Rezension: Clair Winter-Die verbotene Zeit


 

9783453291683_Cover

Clair Winter

Die verbotene Zeit

Roman

57 4 Seiten

Preis: € 19,99 [D] | € 20,60 [A] | CHF 26,90

Buchinfo Verlagsseite

Verlagstext:

1975: Nach einem schweren Autounfall sind Carlas Erinnerungen wie ausgelöscht, und sie setzt alles daran, die verlorene Zeit zu rekonstruieren. Der Journalist David Grant behauptet, sie sei auf der Suche nach ihrer Schwester gewesen, die vor sechzehn Jahren spurlos an der Küste von Cornwall verschwand. Doch kann sie ihm vertrauen? Lügen ihre Eltern sie an? Die Wahrheit führt Carla weit zurück in die Vergangenheit, in das Berlin der Dreißigerjahre, zu einer ungewöhnlichen Freundschaft und einer verbotenen Liebe, aber auch einer schrecklichen Schuld …

Berlin, 1922: Trotz ihrer unterschiedlichen Herkunft verbindet Edith und Dora von Kindheit an eine so enge und treue Freundschaft, als wären sie Schwestern. Dora ist die Tochter eines einfachen Hausmädchens, Edith die eines reichen Papierfabrikanten. Die beiden wachsen im schillernden Treiben der Großstadt heran, und ihre Verbundenheit bleibt ihnen auch als Erwachsene erhalten. Dora findet ihr Glück mit dem ehemaligen Sportler Paul Behringer, und Edith heiratet den Adeligen Maximilian von Stettenheim. Doch wahre Liebe begegnet Edith erst mit dem charismatischen Violinisten Jules Cohn. In den gefährlichen politischen Zeiten der Dreißigerjahre lässt Edith sich auf ein gewagtes Spiel ein, denn Jules ist Jude und im Widerstand aktiv. Dora bleibt der einzige Mensch, dem sie vertrauen kann. Und Edith wird schließlich gezwungen, die Freundin um etwas zu bitten, das ihrer aller Leben auf dramatische Weise für immer verändern wird …

Mein Eindruck:

Das Cover und der Titel machten mich neugierig auf diesen neuen Roman von Claire Winter.

Angesiedelt ist die Familiengeschichte in mehreren abwechselnden zeitlichen Abschnitten. Geographisch bewegt sich die Geschichte zwischen England und Berlin.

Clara Whiteman lebt im England der 70er Jahre. Durch einen schweren Verkehrsunfall leidet sie an einer Amnesie. Ihr fehlen einige Monate an Erinnerung für die Zeit vor dem Unfall. Ihr Ehemann und ihre Familie sind ihr bei dem Versuch ihre Erinnerungen wieder zu finden keine Hilfe. Erst als sie mit dem Journalisten David Grant in Kontakt kommt verdichten sich ihre Gedächtnislücken. Am Tag des Unfalls wollte sie nach Berlin fliegen um sich auf Spurensuche nach ihrer verschollenen Schwester zu begeben. Diese ist vor sechzehn Jahren spurlos verschwunden. In Berlin gräbt Carla immer tiefer in der Vergangenheit ihrer Eltern und kommt einem Familiengeheimnis auf die Spur, welches Vater und Mutter für immer begraben sehen wollten…..

Neben Carlas Wahrheitssuche erfährt man viel über das Leben ihrer Eltern und deren Freunde im Berlin der 30er Jahre. Man erlebt die hautnah die Zeit als die Nationalsozialisten die Macht übernahmen und die Auswirkungen dieser Schreckensherrschaft auf die Menschen. Die Autorin versteht es sehr gut mich als Leser in diese Zeit mitzunehmen. Die Menschen, ihr Leben und ihre Einstellung zum Nationalsozialismus wird sehr gut dargestellt. Die Ängste und Nöte, das “Nicht-wahr-haben-wollen”  der Menschen auf der einen Seite; das Machtgehabe, die Überlegenheitseinstellung und der Hass auf der anderen Seite. Für mich waren besonders diese Kapitel während der NS-Zeit besonders spannend und ließen mich das Buch nicht zur Seite legen. Die Charaktere während dieser schrecklichen Zeit wurden sehr gut und Abwechslungsreich dargestellt. Als Leser erlebt man den Mut gleichermaßen wie die Angst, aber auch den Hochmut und die Machtbesessenheit der Menschen. Bildgewaltig sind die Landschaftsbeschreibungen von Cornwall, aber auch das Berlin der 30er und 70er Jahre kann man sich als Leser sehr gut vorstellen.

Von den beteiligten Personen haben mich die Protagonisten der 30er Jahre mehr berührt. Ich habe mit ihnen gelacht und geweint, mit ihnen gebangt und gezittert und mich mit ihnen gefreut. Claire und David sind auch zwei nette Charaktere. Claires Mann war mir von Beginn an unsympathisch. Alle Protagonisten ergeben aber zusammen ein schönes Ganzes.

Fazit:

Für mich das beste Buch das ich in diesem Jahr aus diesem Genre lesen durfte! Gut recherchiert, bildgewaltig dargestellt und emotional geschildert. Ein großartige Geschichte über eine bedingungslose Freundschaft, eine verbotene Liebe und eine große Verzweiflung. Claire Winter konnte mich mit ihrem neuen Roman absolut überzeugen!

Von mir gibt es diesmal die volle Punktezahl: Rote RoseRote RoseRote RoseRote RoseRote Rose von Rote RoseRote RoseRote RoseRote RoseRote Rose.

Herzlichen Dank an den Diana Verlag.

s

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s