Rezension: Nina Darnton-Todesstiche


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Nina Darnton – Todesstiche

Roman

287 Seiten

Preis: € 8,99 [D] / 9,30 [A] / 12,50 [sFr]

Buchinfo Verlagsseite

Verlagstext:

Sie ist ein UNSCHULDIGER Engel. Sie ist eine eiskalte Mörderin. Die Wahrheit kennt nur sie selbst.

Der Anruf kommt mitten in der Nacht und bringt die heile Welt von Jennifer Lewis zum Einsturz. Ihre Tochter Emma, die sich als Austauschstudentin in Sevilla aufhält, sitzt in Untersuchungshaft, nachdem ein junger Mann in ihrer Wohnung brutal erstochen wurde. Emma erklärt, mit dem Mord nichts zu tun zu haben, und Jennifer reist sofort nach Spanien, um ihrer Tochter beizustehen. Doch je mehr sie dort über das Leben erfährt, das Emma führte, desto schmerzlicher wird ihr bewusst, wie wenig sie ihr eigenes Kind kennt. Belagert von der Presse und gefangen zwischen Hoffnung und Verzweiflung setzt Jennifer alles daran, Emma aus dem Gefängnis zu holen. Unterdessen wachsen die Zweifel an deren Version der Ereignisse …

Mein Eindruck:

Die junge amerikanische Austauschstudentin Emma Lewis wird in Sevilla eines Verbrechens beschuldigt. Sie soll zusammen mit ihrem spanischen Lover einen jungen Mann ermordet und ausgeraubt haben. Die junge Frau beteuert ihre Unschuld. Jennifer, ihre Mutter, setzt alles daran ihre Tochter aus dem Gefängnis zu holen, denn für sie ist klar, dass Emma niemals zu einer solchen Schandtat fähig währe. Mit Hilfe eines Privatermittlers stöbert sie nach Informationen über die Tatnacht, erfährt aber auch Dinge aus dem Leben der Tochter, die sie nicht glauben kann und möchte. Indes gerät Emma immer mehr unter Druck, denn den Behörden ist klar, dass das Mädchen lügt. Wenn sie nicht bald mit der Wahrheit heraus rückt, droht ihr eine Anklage wegen Mord und eine jahrelange Gefängnishaft in Spanien …..

Na, wenn die Geschichte nicht stark an Amanda Knox erinnert, dann weiß ich auch nicht. Das war mein erster Gedanke beim Durchlesen des Klappentextes. Und es ist tatsächlich so, dass starke Ähnlichkeiten vorhanden sind nur der Ort und die beteiligten Personen weichen etwas von der Knox-Geschichte ab. Hauptaugenmerk in der Handlung liegt aber in diesem Roman bei der Mutter. Der englische Originaltitel “The Perfect Mother” erscheint mir daher auch passender. Welche Mutter würde nicht zur Rettung ihres Kindes eilen, wenn des Nachts ein Anruf mit der Botschaft kommt “Mama, hilf mir!”? Da würde sich wohl jede Mama auf den Weg machen. Jennifer sieht sich auch als die perfekte Mutter. Sie ist immer für ihre Kinder da, macht Hausaufgaben mit ihnen, fährt sie von dieser zu jener Veranstaltung und sieht sich als beste Freundin ihrer Kinder. Ich empfand sie als eine extreme Mischung aus Glucke und Kontrollfreak. Sie gibt auch ganz offen zu, dass sie gerne alles was ihre Familie betrifft – insbesondere die Kinder – organisiert und macht. Trotzdem wirft sie ihrem Mann aber vor, sich nicht für Emma einzusetzen und sie nicht verstehen zu wollen. Dabei ist ihr Mann Mark derjenige der das Wesen von Emma schon als Kind durchschaut. Klar, als Mutter möchte man in seinem Kind immer nur das Gute sehen, doch beeinflussen kann man das nicht immer. Erst allmählich begreift Jennifer, dass sie nicht immer alles gerade richten kann für ihr Kind und dass es an Emma selber liegt sich aus der Situation heraus zu manövrieren indem sie den Behörden die Wahrheit sagt.

Mit 287 Seiten ist der Roman relativ kurz, doch mehr sind wirklich nicht nötig um diese Geschichte in ein Buch zu Packen. Die Handlung ist recht beschränkt, bezieht sich natürlich in erster Linie auf die Mutter und die Geschehnisse in Spanien. Durch bildhaften Darstellungen von Sevilla hat die Autorin versucht etwas Abwechslung in den Ablauf zu bringen.

Nina Darnton lebt zusammen mit ihrem Mann John Darnton in New York. Zusammen verbrachte das Paar viele im Ausland, darunter auch Spanien. Diese Erfahrungen nutzt die Autorin für ihr Romane.

Das Cover lässt eher auf einen Thriller vermuten, ebenso der Titel. Beide sind irreführend und beziehen sich in keiner Weise auf die Handlung.

Mein Fazit:

Die Handlung ist nicht sehr spannend. Ich las mich so dahin, ohne wirkliche tiefe Emotionen zu verspüren. Sympathie zu den Charakteren ist für mich nicht ausschlaggebend, dass mir ein Buch gefällt. Leider konnte mich die Erzählart auch nicht so fesseln. Sie war ok, entsprach aber nicht meinen Erwartungen.

Von mir bekommt der Roman leider nur Rote RoseRote Rose von Rote RoseRote RoseRote RoseRote RoseRote Rose.

Herzlichen Dank an Goldmann.

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