Hörbuchrezension: Henning Mankell–Treibsand


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Henning Mankell – Treibsand – Was es heiß, ein Mensch zu sein

Gelesen von Axel Milberg – Ungekürzte Lesung

1 mp3-CD; Laufzeit ca. 10 h 28 min

Preis: € 24,99 [ D] / 28,10 [A] / 35,50 [sFr]

Buchinfo Verlagsseite

Verlagstext:

Vom Wissen um unsere Sterblichkeit

Die Diagnose Krebs erinnerte Henning Mankell an einen Albtraum aus seiner Kindheit: an das Bild im Treibsand zu versinken. In dieser Krise hilft Mankell das Nachdenken über die großen Fragen: Woher kommen wir? Wohin gehen wir? Welche Art von Gesellschaft will ich mitgestalten? Ausgehend von eigenen Erlebnissen beschäftigt er sich mit den Anfängen der Menschheit, reflektiert über politische Fragen der Zukunft und schildert, was Kunst in schweren Momenten bedeuten kann. Denn dass das Leben trotz privater und globaler Katastrophen lebenswert ist, davon ist Mankell überzeugt.

Mein Eindruck:

Mankells letztes Werk ist ein sehr persönliches Buch in dem er unter anderem über seine Krebserkrankung erzählt. Als Leser bzw. Zuhörer erfährt man über eine Rückblende über besondere Ereignisse im Leben des Autors, von seiner Kindheit bis hin zu seinem Engagement in Afrika.  Er beschäftigt sich mit dem Zustand der Welt, von Umweltverschmutzung bis hin zum Atomzeitalter und dessen Auswirkungen auf das Leben. Diesen Gedanken kann man gut folgen und sie spiegeln durchaus Gedanken und Ängste die man als Mensch hat. Manchen Einfällen ist schwer zu folgen. Bei Kunst oder geschichtlichem kenne sich nicht jeder – ich auch – nicht so gut aus. Mankell hadert natürlich auch mit seiner Krankheit und erzählt von der Diagnose und seinen Überlegungen und Ängsten zum Krebs. Trotzdem ist es keine mitleidheischende Erzählung. Vom Stil her ist die Erzählung eher nüchtern als traurig.

Henning Mankell, geboren 1948 in der Nähe von Stockholm, war nicht nur Autor sondern auch Regisseur am Theater. Von Afrika war Mankell schon als Kind begeistert und leitete in Mosambique das Teatro Avenida. Bekannt war er für seine Krimiserie Wallander. Mankell verstarb am 5. Oktober 2015.

Axel Milberg, der wandelbare deutsche Schauspieler, hat das Hörbuch mit seiner charismatischen Stimmlage auf ruhige passende Weise eingesprochen.

Für das Coverbild schaut man in den Himmel und sieht den Möwen beim Kreisen zu. Man fühlt sich wie an einem ruhigen Strand und hängt seinen Gedanken nach.

Mein Fazit:

Sprachlich bewegt sich die Erzählung in einem gut zu folgenden Bereich. Mankells Gedankengängen zu folgen ist etwas schwieriger. Vieles spiegelt meine Gedanken was Umwelt und Atomzeitalter angeht. Ein Buch zum Nachdenken!

Das Hörbuch bekommt von mir Rote RoseRote RoseRote RoseRote Rose von Rote RoseRote RoseRote RoseRote RoseRote Rose.

Herzlichen Dank an der Hörverlag.

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