Hörbuchrezension: Rick Yancey-Die 5. Welle


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Rick Yancey – Die 5. Welle

Gelesen von Meret Brettschneider, Achim Buch und Philipp Baltus

2 mp3, Laufzeit ca. 14 h 35 min.

Preis: € 16,99 [D]  | € 19,10 [A]  | CHF 24,50

Buchinfo Verlagsseite

Verlagstext:

Die erste Welle brachte Dunkelheit. Die zweite Zerstörung. Die dritte ein tödliches Virus. Nach der vierten Welle gibt es nur noch eine Regel fürs Überleben: Traue niemandem! Das hat auch Cassie lernen müssen, denn seit der Ankunft der Anderen hat sie fast alles verloren: Ihre Freunde und ihre Familie sind tot, ihren kleinen Bruder haben sie mitgenommen. Das Wenige, was sie noch besitzt, passt in einen Rucksack. Und dann begegnet sie Evan Walker. Er rettet sie, nachdem sie auf der Flucht vor den Anderen angeschossen wurde. Eigentlich weiß sie, dass sie ihm nicht vertrauen sollte. Doch sie geht das Risiko ein und wird schon bald mit der Grausamkeit der fünften Welle konfrontiert …

Mein Eindruck:

Die 5. Welle ist der erste Band einer dystopischen Trilogie von Rick Yancey. Der amerikanische Schriftsteller studierte Englische Literatur und war als Lehrer und Schauspieler tätig. Seit 2004 widmet er sich ganz dem Schreiben und hat inzwischen mehrere Romane für Jugendliche und Erwachsen herausgebracht. Um seine 5. Welle Trilogie ist ein regelrechter Hype entbrannt. Der zweite Band ist im März diesen Jahre erschienen. Wann der dritte Band zu erwarten ist, konnte ich leider nicht heraus finden.

Dystopien sind auf meiner Hör-/Leseehrfahrung eher noch ein schwarzer Fleck. Die 5. Welle hat mich aber doch neugierig gemacht. Das Buch hat meine Tochter gelesen, ich selber hörte mir die Geschichte um Cassie, ihre Familie, Freunde, Evan Walker und die Anderen lieber auf CD an.

Die Umsetzung des Romans auf Hörbuch fand ich echt gelungen. Abwechselnd wurde die Geschichte von drei Stimmen erzählt. Den Beginn machte die weibliche Stimme für Cassie. Sie erzählt ihre Geschichte aus ihrer Sicht. Wie sie die ersten vier Wellen sah und erlebte und wie sich ihr Umfeld veränderte. Die zweite Sicht in dem Roman ist die eines Jungen. Er ist auch in einem Camp, wird gesund gepflegt und wird zum Soldaten ausgebildet. Die dritte Stimme ist die eines jungen Mannes. Welche Rolle er in der Handlung hatte war erst mal nicht ersichtlich, gut oder böse, war nicht klar. Ein Kribbeln war aber allemal zu spüren und irgendwann erwischte es einen und man macht sich so seine Gedanken um gerade eben diese Person. Denn von Cassie weiß man irgendwann sehr viel, die Rolle des Jungen wurde auch allmählich immer klarer, nur eben dieser Unbekannte blieb für lange Zeit im Dunklen. Wie sich die einzelnen Kapitel abwechselten und dann zu einem großen Ganzen zusammen kamen war richtig gut gemacht. Es wurde kein einziges mal langweilig. Im Gegenteil, nicht mehr zuhören war nicht möglich auch wenn der Autor beim Ende oder besser gesagt beim Showdown doch sehr in die Trickkiste gegriffen hat, und ich mir die Schlussszene so nicht wirklich vorstellen konnte. Zu filmreif würde ich mal sagen. Alles in allem aber ein sehr gutes Buch mit einer gut durchdachten Handlung. Der Abschluss  nach dem Finale ist ganz gut gelungen und das zweite Buch wartet ja schon. Man weiß also, es geht weiter und da kommt noch was.

Zu den Stimmen:

Merete Brettschneider arbeitet als Synchronsprecherin, Schauspielerin und Hörbuchsprecherin. Sie hat bei verschiedenen hörspielreihen feste Rollen und wirkt bei Gesangsproduktionen mit. Auch für Lesungen, denen sie mit ihrer jugendlichen Stimme einen besonderen Charme verleiht, ist sie gefragt. Ihre Stimme und Tonlage passen sehr gut zu der 17jährigen Cassie. Ob mädchenhaft, frech, betrübt, kess oder verliebt, sie brachte die jugendliche Hauptdarstellerin ganz exzellent in Szene.

Philipp Baltus, der 1978 in Hamburg geboren ist, begann seine Sprech- und Schauspielausbildung direkt nach dem Studium. Außerdem besuchte er die New York Film Academy. Neben einigen Gastrollen in deutschen Fernsehserien spielte er auch in mehreren Kinofilmen mit. Baltus ist auch Sprecher für Werbung, Hörspiel, Dokumentation und Synchron. In dem Hörbuch war er, glaube ich, die Stimme des Jungen. Auch seine Stimme ist eher jugendlich und passte gut zu dem Teenager.

Achim Buch , geboren bei Bonn, studierte an der Folkwang Hochschule in Essen. Er war schon an vielen deutschen Theatern engagiert, zuletzt am Schauspielhaus und am Thalia Theater in Hamburg. Zahlreiche Hörbücher wurden von ihm bereits eingelesen. In der 5. Welle übernahm er wohl den Part des jungen Mannes. Seine Stimme passte auch ganz hervorragend zu dem Charakter und das Zuhören machte richtig Spaß.

Bisher hatte ich noch nicht das Vergnügen eine der drei Stimmen auf Hörbuch zu hören. Alles zusammen gefiel mir ihre Darstellung und Interpretation der Handlung doch sehr gut. Sie konnten mich richtiggehend fesseln und machten das Zuhören zu einem Genuss.

Das Cover finde ich auch ganz gut gewählt, der dunkle Wald mit dem Mädchen, das hinaus blickt auf die lichtdurchtränkte leere Stadt. Nur sie und der Schwarm Vögel am Himmel, ansonsten keine Menschenseele. Allein oder doch nicht? Passt, wie ich finde gut zu einer Dystopie, hat so ein bisschen Düsternis mit einem Licht der Hoffnung das hinten hell erstrahlt.

Mein Fazit:

Mir als Nicht-Dystopie-Hör/Leser hat der Roman gut gefallen. Die Stimmen brachten die Protagonisten zum Leben und ich fühlte mich gut unterhalten. Würde den zweiten Teil auf jeden Fall auch hören/lesen wollen. Bin gespannt auf die Fortsetzung.

Von mir bekommt das Hörbuch Rote RoseRote RoseRote RoseRote Rose von Rote RoseRote RoseRote RoseRote RoseRote Rose.

Herzlichen Dank an der Hörverlag.

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2 Gedanken zu “Hörbuchrezension: Rick Yancey-Die 5. Welle

  1. Hallo Angelika,
    um das Buch „Die 5. Welle“ schleiche ich schon seit geraumer Zeit herum, immer am überlegen: Kaufe ich es, kaufe ich es nicht?!? 🙂 Werde es mir jetzt wohl doch zulegen! 🙂
    Nächstes kommt übrigens auch der Kinofilm heraus.
    LG Melli

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