aus Blut auch sehr gut gefallen und mich die Umsetzung der Story dann doch in meiner anfänglichen Begeisterung stark abgebremst.

Von mir bekommt Tränen aus Blut wohlgemeinte Rote RoseRote RoseRote Rose von Rote RoseRote RoseRote RoseRote RoseRote Rose.

Herzlichen Dank an den Fischerverlag und lb-logo.

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