Rezension: Courtney Miller Santo-Das Pfirsichhaus


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Courtney Miller Santo – Das Pfirsichhaus

Roman

461 Seiten

Preis: € 9,99 [D] / 10,30 [A] /13,90 [sFr]

Buchinfo Verlagsseite

Verlagstext:

Lizzie steckt in einer handfesten Lebenskriese. Als sie dann  auch noch erfährt, dass das Haus ihrer geliebten Grandma Mellie abgerissen werden soll, will sie das nicht einfach hinnehmen. Gemeinsam mit ihren gleichaltrigen Cousinen Elyse und Isobel beschließt sie, ein paar Monate am Mississippi zu verbringen und das verwinkelte Haus zu renovieren. Dabei findet sie nicht nur zu sich selbst, sondern entdeckt auch ein paar Dinge, die sie auf die Spur eines gut gehüteten Familiengeheimnisses bringen …

Mein Eindruck:

Familiengeheimnisse, die entdeckt und gelüftet werden sollen, bieten ja einen gewissen Unterhaltungswert auch beim Lesen. Von diesem Roman erhoffte ich mir daher ein kurzweiliges entspanntes Lesevergnügen.

In dem Buch verbergen sich eigentlich drei Kurzgeschichten, die zusammengenommen den Roman bilden. Die Drei Cousinen Lizzie, Elyse und Isobel machen es zu ihrer Aufgabe, das marode und heruntergekommene Haus von Lizzies Großmutter in Memphis zu renovieren und so vor der Abrissbirne zu retten.  Jede der drei jungen Frauen hat so ihr Problem im Leben zu meistern. Während Lizzie eine begnadete Sportlerin ist, aufgrund einer wiederkehrenden Verletzung aber vor dem Aus ihrer Karriere steht, hadert Elyse mit ihrem Liebes- und Berufsleben sowie ihrer Figur. Isobel war ein gefeierter Kinderstar und läuft ihrem früherem Erfolg als Schauspielerin hinterher. Mit allen Mitteln versucht sie im Filmbiz Fuß zu fassen. Zum Glück ist sie auch noch eine begnadete Heimwerkerin. Mit dem renovieren des alten Hauses erhofft sie jede einzelne von den dreien, ihren Platz im Leben doch noch zu finden. Lizzie erhofft sich auch, das Geheimnis um ihren Vater zu lüften. Denn ihre Mutter hat ihr nie verraten wer er ist. Doch bevor es dazu kommt, enthüllt sie etwas über ihre Großmutter …

Soweit, so gut. Eigentlich eine nette Geschichte. Leider hat die Umsetzung nicht wirklich geklappt. Immer wieder kam ich wir vor wie auf einem Set. Man liest etwas, erhofft sich noch etwas an Information – und Schnitt, ab zur nächsten Szene! Ab und zu fühlte ich mich wie auf einem Gletscher, auf dem man die Spalten einfach überspringt und dahinter geht es dann weiter. Sympathisch fand ich diese Art der Umsetzung gar nicht. Auch mit den Charakteren konnte ich mich nicht wirklich anfreunden. Einerseits wirkten sie Erwachsen und im anderen Moment waren sie wieder wie kleine Mädchen linkisch und kindisch. Den großen Knaller – in negativen Sinn – fand ich aber dann die Auflösung, weshalb Lizzies Mutter ihr nie sagte wer ihr leiblicher Vater sei. Im Ernst jetzt? Da hatte ich keine Worte dafür. Nicht nur, dass die Autorin die Mutter als überzogen religiös darstellte (das ist ja bei amerikanischen Schreibern anscheinen recht beliebt), sondern war plötzlich, und da muss ich jetzt leider spoilern, der Stiefvater der leibliche Vater von Lizzie. Mehr verrate ich aber nicht. Ich fand die Erklärung dazu aber nur idiotisch und miserabel.

Das Cover fand ich schön und der Titel hat mich auch angesprochen. Leider findet man in der gesamten Geschichte nichts was annähernd mit Pfirsich zu tun hätte. Weder Pfirsichbäume, noch Pfirsichblüten, oder Pfirsichmarmelade. Nada! Nijente! Der Titel ist also nicht Programm. Die abgebildeten Küchenutensilien lassen einen Hauch von romantischem Landhausstil zu. So wie das Haus beschrieben wurde, war es allerdings eher ein seltsamer Kasten als ein idyllisches Countryhaus.

Mein Fazit:

In der Danksagung schreibt die Autorin, dass ihr der Roman nicht leicht von der Hand gegangen ist. Das merkt man beim Lesen doch sehr. Eigentlich wäre es doch besser gewesen noch etwas länger an den Charakteren und der Handlung zu feilen. Vielleicht wäre dann ein unterhaltsamer Familienroman entstanden, bei dem am Ende ein gutes Gefühl hinten bleibt. Leider hat mich dieser Roman nicht überzeugt und ich wüsste auch nicht wem ich diesen empfehlen sollte.

Von mir bekommt der Roman leider nur Rote Rose von Rote RoseRote RoseRote RoseRote RoseRote Rose.

Herzlichen Dank an Heyne!

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