Rezension: Kristina Ohlsson–Papierjunge


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Kristina Ohlsson – Papierjunge

Thriller

576 Seiten

Preis: € 19,99 [D] | € 20,60 [A] | CHF 26,90

Buchinfo Verlagsseite

Verlagstext:

Tagsüber schläft er, und wenn die Sonne untergeht, erwacht er. Dann sucht er sich ein Kind aus, und das holt er sich …

In der Nacht erwacht er zum Leben, erwählt ein Kind und verschwindet mit seinem Opfer in der Dunkelheit. Der Papierjunge. Eigentlich glaubt niemand an die jüdische Sagengestalt – bis an einem eiskalten Wintertag in Stockholm eine Erzieherin vor den Augen von Schülern und Eltern erschossen wird. Als wenig später zwei Kinder verschwinden, fragen sich die Ermittler Fredrika Bergman und Alex Recht, ob der Junge aus der Legende etwas mit den Vorfällen zu tun haben könnte. Die Ermittlungen führen Fredrika nach Israel, wo sie mit einem grausamen Verbrechen aus der Vergangenheit konfrontiert wird …

Meine Meinung:

Papierjunge ist der 5. Fall des schwedischen Ermittlers Alex Recht. Für mich selber ist es das erste Buch, welches ich von der Autorin las. In diversen Rezensionen werden ihre Bücher ja hochgelobt und so war ich auch sehr gespannt auf diesen Roman. Aus Erfahrung lernt man und so hielt ich meine Erwartungen eher flach.

Die Geschichte ist durchaus interessant. Angesiedelt ist sie in der jüdischen Gemeinde Stockholms. Nachdem drei Mitglieder ermordet wurden, sieht es nach einem anti-semitischen Hintergrund aus. Dieser Gedanke wird aber von den Ermittlern schon bald dementiert. Im Fokus stehen vor allem die Angehörigen der beiden Kinder. Doch diese schweigen. Als auch noch ein drittes Kind spurlos verschwindet läuft Alex Recht und seinem Team bald die Zeit davon. Verdächtigt werden vor allem zwei Personen, doch diese sind unauffindbar. Eine Spur führt nach Israel. Dorthin begibt sich Fredrika Bergman und deckt brisante Details auf …..

Auch wenn man die vorherigen Fälle nicht kennt, findet man sich mit dem Team um Alex Recht gut zurecht. Der Handlungsablauf ist komplex aber schlüssig. Die Ermittlungen sind gut aufgebaut. Durch geschickt platzierte Fragmente verfügt die Geschichte auch über eine unterschwellige Spannung. Der Leser wird dadurch schlau auf eine Spur gebracht, dessen Ziel sich erst später wirklich eröffnet. Das hat mir ganz gut gefallen. Die Kapitel selber sind in einen zeitlichen Ablauf geteilt und nicht zulange. Etwas langatmig empfand ich die privaten Angelegenheiten der einzelnen Ermittler, die die Autorin immer wieder in ihrer Handlung einfließen lässt. Das ist für mich immer eine gewisse Spannungsbremse, so auch in diesem Roman.

Das Cover ist wirklich gelungen. Man betrachtet Stockholm durch ein Fenster, beschlagen mit schmelzenden Kristallen und zusammengesetzten Papierstreifen. Sehr schön!

Kristina Ohlsson arbeitet für das schwedische Außen- und Verteidigungsministerium als Expertin für EU-Außenpolitik und Nahostfragen, bei der nationalen schwedischen Polizeibehörde in Stockholm und als Terrorismusexpertin bei der OSZE in Wien. Dass sie ihre Erfahrungen ihrer Tätigkeit in ihre Handlungen einbringt, konnte ich in diesem Roman spüren.

Mein Fazit:

Ein wohldurchdachte Geschichte mit verschlungenen Handlungsabläufen. Ab und zu war mir der Ablauf zu langatmig und es fehlte mir an Spannung.

Von mir gibt es für den Roman Rote RoseRote RoseRote Rose von Rote RoseRote RoseRote RoseRote RoseRote Rose.

Herzlichen Dank an den Limes Verlag!

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Ein Gedanke zu “Rezension: Kristina Ohlsson–Papierjunge

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