Neuseelandreise 2014–Teil 3


Tag 12 + 13: Ab nach Wellington

Das Wetter machte uns einen Strich durch unsere Reiseplanung, es war ziemlich nass und kalt. Von Masterton machten wir uns auf den Weg nach Martinborough. Über das Städtchen hatten wir im Vorfeld schon einiges gelesen und wollten es uns gerne ansehen. War es das Wetter oder unsere Erwartungen, genaues ist nicht zu sagen, denn wir sparten uns die Mühe überhaupt anzuhalten – nichts an dem Ort sprach uns an und ein gemütliches Cafe wie in anderen Ortschaften um eine Pause einzulegen konnten wir auch nicht ausmachen. Wir änderten also unsere Pläne und fuhren bei Featherston über die Passstraße in das Hutt Valley. Im Kaitone Regionalpark machten wir Halt für eine kurze Wanderung, nicht ahnend, dass Peter Jackson him persönlich das Flussgebiet für seine Hobbit Filme auserkoren hat. Ein wirklich schöner Flecken Erde auch ohne Hobbits! In Upper Hutt genehmigten wir uns einen Kaffee und ein Stück Torte – zufällig ist der Besitzer ein ausgewanderter Europäer. Bevor wir unser Quartier für die nächsten zwei Tage bezogen, besuchten wir noch das Natur-Historische Museum Te Papa in Wellington – ein Muss für jeden Neuseeland Besucher!

Heute waren wir schon wieder etwas frischer und die Sonne begrüßte uns wieder zeitig am Morgen. Verwöhnt von der Temperaturen bisher, waren wir den kalten Wind aber nicht mehr gewohnt. Um den Tag nicht sinnlos zu verplempern fuhren wir Richtung Upper Hutt und weiter auf die 58er Richtung Puatahanui. Hier führt ein nettes Sträßchen zur Battle Hill Farm Forest Park. Hier machten wir eine schöne Wanderung durch den Busch und über die Grashügel, auf denen tausende von Schafen weiden und nochmal so viel Poo hinterlassen. Über den 1ser Motorway fuhren wir anschließend noch einmal nach Wellington um in einem famosen Outdoorshop unseren Geldbeutel zu erleichtern.

Tag 14: Mit der Fähre auf die Südinsel

Bei strahlendem Sonnenschein und angenehmen Temperaturen begaben wir uns mit der ersten Fähre auf die Südinsel. Über eine der Küste folgenden Bergstraße erreichten wir mit einigen Stopps um die herrlichen Blicke auf die Marlborogh Sounds zu genießen Nelson, ein kleines nettes Küstenstädtchen ca. 80 km von Picton entfernt. Nach einer kurzen Pause und einem Spaziergang durch die Innenstadt fuhren wir weiter bis zu unserem Tagesziel Motueka. Die Fahrt dorthin war gerahmt von herrlichen Ausblicken – auf der einen Seite die Buchten und das Meer, auf der anderen Seite die Berge und Gletscher. In Motueka buchten wir uns für zwei Tag im Top 10 Holidaycamp ein und für den nächsten Tag eine Kajak-Wandertour um das Gebiet um Abel Tasman näher zu erkunden.

Tag 15: In der Abel Tasman

„We had a grant day out“ würde man auf Englisch sagen! Um 8.00 Uhr wurden wir am Campinplatz abgeholt zu unserer gebuchten Kajak-Wandertour. Von Marahau ging es mit dem Wassertaxi in unglaublichem Tempo nach Torrent Bay. Hier wanderten wir entlang des Abel Tasman Walking Treck entlang, immer mit schönen Ausblicken auf die herrliche Küstenlandschaft mit Stränden so weiß und Wasser so türkisblau, dass man meinen könnte in der Südsee zu sein. Kurz vor Ende der Wanderung kamen wir noch an einer sehr schönen Bay vorbei, der Sandfly Bay, zum Glück waren die kleinen Biester um diese Uhrzeit noch nicht aktiv! In der Bark Bay bestiegen wir wieder unser Wassertaxi das uns zum Ausgangspunkt für die geführte Kajaktour bringen würde. Wieder mit Vollgas flog das kleine Boot regelrecht über die Wellen, brachte uns aber sicher ans Ziel. In der Watering Cove erwartete uns unser Guide bereits. Die Kajaks waren anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, schwankt es doch recht ordentlich, machte aber dann doch sehr viel Spaß. Quer über die Bucht nahmen wir Kurs auf Adele Island, hier kann man vom Wasser aus die Robben beim Sonnen beobachten und wenn man ganz viel Glück hat schwimmen sie auch um die Boote – wir sahen sie am Land. Von der Insel paddelten wir wieder quer Richtung Festland erfreuten uns an den vielen verschiedenen Vogelstimmen und konnten auch einige Rochen im seichten Küstenwasser ausmachen. Da Ebbe herrschte waren auch die Felsen mit den vielen Muscheln zu sehen und wir hätten für unser Abendessen einfach nur zugreifen müssen. In der Appeltree Bay machten wir kurze Rast – hier gab es vor langer Zeit einmal eine Apfelplantage – nun ist sie Teil des Nationalparks. Weiter ging es noch einige Zeit der Küste entlang, bevor wir in der Tinine Bay quer auf unseren Ausgangspunkt der Tagestour – Marahau – übersetzten. Alles in allem ein toller Tag, wäre mein abschließender Abflug ins Meerwasser nicht gewesenVerwirrtes Smiley.

Tag 15 + 16: Vom Lewis Pass bis nach Akaroa

Heute machten wir uns auf den Weg von der Abel Tasman nach Hanmer Springs. Wir wählten die Straße entlang des Motueka River die bei Kohatu in die Route 6 einbiegt. Kurz nach Murchinson wechselten wir auf die 65er nach Springs Junction. Auf der Strecke kommt man an den Maruia Falls vorbei. Sie entstanden durch ein Erdbeben wodurch sich die Erde um 11 Meter verschoben hat. Über die Route 7 erreichten wir am frühen Nachmittag Hanmer Springs, ein nettes Dörfchen mit einem schönen Campingplatz, Thermalquellen und einem vor langer Zeit aufgeforsteten Mischwald mit schönen Spazier- und Radwegen.

Von Hanmer Springs führte unsere Reise weiter entlang der Route 7 und die Route 1 nach Christchurch. Eigentlich wollten wir uns den Anblick, der vom Erdbeben vor 2 Jahren gänzlich zerstörten historischen Innenstadt ersparen. Der kalte Wind und der bedeckte Himmel ließ uns aber anders entscheiden und wir suchten die Plätze auf, die wir vor 6 Jahren noch in wunderbarer Erinnerung hatten. Ein deprimierender Anblick, mit Lichtblicken in zig Jahren. Überraschend und eine durchaus anschaubare Lösung sind die Container in denen kleine Boutiquen, Imbisstuben und Geschäfte untergebracht wurden. Sehr zu empfehlen ist die Steinofenpizza bei BAZE Woodstone Pizza und die gefüllten Pitas beim Griechischen Imbisswagen!

Am frühen Nachmittag fuhren wir dann noch hinaus nach Lyttelton und entlang der Harbour Straße zur 75er über die wir ganz hinaus nach Akaroa fuhren, ein kleines französisch angehauchtes Städtchen mit netten Cafes, Restaurants und Boutiquen. Über die Bergstraße wurden wir mit tollen Blicken auf den Akaroa Harbour belohnt.

  Tag 17: Auf zum Lake Tekapo

Die Nacht verbrachten wir in der Catons Bay – ein DOC Platz auf dem Freecamping erlaubt ist – etwas außerhalb von Little River auf der Akaroa Halbinsel. Stürmische Windböen ließen eine geruhsame Nacht nur mehr oder weniger gut zu. Positiv war, dass es sich um eine Art Fönsturm hielt und es bereits früh am Morgen angenehme 20 ° hatte. Von Akaroa machten wir uns über Christchurch und die Inland Szenic Route auf nach Lake Takopo. Bis Geraldine hat die Route eher wenig zu bieten – viel Weideland und große ebene Flächen, gerade Straßen. Erst ab Geraldine ändert sich die Landschaft und wird bergiger. In der kleinen Stadt machten wir auch kurz halt, da uns original schottische Blasmusikgruppen neugierig machten – es handelte sich um einen Wettbewerb. Klang richtig klasse mal und sah auch noch toll aus, die Musikanten mit ihren Dudelsäcken und Trommeln und den verschiedenen schottischen Trachtenfarben. Über die Route 8 erreichten wir dann bald unser Tagesziel Lake Tekapo. Schon von weitem sind wir fasziniert von den schneebedeckten Südalpen und das herrliche Panorama begleitet uns auf den Rest des Weges. Der See erwartet uns mit schönstem Wetter, der Blick hinüber zu den Bergen – einfach fantastisch, unrealistisch und doch war. Die Lufttemperatur heute unfassbare 25 °.

Tag 18: Vom Mt. St. John bis Wanaka

Nach einem morgendlichen Tee und kurzem skypen mit den daheim gebliebenen, wanderten wir auf den St. John Gipfel auf 1029 m. Dort befindet sich eine Sternwarte mit einem großen Teleskop in dem man weit in den Weltraum blicken kann. Wir begnügten uns mit dem Rundblick über die noch vom Hochnebel verhangenen Berge, dem ruhig daliegenden Lake Tekapo und der unendlich weiten Steppenlandschaft in diesem Abschnitt Neuseelands. Der Abstieg war auf demselben Weg wie bergauf in 20 min geschafft und wir machten uns danach recht bald auf weiter nach Omarama. Hier besuchten wir Toni, einem ehemaligen Farmer (diese hat nun seinSohn übernommen) und er betreibt ein Backpacker Hostel, die Buscot Station, gleich nebenan. Toni ist ein sehr gesprächiger Zeitgenosse, selber viel herumgereist und hat uns mitgenommen um die Farm zu erkunden und uns zu zeigen was sich in den letzten Jahren so alles verändert hat. Auch über das Leben in Neuseeland und die wirtschaftliche Lage der Farmer hatte er viel zu sagen. Wer als Backpacker unterwegs ist sollte unbedingt bei Toni halt machen, er führt sein Haus sehr familiär und freut sich auf jeden neuen Gast! Bevor wir weiter zu unserem Tagesziel Wanaka fuhren, erkundeten wir noch die Clay Cliffs, eine wunderschöne Gegend mit bizarren Steinformationen, tausenden Lupinen und strömendem Wasser. Am Nachmittag erreichten wir dann den Lake Wanaka wo wir uns auf dem Top 10 Holidaypark einquartiert haben.

Fazit Campingplatz: Der Seaview Campingplatz ist schön gelegen, sauber und vom Preis her ok. Das Service im Top 10 Holidaypark Motueka war 1a, die Beratung über diverse Touren war Top und die Buchung war schnell erledigt. Der Top 10 Holidaypark Hanmer Springs war sauber, allerdings für die Größe etwas wenig Dusch/WC Einheiten. Die Küche war auch sauber, leider wurden durch den Kochgeruch auch zahlreiche dicke Fliegen angelockt. Der DOC Catons Bay liegt schön am Ufer, zwar direkt neben der Straße ist aber eigentlich recht ruhig, eine Nacht Freedom Camping zwischendurch ist ganz angenehm. Der Holidaypark am Lake Tekapo punktet durch seine Lage oberhalb des Seeufers, ist sauber und preislich noch ok. In Wanaka fanden wir den Top 10 Holidaypark etwas außerhalb des Zentrums. Sehr schön gelegen an einem Hang, sehr saubere Einrichtungen von Küche bis Toiletten und Duschen.

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