Rezension: Clair Winter-Die Schwestern von Sherwood


 

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Clair Winter  –  Die Schwestern von Sherwood

Roman

576 Seiten

Preis: € 9,99 [D] | € 10,30 [A] | CHF 13,90

Buchinfo Verlagsseite

Verlagstext:

Die bewegende Geschichte zweier unzertrennlicher Schwestern und einer schicksalhaften Liebe

1948: Die angehende Journalistin Melinda kämpft im Nachkriegsberlin ums tägliche Überleben, als sie von einem anonymen Absender ein rätselhaftes Paket erhält. Die Bilder einer mystischen Moorlandschaft und eine ungewöhnliche Schachfigur führen die junge Frau nach England, zu einem geheimnisvollen alten Herrenhaus. Dort stößt Melinda auf die dramatische Liebesgeschichte zweier Schwestern im letzten Jahrhundert, die sehr viel mehr mit ihrem eigenen Leben zu tun hat, als sie zunächst ahnt …

Mein Eindruck:

Als der jungen Berlinerin Melinda Leewald anonym ein Packet geschickt wird, weiß sie erst nicht was sie davon halten soll. Wunderschöne Bilder einer englischen Moorlandschaft, gefühlvolle Liebesbriefe und eine außergewöhnliche Schachfigur geben ihr Rätsel auf. Kurzerhand nimmt sie das Angebot, an einem Journalistenseminar in London teilzunehmen an. Denn Melinda spürt, dass die Gegenstände mit der Geschichte ihrer verstorbenen Mutter und Großmutter zu tun hatte. Letztere kannte die junge Frau nicht, ihr war nur bekannt, dass diese in England aufgewachsen und gelebt hat, bevor sie mit ihrer Mutter nach Deutschland ausgewandert ist. Ihre Recherchen führen sie nach Dartmoor, zu einem geheimnisvollen Anwesen und den Sherwood Schwestern, deren dramatische Geschichte den Dorfbewohner auch nach 60 Jahren noch schaurig in Erinnerung ist……

Die Geschichte der Schwestern  von Sherwood ist in zwei Zeitzonen geteilt. Einmal das hier und jetzt der Nachkriegsjahre der 40er Jahre und einmal in die Zeit der Sherwood Schwestern Ende des 19. Jahrhunderts. Als Leser springt man zwischen Melinda und ihren Ahnen hin und her. Man erfährt viel über das Leben der beiden Mädchen, insbesondere Amalia, der Großmutter der Protagonistin.

Clair Winter hat sich in dem historischen Roman einer Thematik angenommen, die mich sehr beeindruckt hat: der Behinderung von Menschen und wie man zwei Jahrhunderte vorher noch mit diesen Menschen umging. Amalia hatte als Kind eine schwere Infektion durchgemacht und so ihr Gehör verloren. Sie ist für die Familie nichts mehr wert. Wird versteckt und landet in späteren Jahren in einem Heim. Die Mutter in ihrer ganzen gefühllosen und harten Haltung jagte mir Schauer über den Rücken. Die Dramatik und das Schicksal dieser Aktion im Leben der Schwestern grandios und bewegend zu lesen. Besonders gut gefallen hat mir, dass nicht die “unversehrte” Tochter die Hauptrolle in dieser tragischen Liebesgeschichte spielte.

Auch Melindas Recherchen sind spannend und gut dargestellt. Die Sprache bildhaft und wunderschön. Man begleitet sie auf ihre Suche und kann nicht innehalten, auch wenn von Anfang an klar ist, dass es nur ein halbes Happy End geben wird.

Mein Fazit:

Eine sehr gefühlvolle wie auch spannende Geschichte mit drei dramatischen Protagonisten deren Schicksale mich als Leser sehr bewegt haben. Für Leser die nicht nur eine Liebesgeschichte, sondern auch eine Suche nach der Wahrheit in längst vergangenen Zeiten in der Handlung mögen. Sehr schön und bildgewaltig dargestellt.

Von mir bekommt der Roman Rote RoseRote RoseRote RoseRote RoseRote Rose vonRote RoseRote RoseRote RoseRote RoseRote Rose.

Herzlichen Dank an den Diana Verlag.

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