Samuel Bjork–Engelskalt


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Samuel Bjork – Engelskalt

Thriller

530 Seiten

Klappentext:

Ein Spaziergänger findet im norwegischen Wald ein totes Mädchen, aufgehängt an einem Springseil. Kommissar Holger Munch beschließt, sich der Hilfe seiner Kollegin Mia Krüger zu versichern, deren Spürsinn unschlagbar ist. Er reist auf die Insel Hitra, um sie abzuholen. Was Munch nicht weiß: Mia hat sich dorthin zurückgezogen, um sich umzubringen. Doch als sie die Bilder des toten Mädchens sieht, entdeckt sie ein Detail, das bisher übersehen wurde – und das darauf schließen lässt, dass es nicht bei dem einen Opfer bleiben wird …

Mein Eindruck:

Als Leser wird man gleich zu Beginn in die düstere Geschichte hineingezogen. Man stößt auf das erste tote Mädchen und fühlt es eiskalt den Rücken hinunter kribbeln. Auch die erste Begegnung mit Mia Krüger in der Handlung ist schaurig, spannend. Der Autor zeichnet ein unglaublich klares Bild eines zutiefst verzweifelten Menschen, der nur noch auf den einen Tag wartet, an dem er seinem Leben ein Ende setzt. Zum Glück taucht Kommissar Munch noch rechtzeitig auf und bittet sie um Hilfe bei dem Mädchenmord. Bald taucht das nächste Opfer auf, gefunden von zwei Brüdern, und den Ermittlern wird klar, dass es sich um einen Serienmörder handelt.

Die Geschichte ließt sich wirklich sehr gut. Als Leser fiebert und rätselt man von Beginn an mit. Der Autor legt immer wieder Spuren, die sich dann in eine andere Richtung bewegen und man kommt bis weit hin zum Ende nicht wirklich auf den richtigen Täter. Das ist aber meines Erachten der Hauptfehler des Autors. Er hat zu viele Personen bzw. Schauplätze in die Handlung einfließen lassen. Viele dieser Namen tauchen nur kurz auf und verschwinden wieder in der Versenkung, ist ja auch ok. Doch eine entscheidende Personengruppe spielt bis zum Schluss eine dubiose Rolle in der Handlung. Sie erfüllen einen gewissen Zweck, doch bleiben mir am Ende gerad durch diese Personengruppe zu viele offene Fragen übrig. Gewollt oder nicht? Vielleicht plant der Autor ja eine Fortsetzung und deckt erst beim nächsten Roman die Geschehnisse in diesem Personenkreis auf.

Fazit:

Ein gelungenes und spannendes Thrillerdebut mit kleinen Schwachstellen. Spannung, Tempo und Ablauf der Handlung ist richtig gut gemacht. Schade ist nur, dass ich mir als Leserin nicht im Klaren bin, ob da noch etwas kommt oder ob der Roman nun abgeschlossen ist.

 

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