Rezension: Tammy Coen-Während du stirbst


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Tammy Cohen – Während du stirbst

Psychothriller

409 Seiten

Preis: € 9,99 [D] | € 10,30 [A] | CHF 13,90

Buchinfo Verlagsseite

Verlagstext:

„Sehr wahrscheinlich werde ich TOT sein, bevor Sie das hier zu Ende gelesen haben.“

Drei Dinge gibt es über Jessica Gold zu wissen: Sie ist neunundzwanzig Jahre alt, sie hat eine Knopfphobie, und sie wurde entführt. Von einem Fremden, der sie zwölf Tage lang in seiner Wohnung gefangen hält, sie mit perfiden Grausamkeiten quält, sie angekettet in einer Hundehütte am Fuß seines Bettes schlafen lässt. Und jeden Tag überreicht er seinem Opfer ein Geschenk – eines grausamer als das nächste –, bis Jessica am zwölften Tag sicher weiß: Der Mann wird sie töten. Doch Jessica hat ein Geheimnis, von dem niemand etwas ahnt …

Mein Eindruck:

Mädchen, warum steigst du zu einem Wildfremden in das Auto den du gerade erst kennen gelernt hast? Diese Frage stellt sich ziemlich zu Beginn der Geschichte. Denn man weiß durch den Klappentext bereits, wie das Ganze enden wird.

Jessica Gold wird über Weihnachten in der Wohnung von Dominic Lacy festgehalten. Wie ein Tier schläft sie in einer Hundehütte, wird mit Essen vollgestopft und erhält täglich ein seltsames Geschenk. Jeder Tag ist eine Qual, denn Jessica weiß hinter jeder Gaben verbirgt sich eine Geschmacklosigkeit. Eine extremer als die nächste. Hilfe ist nicht in Sicht, denn es gibt nur diese eine Wohnung in dem Haus, die Handys hat der Psychopath weggeschmissen und die Schlüssel zu den Türen trägt er immer bei sich. Jessica wird immer weniger, sie gibt sich bald selber auf, denn ihr wird klar, dass es für sie kein Überleben geben wird. Das Geschenk am zwölften Tag bestätigt ihre schlimmsten Vermutungen. Doch dann sammelt sie noch einmal ihre ganzen Kräfte und kämpft gegen Dominic an. Sie verletzt ihn schwer und kann ein Hilfssignal abgeben.

Zeitgleich sucht die Londoner Polizei, allen voran die ehrgeizige Kim, nach ihr. Sie und ihr Kollege sammeln Informationen über Jessica und befragen ihr engstes Umfeld. Während ihr Kollege der Meinung ist, sie sei abgehauen oder hätte sich selber etwas angetan, ist Kim von davon nicht überzeugt. Sie hinterfragt alles gerne genau. Besonders Trevor, Jessiacas Freund schein ein Geheimnis zu haben. Als Jessica gerettet wird, kniet sich Kim noch mehr in den Fall hinein. Welches Geheimnis verbirgt Trevor und was steckt hinter dem Martyrium von Jessica. Kim kommt der Wahrheit immer näher ….

….und wer wissen will, was sich hinter all dem verbirgt, der sollte das Buch unbedingt lesen! Man erlebt überraschendes, wirklich. Der Spannungsbogen baut sich erst allmählich auf. Besonders im ersten Teil ist das abschnittsweise etwas langatmig. Die kranke Seele von Dominic hat man bald durchschaut, und weiß, dass auf jedes Geschenk eine schmutzige Geschichte mit einer ebenso schäbigen Aktion seinerseits steckt. Doch die Entwicklung der Geschichte ist wirklich genial. Jessica erzählt aus ihrer Sicht die Geschehnisse. Manchmal kann man gar nicht glauben, was sich abspielt und fragt sich wie das möglich ist. Man hat seinen Täter, man empfindet Abscheu für ihn und ist froh dass die junge Frau das Martyrium übersteht. Doch erst allmählich entwickeln sich unglaubliche Wahrheiten, die Geschichte wendet sich einige male. Man hat immer wieder einen neuen Weg, den man beschreitet und es tun sich Ungeheuerlichkeiten auf.

Tammy Cohen hat mit ihrem ersten Psychothriller für Aufsehen gesorgt. Die Wendungen und Wahrheiten machen den Roman besonders. Sie arbeitet als freie Journalistin für diverse Zeitungen und Magazine und lebt mit ihrer Familie im Londoner Norden.

“Während du stirbst” spielt während der Weihnachtsfeiertage. Das Cover ziert eine Schleife und steht für die Geschenke, die Blutflecke ziehen die Aufmerksamkeit auf sich und deuten an, dass es alles andere als besinnlich werden wird.

Mein Fazit:

Auch wenn mir Teil 1 mitunter zu langatmig wurde, weil die Handlung zu überschaubar war, ist der Roman gut gelungen. Besonders ab Teil 2 hat mich die Geschichte gefesselt. Mit seinen Drehungen und Wendungen führte Tammy Cohen mich ganz gut an der Nase herum. Meine getroffene Erkenntnis musste ich so manches mal wieder über Bord werfen und neu überdenken. Und das ist es, was den Roman lesenswert macht. Die Spannung selber fand ich eher flach gehalten, aber der Verlauf und die Auflösung der Geschichte war richtig gut.

Von mir gibt es Rote RoseRote RoseRote RoseRote Rose von Rote RoseRote RoseRote RoseRote RoseRote Rose.

Herzlichen Dank an Blanvalet.

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