Rezension: Mo Hayder – Wolf


 

9783442313075_Cover

Mo Hayder – Wolf

Psychothriller

441 Seiten

Preis: € 14,99 [D] | € 15,50 [A] | CHF 20,50

Buchinfo Verlagsseite

Verlagstext:

Ein einsames Haus am Waldrand. Es war ihr Zufluchtsort. Jetzt ist es die Hölle.

„Es hört sich an, als würden sie gerade meine Tochter oder meine Frau bedrohen. Ich weiß nicht, was passiert. Jetzt ist es still.“ Vor vierzehn Jahren wurde ein junges Liebespaar brutal ermordet. Der Hauptverdächtige gestand das Verbrechen und wurde verurteilt. Aber die Erinnerung an die Morde ist noch nicht verblasst. Als Oliver Anchor-Ferrers mit seiner Familie in das einsam gelegene Ferienhaus in der Nähe des damaligen Tatorts zurückkehrt, macht er eine schockierende Entdeckung: Ist der Täter von einst etwa wieder auf freiem Fuß? Noch kann er nicht ahnen, dass das schon bald nicht mehr seine größte Sorge sein wird. Der Albtraum kehrt mit voller Macht zurück, nur diesmal ist er die Hauptfigur …

Mein Eindruck:

“Wolf” ist mein bisher 3. Roman den ich von Mo Hayder kenne. Mit Jack Caffery, ihrem smarten und überaus gut aussehenden Ermittler, bin ich also schon vertraut. Auch mit seinen persönlichen Albträumen: Sein Bruder verschwand als Kind spurlos. Die Vermutung war, dass er von einem bekannten Kinderschänder entführt wurde. Eine Leiche wurde aber nie gefunden. Jack hat aber auch nie aufgehört nach ihm zu suchen. Diese Hartnäckigkeit macht ihn als Ermittler sehr interessant. Denn er ist ein richtiger Spürhund und gibt nicht auf bis er gefunden hat wonach er sucht.

Als er wieder einmal einer Spur nach seinem verschollenen Bruder auf macht, sucht er den “Walking Man” auf. Eine Figur die mir schon aus einem früheren Roman bekannt ist. Er zieht rastlos durch die Gegend um  Sommerset und ihm entgeht nichts. Caffery erhofft sich von ihm Antworten zu seinem Bruder. Statt Antworten drückt ihm der Landstreicher einen Hund in die Hand. Er hatte ein Halsband mit einem Hilferuf umgehängt. Von Jack verlangt der “Walking Man” die Besitzer von Bear zu finden, erst dann wird er seine Fragen beantworten. Jack fängt also an die Nadel im Heuhaufen zu suchen, denn alles was er von dem Hund weiß ist sein Name und die Gegend wo ihn der Vagabund gefunden hat.

Die Besitzer des Hundes werden von zwei Kerlen in ihrem abgelegenen Haus gefangen gehalten und tyrannisiert. Mathilda ist es gelungen Bear die Botschaft umzuhängen und ihn aus dem Haus zu schaffen. Doch sie glauben nicht mehr an Rettung, denn Tage vergehen und die Familie wird auch von niemandem vermisst……

Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass bei Mo Hayder die Luft an Spannung heraus ist. Es wird schon allmählich langweilig, wenn Jack Caffery immer wieder mit dem “Walking Man” zusammen kommen muss um als Ermittler überhaupt in die Gänge zu kommen. Auch, dass in jedem Roman immer wieder seine Vergangenheit hoch kommt, ist nichts Neues und hält keine Überraschungen mehr parat – ok fast keine Überraschungen (mehr verrate ich nicht!). Aber irgendwie mag ich ihn, seine Hartnäckigkeit mit der er die Rätsel löst.

Die Ereignisse im Ferienhaus der Anchor-Ferrers sind eher seltsam, denn spannend. Die zwei Täter empfand ich eher als Clowns, denn als ernst zu nehmende Subjekte. Lange Zeit konnte ich mit ihnen nichts anfangen. Spannung kam leider erst auf den letzten 100 Seiten auf. Eindeutig zu spät um das Ruder noch herum zu reißen und aus der Handlung noch einen guten und spannenden Psychothriller zu machen. Welche Richtung die Story einschlagen würde, war ab diesem Zeitpunkt dann schon klar und hatte somit keine Überraschungen mehr zu bieten. Die Sprache und Wortwahl der Geschichte ist  eher simpel. Die Namen der beteiligten Personen werden ziemlich oft und unnötigerweise erwähnt.

Mein Fazit:

Für mich eindeutig das schlechteste Buch, das ich von Mo Hayder je las. Die Story hat gute Ansätze, ist aber leider sehr schlecht umgesetzt. Die Figuren nicht sehr ernst zu nehmen. An echte Psychothriller Kenner kann man das Buch nicht weiterempfehlen.

Von mir gibt es für “Wolf” bescheidene Rote RoseRote Rose von Rote RoseRote RoseRote RoseRote RoseRote Rose.

Herzlichen Dank an Goldmann.

Advertisements

2 Gedanken zu “Rezension: Mo Hayder – Wolf

  1. Hallöchen Angelika,
    von der „Jack Caffery-Reihe“ kenne ich bis jetzt nur „Die Behandlung“, aber das Buch fand ich richtig gut! Wiederum haben mir andere Bücher von ihr wie „Ritualmord“oder „die Sekte“ so gar nicht zugesagt. 🙂
    Liebe Grüße, Melli

    • Hi Melli, ich bin im Ganzen zurückhaltend bei Buchserien, hab die Erfahrung gemacht,dass der Schreibstil oft schlechter wird. Gut fand ich Fall 1“Der Vogelmann“ und “ Haut“, das war glaube ich Fall 3. Zukünftige Fälle mit Jack werde ich mir ersparen :-$ LG Angelika

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s