Rezension: Harlan Coben–Ich finde dich


 

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Harlan Coben

Ich finde dich

Thriller

414 Seiten

Preis: € 14,99 [D] | € 15,50 [A] | CHF 20,50

Buchinfo Verlagsseite

Verlagstext:

Natalie war die Liebe seines Lebens. Doch sie hat ihn verlassen, hat wie aus dem Nichts einen anderen Mann geheiratet, und Jake Fisher war am Boden zerstört. Bei ihrem Abschied musste er Natalie zudem schwören, sie zu vergessen, sie nie mehr zu kontaktieren. Doch als sechs Jahre später etwas Unglaubliches geschieht, bricht Jake sein Versprechen – und macht sich auf die Suche nach Natalie. Eine Suche, die seine eigene gutbürgerliche Existenz für immer zerstört. Und die ihm offenbart, dass die Frau, die er zu lieben glaubte, nie wirklich existiert hat …

Mein Eindruck:

Meine Erwartungen zu dem Roman waren relativ hoch, hatte ich doch viele positive Eindrücke über den vorangegangenen Roman gelesen. Der amerikanische Autor Harlan Coben war mir bisher unbekannt, Das Cover hat mich aber vom ersten Blick an angesprochen und da ich wieder einmal einen richtig spannenden Thriller lesen wollte bewarb ich mich auf dem Bloggerportal von Random House für ein Exemplar.

Jake Fischer, die Hauptfigur des Romans, unterrichtet als Professor an einer Universität in Massachusetts. Aus der ich-Perspektive erzählt er über seine Beziehung zu Natalie Avery, seiner großen Liebe. Sie brach ihm einst das Herz als sie einen anderen Mann heiratete und Jake das Versprechen abnahm, sie nicht zu suchen. Sechs lange Jahre hielt er sich an das gegebene Versprechen. Als Jake eines Tages eine Todesanzeige im Internet findet, sieht er sich von seinem Versprechen befreit und er begibt sich auf die Suche nach Natalie. Während seiner Recherchen deckt er immer mehr Geheimnisse auf. Es scheint, dass die Frau, die er liebte gar nicht existierte, denn niemand will sich an sie erinnern. Nach und nach fördert Jake die Wahrheit ans Tageslicht und bringt damit nicht nur sich selber in tödliche Gefahr…..

Jake Fischer ist ein rechts sympathischer Typ. Er hat einen recht saloppen Charakter und einen Hang zu lächerlichen Gedankenspielen. Diese lässige Art zog sich konsequent durch die Handlung und machte es mir schwer den Roman als Thriller zu empfinden. Spannungsaufbau hatte die Geschichte nur auf wenigen Seiten, nervöses Kribbeln fehlte mir ganz. Die meisten Situationen waren eher zum Lachen weil sie einfach nur grotesk dargestellt waren, das lag aber oftmals auch an der Wortwahl. Die Aufdeckungsarbeit von Jake fand ich eigentlich ganz passabel. Allerdings war er mir auch immer viel zu schnell wieder fit, wenn es mal “hart auf hart” kam – unglaubwürdig! Den absoluten Tiefpunkt erreicht die Geschichte zum Schluss hin. War Natalie bisher spurlos verschwunden, tauchte sie dann plötzlich zum passenden Zeitpunkt am passenden Ort als wild ballernde Rächerin auf.

Die Idee Menschen einen Neustart zu vermitteln fand ich ganz gut und es hätte durchaus eine spannende Geschichte ergeben können. Harlan Coben hat einen Helden erschaffen, der im Alleingang die Mafia und so manche Behörde  hinter sich lässt und immer einen Schritt voraus ist. Das ist ok, leider konnte mich der Autor mit der Umsetzung nicht begeistern.

Mein Fazit:

Meine Erwartungen waren eindeutig zu hoch. Leider fehlte mir die Spannung und das Kribbeln, das ich mir von einem wirklich guten Thriller erwartet. Wirkliche Überraschungen fehlten mir komplett. Als Leser war ab einem bestimmten Zeitpunkt doch recht klar, in welche Richtung sich die Geschichte drehen wird, einen anderen Ausgang hätte ich mir aber doch erwartet.

Von mir gibt es für “Ich finde dich” leider nur Rote RoseRote Rose von Rote RoseRote RoseRote RoseRote RoseRote Rose.

Herzlichen Dank an Page & Turner.

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