Hörbuchrezension: Matthew Quick-Die Sache mit dem Glück


 

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Matthew Quick Die Sache mit dem Glück

Gelesen von Boris Aljinovic

6 CDs – Laufzeit 7 h 47 min.

Preis: € 19,99 [D]  | € 22,50 [A]   | CHF 28,50

Buchinfo Verlagsseite

Verlagstext:

Warmherzig, humorvoll, schräg.

Bartholomew Niel ist 39 und hat immer bei seiner Mutter gelebt. Als sie plötzlich stirbt, muss er alleine zurechtkommen. Zufällig findet er einen „Befreit-Tibet!”-Brief von Richard Gere in der Unterwäscheschublade seiner Mutter. In dem festen Glauben, dass der Schauspieler ihm helfen kann, beginnt Bartholomew, ihm Briefe zu schreiben. Ein Priester in der Glaubenskrise, eine junge Bibliothekarin und ihr katzenliebender Bruder helfen ihm ebenfalls bei seiner Suche nach dem Glück.

Mein Eindruck:

Bartholomew Niel und seine Mutter standen sich sehr nah. Als sie nach schwerer Krankheit stirbt steht er plötzlich alleine da. Beim Aufräumen findet er einen Brief von Richard Gere in einer Schublade seiner verstorbenen Mutter. Diese hat ihn in den letzten Stunden ihres Lebens immer mit Richard angesprochen. Also denkt sich Bartholomew, dass Mr. Gere eine ganz besondere Rolle im Leben seiner Mutter haben musste. Er beginnt ihm zu schreiben. Erzählt ihm von seiner Suche nach dem Glück, von Außerirdischen, vom Glauben insbesondere dem Buddhismus und von seiner heimlichen Liebe zu einer Bibliothekarin. Da Bartholomew zeit seines Lebens nie alleine war zieht  Father McNamee, der Priester der Kirchengemeinde, kurzerhand bei ihm ein. Dieser geht immer wieder durch manisch-depressive Phasen und hat ein Alkoholproblem. In einer Therapiegruppe lernt er den kratzbürstigen Max kennen, der um seine tote Katze trauert. In ihm findet er seinen ersten richtigen Freund. Zufällig ist dieser auch noch der Bruder seiner Angebeteten. Das macht Bartholomew erst mal Angst und stellt ihn vor eine neue Herausforderung. Schließlich lernt er Elisabeth dann kennen. Zusammen macht sich das schräge Kleeblatt dann auf den Weg nach Kanada. Jeder aus eigenen Gründen, aber mit dem Wissen, dass sie es nur zusammen schaffen können….

Gleich zu Beginn erfährt man einiges über Bartholomew Niel. Wie das Leben mit seiner Mutter war. Wie die Menschen mit ihnen umgingen. Meistens freundlich, viele aber auch nicht so nett oder gar aggressiv. Seine Mutter lehrte ihn, immer an das Gute zu glauben. Egal was kommt. Mal ist man ganz oben, mal ganz unten, aber man kommt immer wieder hoch. Bartholomew ist ein großer erwachsener Mann, der das kindliche Gemüt nicht verloren hat. Seine Ausdrucksweise ist aber durchaus erwachsen, freundlich und gelehrt. Seine regelmäßigen Briefe, in denen er Zwiesprache mit Richard Gere hält, sind sehr unterhaltsam.

Der Roman ist gespickt mit schrägen Charakteren. Neben Bartholomew ist da noch Father McNamee der dem jungen Mann zur Seite steht. Selber aber große Probleme hat sich im Leben zurecht zu finden. Max mit seiner aufbrausenden kratzbürstigen Art bringt ordentlich Schwung in die Handlung. Und Elisabeth ist die zarte, sensible, deren Leben auch nicht immer leicht verlief. Jeder der  vier ist auf seine eigene Art speziell und schräg und passt wunderbar in die Geschichte.

Boris Aljinovic hat mir schon in früheren Hörbüchern als Leser gut gefallen. Auch diesmal war ich die meiste Zeit richtig begeistert. Nur ab und zu steigerte er sich zu sehr hinein und wurde mir zu laut. Auch wenn es eine Art agressives Bauchgefühl darstellen sollte, gefiel mir dieses durchgeknallt sein nicht so gut. Ansonsten hat er seine Stimmfarbe großartig den Charakteren angepasst. Egal ob Frau oder Mann, der Aljinovic bringt jedes Geschlecht hörenswert herüber.

Matthew Quick ist mit seinem neuen Roman “Die Sache mit dem Glück” eine nette Geschichte mit einem liebenswerten Außenseiter als “Helden” gelungen. Sein erster Roman “Silver Linings” wurde bereits erfolgreich mit Bradley Cooper und Jennifer Lawrence verfilmt. Die Filmrechte für diesen aktuellen Roman wurden auch schon verkauft.

Mein Fazit:

Ein unterhaltsames Hörbuch über die Suche und das Finden nach dem Glück. Gespickt mit zahlreichen Lebensweisheiten, die man kennt, die man aber nicht immer in Erinnerung hat. Das Zuhören hat mir mit wenigen Ausnahmen richtig Freude bereitet. Man sollte sich auf Bartholomew Neil und seine “durchgeknallten” Freunde mal einlassen!

Von mir gibt es für das Hörvergnügen Rote RoseRote RoseRote RoseRote Rose von Rote RoseRote RoseRote RoseRote RoseRote Rose.

Herzlichen Dank an Random House Audio.

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