Rezension: Petra Durst-Benning–Kräuter der Provinz


9783734100116_CoverPetra Durst-Benning

Kräuter der Provinz

512 Seiten

Preis: € 9,99 [D] | € 10,30 [A] | CHF 13,90

Buchinfo Verlagsseite

Verlagstext:

Eine Prise Glück, ein Löffel Freude und jede Menge Liebe – so schmeckt das echte Leben.

Bürgermeisterin Therese liebt ihre schwäbische Heimat – Wiesen mit sattgelbem Löwenzahn, ein paar sanft geschwungene Hügel und mittendrin Maierhofen. Doch die jungen Leute ziehen weg, und der Dorfplatz wird immer leerer. Als Therese krank wird und das Dorf kurz vor dem Aus steht, raufen sich alle Bewohner zusammen – seien es die drei Greisen, die immer auf der Bank sitzen, der linkische Metzgermeister Edi oder die schüchterne Christine. Und sie haben nur noch ein Ziel: ihre schöne kleine Stadt zu retten und das erste Genießerdorf entstehen zu lassen – einen Ort, an dem der echte Geschmack King ist!

Mein Eindruck:

In Maierhofen geht es wirklich recht bescheiden zu. Der Einzelhandel funktioniert zwar für einige Branchen recht gut, doch Arbeitsplätze sind eher rar und die Jugend zieht es sowieso in die Stadt oder in die Ferne. Weil dort ist sowieso alles besser als zu Hause! Auch Therese, Bürgermeisterin und Unternehmerin, hat mit ihrem Landgasthof ein bescheidenes Auskommen obwohl sie sich für arbeitsmäßig für diesen verausgabt. Als sie schwer erkrankt ist ihr innigster Wunsch Maierhofen und dessen Bürgern eine Chance als florierende Ortschaft im Allgäu zu sichern. In Greta, ihre Cousine aus Frankfurt, sieht sie diese Chance gekommen. Greta arbeitet erfolgreich in der Werbebranche und hat schon so manchen  Preis eingeheimst. Mittels einer erfundenen Geschichte lockt Therese Greta schließlich  in das Allgäu, dort verbrachte Greta zusammen mit Therese unbeschwerte Ferientage. Nach anfänglicher Schwierigkeiten reift schließlich ein Konzept heran, dass Maierhofen in Deutschland bekannt werden lassen soll und neben Tagesgästen auch Reisende anlocken soll. Das ganze Dorf ist aus dem Häuschen und mit vollem Eifer bei der Sache. Ein Anruf aus Frankfurt wirft fast alles über den Haufen, denn Greta muss sich entscheiden: in Maierhofen bleiben und vielleicht mit ihrer neuen Liebe glücklich werden, oder zurück in ihr altes Leben und die Karriereleiter weiter empor kraxeln ……

 Petra Durst-Benning bedient sich in ihrem neuen Roman sehr realistischen Gegebenheiten aus dem Alltag so mancher Person. Manche Situation erscheint schon sehr Klischeehaft, ist aber durchaus Realität. Von diesen Realitäten aus Menschen und Lebenslagen lebt aber die Geschichte. Hätte sich die Autorin nur auf Greta konzentriert, wäre der Roman wohl eine reine Liebesgeschichte geworden. So aber ist aus der Handlung ein wirklich guter Unterhaltungsroman geworden, der durch seine natürlichen Personen besticht. Da ist Edi, der Metzger, der kein Tier mehr essen oder verarbeiten möchte und lieber Vegane Wurst  produzieren will. Dann gibt es noch Roswitha, die sich neben ihrem Kartoffelacker noch um die dementen Eltern kümmert. Christine, deren Lebensmittelmpunkt seit ihrer Heirat die Familie und der Haushalt ist. Sam, der Koch, der in Maierhofen eine neue Heimat gefunden hat. Und neben einigen anderen Charakteren natürlich noch Greta und Theresa; beide Frauen leben für ihren Beruf und die Liebe kam immer zu kurz.  So unterschiedlich die Konstellationen der Personen sind, haben alle doch etwas gemeinsam: den Wunsch nach Veränderung. Und mit viel Einsatz und Fantasie gelingt es ihnen diesen Traum wahr werden zu lassen. Das Motto “Lebe deinen Traum” ist Programm in der Handlung. Ein wunderbarer Roman zum Endschleunigen, über Nachhaltigkeit nachzudenken und das ein oder andere auch in den eigenen Lebensstil aufzunehmen.

Das Cover ist schön und passt gut zur Geschichte. Ein leckeres Keksrezept zum Nachbacken befindet sich im Klappeninneren. Im Nachwort der Autorin schreibt sie über die Idee und den Hintergrund zu diesem Roman. Wie bereits erwähnt, finde ich einiges Klischeehaft, die Personen und ihr Lebensumstand sind aber sehr echt. Das Ende kam mir dann doch sehr abrupt vor und hat mich nicht wirklich befriedigt zurückgelassen.

Mein Fazit:

Ein unterhaltsamer, entspannender Roman für gemütliche Herbstabende mit einer schönen realen Geschichte. Maierhofen, das fiktive Dorf im Allgäu, gibt es auch Andernorts. Den Zusammenhalt der Bürger würde man sich auch im realen Leben gerne wünschen!

Von mir gibt es Rote RoseRote RoseRote RoseRote Rose von Rote RoseRote RoseRote RoseRote RoseRote Rose.

Herzlichen Dank an Blanvalet!

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