Rezension: Jessie Burton–Die Magie der kleinen Dinge


 

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Jessie Burton

Die Magie der kleinen Dinge

Roman – Gebundene Ausgabe – 480 Seiten

Deutsche Erstausgabe – Erscheinungstermin: 16. März 2015

Preis: 19,99 €  [D] / 20,60 € [A] / 26,90 [sFr]

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Verlagstext:

Die junge Nella wird mit dem Amsterdamer Handelsmann Johannes Brandt verheiratet. Als sie sein herrschaftliches Haus an der Herengracht zum ersten Mal betritt, schlägt ihr kalte Abneigung von Seiten ihrer neuen Familie entgegen. Nur das Hochzeitsgeschenk spendet ihr Trost: ein Puppenhaus, das eine exakte Nachbildung ihres neuen Zuhauses ist. Doch bald werden Nella mysteriöse kleine Nachbildungen ihrer neuen Familienmitglieder geschickt – und Hinweise auf das, was diese verbergen. Nella beginnt zu ahnen, dass sich hinter der perfekten Fassade der Brandts tiefe Abgründe verbergen – und Geheimnisse, die sie alle in ihren Sog ziehen werden …

Mein Eindruck:

Nachdem Petronella “Nella” Oortmans mit dem Amsterdamer Kaufmann Johannes Brandt  aus der Ferne verheiratet wurde, kommt sie im Oktober 1686  in ihr neues Zuhause an der Herengracht. Dort lernt sie ihre Schwägerin Marin und die Dienerschaft Cornelia und Otto kennen. Von ihrer Schwägerin schlägt ihr von Beginn an Abneigung und Ablehnung entgegen. Während Otto zurückhaltend ist, erweist sich Cornelia als vorlaut und frech. Ihr frisch angetrauter Ehemann glänzt durch Abwesenheit und meidet sie auch in den Tagen darauf. Eines Tages überrascht Johannes seine Braut mit seinem Hochzeitsgeschenk, einem Puppenhaus. Erst ist Nella gekränkt und fragt sich, was sie mit diesem Kasten anfangen soll. Doch dann entschließt sie sich, das Puppenhaus nach ihren Wünschen zu füllen und sie beauftrag einen Miniaturisten kleine Gegenstände für sie zu bauen. Bald schon erhält sie ein Päckchen mit den gewünschten Sachen. Fortan erhält sie immer weitere Dinge für ihr Haus mit mystischen Botschaften…….

Man muss ehrlich ein aufmerksamer Leser sein um die Botschaften zu entschlüsseln und die Geschichte zu verstehen. Das war bei mir Anfangs leider nicht der Fall. Die Handlung zog sich anfangs so in die Länge, spielte sich gleichzeitig auf engstem Raum – Stadthaus – ab, dass ich immer wieder mit meinen Gedanken abschweifte und mich nicht wirklich auf die Erzählung einließ. Erst allmählich dämmerte es mir, dass die mystischen Botschaften in der Geschichte ihre Auflösung finden und einem aufmerksameren Leser als mir, dies wohl schon viel früher bewusst geworden wären. Von diesem Zeitpunkt an hatte mich die Geschichte aber in ihren Bann gezogen.

Nella, das junge naive aber liebenswerte Mädchen vom Land macht eine Wandlung durch und wächst über sich hinaus. In den schwärzesten Stunden die den Haushalt treffen, lastet die ganze Verantwortung auf ihr und sie meistert alles mit Stärke und Willenskraft. Sie ist mir von den Hauptfiguren her ans Herz gewachsen umso mehr sich die Geschichte vertiefte. Alle anderen Figuren sind gut gewählt und spielen eine entscheidende Rolle in diesem Drama.

Den Dialogen konnte ich manchmal nichts abgewinnen und sie ließen mich als Leser eher verwirrt denn befriedigt zurück. Richtige Abwechslung und auf eine gewisse Art auch Spannung kam erst mit dem vierten Abschnitt in die Handlung. Das fand ich etwas schade, denn vom Schreibstil her gefiel mir das Debüt von Jessie Burton recht gut. Das Ende kam dann doch recht überraschend schnell und hat mich persönlich nicht wirklich befriedigt.

Das Cover finde ich sehr gut gewählt. Das Glossar am Ende des Romans ist informativ und hilfreich.

Da die Geschichte Ende des 17. Jahrhunderts angesiedelt ist schildert es sehr gut die Stellung der Frau in der Gesellschaft. Sie schildert aber auch wie sehr die Menschen in dieser Zeit durch Neid, Missgunst und Rache getrieben sind. Sie schildert aber auch von Toleranz , Freundschaft und Zusammenhalt. Alles zusammen eine gute Mischung die der Autorin mit diesem Historischen Roman ist.

Mein Fazit:

“Die Magie der kleinen Dinge” ist kein Roman den man mal ebenso lesen kann. Er benötigt Zeit und Ruhe und man sollte sich ganz auf die Handlung einlassen. Auch wenn es anfangs recht eintönig und, wie mir schien, immer in einem ähnlichen Muster dahin geht, hat man am Ende ein recht schönes Leseerlebnis mit nur  kleinen Gebrechlichkeiten.

Von mir gibt es für diesen Debütroman wegen der kleinen Schwächen Rote RoseRote RoseRote Rose von Rote RoseRote RoseRote RoseRote RoseRote Rose.

Herzlichen Dank an den Limes Verlag.

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