Rezension: Johanna Nicholls–Wilde Akazien


 

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Johanna Nicholls

Wilde Akazien

Roman – 733 Seiten

Taschenbuchausgabe Erscheinungstermin: 16. März 2015

Preis: 9,99  € [D] | 10,30 € [A] | 13,90 [sFr]

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Verlagstext:

Gloucestershire zu Beginn des 19. Jahrhunderts: Trotz ihrer Jugend hat die heranwachsende Isabel de Rolland schon manchen Schicksalsschlag erlitten. Seit dem Tod ihrer Eltern lebt sie bei ihrem Onkel Godfrey in dessen düsterem Herrenhaus de Rolland Park. Die Familie lässt Isabel stets spüren, dass sie nicht dazugehört und nur geduldet ist. Dennoch möchte Isabel in de Rolland Park bleiben, denn ein anderes Zuhause kennt sie nicht. Doch dann will Godfrey die ungeliebte Nichte mit einem Mann in Australien verheiraten, den sie noch nie gesehen hat. Und so begibt sich Isabel auf eine gefährliche Reise in eine ungewisse Zukunft….

Mein Eindruck:

Die junge Isabel de Rolland macht sich also auf nach Australien um ihren zukünftigen Mann, dessen Familie und ihr neues Leben kennen zu lernen. Nach anfänglichen Startschwierigkeiten in dem fremden Land und mit Marmaduke, ihrem baldigen Ehemann, findet sich die junge Aristokratin gut zurecht. Sie ist wissbegierig und neugierig auf das Land und die Leute. Die Ehe mit dem jungen Currancy  lad soll  respektvoll und ohne Verpflichtungen beiderseits sein. Denn beide halten von der Liebe und von der Ehe nichts, sie erfüllen nur ihre Pflichten gegenüber der Familie……

Die Autorin Johanna Nicholls beschreibt in ihrem Roman recht anschaulich das Leben und die Menschen, als Australien noch eine Strafkolonie des Empires war. Die Handlung ist überschaubar mit nur wenigen Überraschungen. Persönlich fand ich, dass dem Land selber und den Ureinwohnern – mit einigen Ausnahmen, zu wenig Aufmerksamkeit in der Geschichte gewidmet wurde. Von einem Australienroman erwartete ich mir das dann doch. Die Geschehnisse in der Geschichte begrenzten sich für mich zu sehr auf die zwei jungen Leute und ihr Umfeld. Der Schreibstil und die Dialoge gefielen mir aber ansonsten sehr gut und die Saga las sich recht flüssig.

Mit Isabel und Marmaduke sind der Autorin zwei nette Protagonisten gelungen. Isabel ist nicht die schüchterne überreizte junge Dame, wie man sie oft in solchen Romanen erfährt, sondern kann sich sehr gut durchsetzen. Ihre Gabe die Toten zu sehen, verleiht der doch recht einfachen Liebesgeschichte eine gewisse Abwechslung in der Abfolge. Marmaduke ist der klassische Liebhaber in solchen Romanen, der sich vom Casanova zum Monogamist wandelt und aufsässig gegenüber seinem Vater ist. Gespickt wird die  Handlung mit gut durchdachten Nebendarstellern. Ein Bösewicht fehlt natürlich nicht.

Mein Fazit:

Für die ca. 730 Seiten die der Roman hat erwartete ich mir mehr Abwechslung und Abenteuer. Besonders das Land selber und die Aborigines kommen in der Geschichte zu wenig zur Geltung. Bei einem Australienroman war dies doch eine meiner Erwartungen. Sieht man von diesen Schwachpunkten ab, ist der Autorin ein recht passabler Roman gelungen der die Herzen von Romantikern höher schlagen lässt.

Von mir gibt es für die Wilden Akazien Rote RoseRote RoseRote Rose von Rote RoseRote RoseRote RoseRote RoseRote Rose.

Herzlichen Dank an den Goldmann Verlag.

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