Rezension: Elizabeth Joy Arnold–Einundachtzig Worte


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Elizabeth Joy Arnold – Einundachtzig Worte

Roman

543 Seiten

Preis: € 9,99 [D] / 10,30[A] / 13,90 [sFr]

Buchinfo Verlagsseite

Verlagstext:

Eine fesselnde Geschichte über Familie, tragische Wahrheiten und die Kraft der Hoffnung

Chloe und Nate sind seit einer Ewigkeit verheiratet, als Nate eines Tages ohne Erklärung verschwindet. Alles, was er hinterlässt, ist ein kurzer Brief von einundachtzig Worten. Nate ist in ihre Heimatstadt zurückgekehrt – an jenen Ort, an dem vor vielen Jahren ihr Sohn spurlos verschwand. Ein tragischer Verlust, der Chloes und Nates Leben für immer veränderte und den auch ihr neues Leben und ihre gemeinsame Buchhandlung nicht heilen konnten. Bergen diese einundachtzig Worte die Chance für Chloe, die Vergangenheit endlich zu klären und ihre Liebe zu Nate wiederzufinden?

Mein Eindruck:

Sieht man ein Buchcover und liest den Klappentext dazu hat man als Leser ja schon gewisse Vorstellungen zu einer Geschichte. So ist es zumindest bei mir immer. Chloes und Nates Geschichte hat sich für mich bereits zu Beginn ganz anders präsentiert, als ich mir das eigentlich vorstellte: eine literarische Reise durch Geschehnisse der Vergangenheit, untermalt mit mir bekannten und unbekannten Buchtiteln.

Elizabeth Joy Arnold bedient sich einer sehr kultivierten und wunderschön zu lesenden Sprache. Der Handlung zu folgen war auch nicht schwierig. Sie lässt ihre “Heldin” Chloe die Geschichte aus ihrer Sicht erzählen. Chloe findet Nates kurze Mitteilung und beginnt ihre Erinnerungen von Früher zu erzählen. Man durchlebt als Leser das erste Zusammentreffen von Chloe, Nate und seinen Schwestern Grace und Cecilia. Diese wuchsen sehr behütet als Kinder eines Pastorenpaares auf. Zwischenzeitlich findet man sich wieder in der Gegenwart und Chloes Suche nach einer Erklärung warum ihr Mann Nate einfach verschwunden ist. Ein Tagebuch mit verschlüsselten Worten, Familiengeheimnisse und eine verzweifelte Suche nach Geborgenheit ziehen sich mitunter doch recht langatmig durch die einzelnen Passagen. Richtig fassen konnte ich keine der Personen. Durch die zwar schöne Erzählweise – man merkt der Autorin die Liebe zu Büchern an – fühlte sich die Geschichte für mich immer weiter in der Vergangenheit an als sie eigentlich ist. Diese Art des Romanaufbaues ist durchaus nicht negativ zu betrachten, mitunter war ich sehr gefesselt. Doch die Zusammenführung der einzelnen Kapitel zu einem runden Ganzen zog sich ab und an dann doch extrem in die Länge. Die Vorkommnisse im letzten Kapitel waren vorhersehbar und hat meine Vermutungen dann auch bestätigt.

Das englische Original erschien unter dem Titel “The Book of Secrets”. Dieser wird der Geschichte auf jeden Fall gerechter als der Deutsche. Die Geschichte ist durchsetzt mit Geheimnissen. Für mich war Chloe in der Beziehung eigentlich arm dran, denn sie gehörte zwar durch die Freundschaft zu den Geschwistern und die Liebe zu Nate zur Familie Sinclaire, doch sah ich in ihr eigentlich immer eine Außenseiterin, der man nichts verrät. Aber sie wusste natürlich nichts von den Geheimnissen, diese deckte sie erst allmählich auf. Doch am Ende soll dann alles wieder gut sein? Nach dem Motto: “Wir haben uns ja so lieb!”.

Mein Fazit:

Eine durchaus gelungene Familiengeschichte. Leider blieben mir zu viel im Verborgenen, zu viel der Geschehnisse wurden nur angedeutet und kamen für mich nicht wirklich ans Licht. So eine Art Hörensagen – glaub was ich dir erzähle, denn es ist die Wahrheit. Auch die Nebendarsteller waren mir zu Schattenhaft und ich konnte sie mir weder in Chloes Worten noch in meiner Fantasie vorstellen. Sprachlich aber ein wirklich schönes Buch auf das man sich unbedingt einlassen sollte!

Von mir gibt es diesmal Rote RoseRote RoseRote Rose von Rote RoseRote RoseRote RoseRote RoseRote Rose.

Herzlichen Dank an den Diana Verlag.

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