Jean Hanff Korelitz–You Should Have Known


2016-03-11 16.12.33

 

Jean Hanff Korelitz – You Should Have Known

Roman

439 Seiten

Verlagstext:

Grace Sachs, a happily married therapist with a young son, thinks she knows everything about women, men and marrage. She is about to publish a book called “You Should Have Known”, based on her pet theory: women don’t value their intuition about what men are really like, leading to serious trouble later on.

But how well does Grace know her own husband? She is about to find out, and in the place of what she thought she knew, there will be a violent death, a missing husband and a chain of terrible revelations.

Mein Eindruck:

Das Buch lag jetzt bereits schon über ein Jahr angelesen herum. Ich hab es einfach nicht geschafft dieses Buch fertig zu lesen. Die Geschichte hat mich wirklich interessiert, doch die Autorin schreibt so sehr ins (unnötige) Detail, dass es mir dann irgendwann zu blöd geworden ist. Doch ich wollte dem Roman unbedingt noch mal eine Chance geben. Jetzt war es endlich soweit. Das Buch wurde zwar nicht durch Zauberhand “neu geschrieben” und von unnötigen Details befreit, aber das Lesen ging mir diesmal doch recht leicht und flüssig von der Hand. Manchmal braucht man einfach mal etwas Abstand um die Dinge dann neu anzugehen, auch beim Lesen Smiley.

Grace ist Paartherapeutin und lebt zusammen mit ihrem Mann und dem gemeinsamen Sohn in New York und hat gerade ein Buch publiziert. In dem Buch geht es darum, dass Frauen zu wenig auf ihren Instinkt in Bezug auf Männer achten und sich dadurch in schwierige Situationen bringen. In ihrem eigenen Leben, so Grace’s Meinung, kann ihr  das nicht passieren. Sie und ihr Mann führen eine harmonische Ehe, sind beste Freunde und vertrauen sich blind. Als eine Mutter, deren Kind in die selbe Schule geht wie ihr Sohn Henry, ermordet wird, liegt bald ihre ganze heile Welt in Scherben. Denn der Hauptverdächtige ist Dr. Jonathan Sachs, ihr Mann. Bald muss Grace feststellen, dass ihre Beziehung mit Jonathan auf vielen, vielen Lügen aufgebaut war ….

Zu Grace hatte ich anfangs eine recht einseitige Meinung. Sie wirkte  kühl und oberflächlich. Doch passte irgendwie doch nicht zu den New Yorker Müttern, die sich mit Tratsch und Klatsch den Tag versüßen. Auch fand ich es ungewöhnlich, dass sie für das Verhalten ihres Mannes immer eine Erklärung und Entschuldigung parat hatte. Erst allmählich wurde ich mit ihr warm. Als sie nach und nach hinter die Lügen ihres Mannes kam, da tat sie mir auch irgendwie leid. Ihr Mann war wohl ein guter Manipulator. Ohne dass sie es gemerkt hat, hat er sie von ihren Freunden und Familie distanziert. Die Lügen über seine eigene Familie waren so gut durchdacht, dass sie diese nie hinterfragt hat. Nach dem Motto “Wir brauchen die anderen nicht, wir haben ja uns”, schaffte er es gekonnt Grace an sich zu binden. Die Geschichte konzentriert sich ab einem bestimmten Punkt dann auch auf diese Erkenntnisfindung und wie Grace nach und nach alle Geheimnisse ihres Mannes an das Tageslicht bringt.

Außer, dass mir die Autorin zu sehr ins Detail ging (egal ob Porzellan, Feinkostartikel, Kleidung – alles wurde möglichst genau ausgeschlachtet) , gefiel mir der Roman eigentlich ganz gut. Als Leser weiß man zwar schon recht bald in welche Richtung sich alles Entwickelt, doch die Auflösung war ganz gut gemacht. 

Mein Fazit:

Nachdem ich jetzt ja ein Jahr lang Abstand zu der Geschichte hatte, fühlte ich mich nun doch noch recht gut unterhalten.

Von mir bekommt der Roman Rote RoseRote RoseRote Rose von Rote RoseRote RoseRote RoseRote RoseRote Rose.

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