Rezension: Kate Defrise-Winter und Schokolade


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Kate Defrise – Winter und Schokolade

Roman

448 Seiten

Preis: € 9,99 [D] / 10,30 [A] / 13,90 [sFr]

Buchinfo Verlagsseite

Verlagstext:

Drei Schwestern, ein tragisches Ereignis, ein Weihnachtsessen, das alle wieder zusammenbringt

Die Schwestern Magali, Jacqueline und Colette haben schon lange nichts mehr von ihrem Vater gehört. Seit dem Tod ihrer geliebten Mutter vor vielen Jahren herrscht Eiszeit in der Familie. Als er ihr Vater sie einlädt, Weihnachten mit ihm zu feiern, sind sie alles andere als begeistert. Dennoch fahren die Schwestern nach Hause, im Gepäck nichts als ihren Groll und das alte Familienrezept für Mousse au Chocolat. Sie ahnen nicht, dass ein lang gehütetes Geheimnis darauf wartet, gelüftet zu werden …

Mein Eindruck:

Weihnachtszeit Familienzeit. Nach Jahren wünscht sich der Vater von Magali, Jacqueline und Colette die Familie wieder einmal in ihrem früheren gemeinsamen Zuhause in Pennsylvania zusammenzubringen. Wenig begeistert, doch gehorsam wie immer, übernimmt Magali die Aufgabe die Geschwister vom Wunsch des Vater zu informieren und alle Weihnachten unter einem Dach zu vereinen.

Der Klappentext führt einen doch etwas in die Irre. Zwar läuft die Geschichte auf dieses von allen Geschwistern gleichermaßen unerwünschte Ereignis hinaus, bis es allerdings soweit ist, vergehen in der Erzählung noch einige Wochen. In Abwechslungsreichen Ich-Erzählungen erfährt man mehr über die drei Schwestern und ihr Leben. Dieser Erzählstil gefiel mir richtig gut. Die Schwestern leben über zwei Kontinente verteilt. Jede hat einen ganz bestimmten Wunsch in ihrem Leben. Doch wie es oft ist, erfüllen sich solche Lebensträume nicht immer und man muss einen anderen Weg einschlagen oder einen Umweg machen. Auch wenn sich Magali, Jacqueline und Colette offensichtlich recht nah stehen, ist da ein gewisser gegenseitiger Neid auf das Leben der jeweils Anderen. Über allem schwebt auch noch der Geist der Mutter, die früh verstorben ist. Sie steht für die Geschwister auf einem Podest und sie vergötterten sie und wollten in jeder Hinsicht so werden wie sie. Und alle drei Schwestern fürchten sich davor, in den Augen des Vaters nicht zu bestehen. Diese unterschwellige Versagensangst ist immer spürbar. Zu den Geschwistern gehört auch noch Art, der einzige Bruder. Er spielt in der Geschichte nur eine untergeordnete Rolle und ist so etwas wie ein Mitläufer. Den Grund, warum die Geschwister zum Vater ein so schlechtes Verhältnis haben, erfährt man erst in den letzten Kapiteln.

Winter und Schokolade spielt in erster Linie nicht an Weihnachten. Man sollte auf keinen Fall hungrig ans Lesen gehen, denn gegessen und gefeiert wird in der Erzählung in regelmäßigen Abständen. Von Halloween über Thanksgiving bis hin zum Nikolausabend, es wird viel gekocht, viel gegessen und viel gefeiert. Als Leser wird man mit köstlichen Rezepten zum Nachkochen belohnt.

Kate Defrise verbrachte viele Jahre ihrer Kindheit in Belgien. Dort lernet sie, dass gutes Essen die Basis für ein gutes Leben ist. Zeitweilig lebte sie abwechselnd in Belgien und Frankreich. Diese Erfahrungen aus ihrem Leben fließen stark in die Handlung ein. Man erfährt viel über das Leben sowohl in Belgien als auch in den USA. Einige französische Sätze kommen auch vor, stören den Lesefluss aber nicht, im Gegenteil. Es vermittelt ein schönes “c’est la vie” Feeling.

Das Cover sticht ins Auge und zusammen mit dem Klappentext erwartet man sich als Leser eine unterhaltsame weihnachtliche Familiengeschichte.

Mein Fazit:

Meine Erwartungen in diese weihnachtliche Geschichte wurden nicht ganz erfüllt. Die Erzählung ist nett, die Charaktere gut dargestellt, trotzdem konnten sie mich nicht für sich einnehmen. Richtig klasse fand ich aber die abgedruckten Rezepte, da werde ich sicher, das ein oder andere nachkochen!

Von mir bekommt der Roman Rote RoseRote RoseRote Rose von Rote RoseRote RoseRote RoseRote RoseRote Rose.

Herzlichen Dank an Heyne.

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