Neuseelandreise 2014–Teil 2


Tag 5: Hunua Ranges

Nach einer ruhigen und erholsamen Nacht machten wir uns zeitig in der Früh auf um die Hunua Ranges zu erkunden. Durch das Naturschutzgebiet führen einige schöne Tracks verschiedener Länger. Wir wanderten entlang des Cossey-Massey Track. Dieser ist ca. 8 km lang und man wandert in guten 2 ½ bis 3 Stunden auf gut erhaltenen Wegen durch den Urwald. Ab und zu wird man mit schönen Ausblicken über das Waldgebiet belohnt, auch ein Abstecher zu den riesigen Kauri Bäumen war auf dieser Runde möglich. Zum Abschluss der schönen und ruhigen Runde – keine Menschenseele außer uns zwei – hatten wir noch einen tollen Blick auf die Hurua Falls. Den Rest des Tages wollten wir ruhig verbringen und so machten wir uns auf den Weg zu unserem nächsten Etappenziel: den Karangahake River Lodge und Campground. Zwischen Hurua und Karangahake entdeckten wir noch ein gemütliches Cafe mit einer köstlichen Auswahl an Gebäck: das Woodturners Cafe. Die Rasperry Muffins mit weißer Schokolade sind ein Gedicht!

Tag 6:  Karangahake Gorge

Wieder machten wir uns früh auf den Weg um in Karangahake den Railway Tunnel Track zu begehen. Pfeilgerade führt der alte Eisenbahntunnel durch den Berg. Die Länge ist mit ca. 2 km überschaubar, allerding hatte man zwischenzeitlich schon das Gefühl das Licht am Ende des Tunnels wird nicht größer, denn wenn man sich umdrehte, war das Licht hinten immer noch größer Kals vorne. Der Track führte uns entlang des Flusses und brachte uns zur alten Goldmine. Leider war ein Teil des Tracks gesperrt, denn es wurden Sprengarbeiten am Felsen durchgeführt, so konnten wir die Runde nicht wie geplant gehen, sondern mussten wieder zurück und auf der anderen Seite des Flusses nochmal in das Tal hinein. Die Wanderung hat sich aber auf jeden Fall gelohnt! Nach einer kurzen Rast im Waikino Station Cafe – Nostalgiefahrten sind ab dieser Station während der Sommersaison möglich – ging unsere Fahrt über Waihi (ein nettes Goldgräberstädtchen – und Katikati weiter zu unserem Tagesziel Mount Maunganui. Hier bezogen wir für die Nacht Quartier im Golden Grove Kiwi Holidaypark.

Tag 7: Mt. Maunganui

Wieder sind wir vom Wettergott begünstigt. Um 9.00 stehen wir bei strahlendem Sonnenschein und 20 ° auf dem Mount Maunganui. Über gefühlten 1 Mio Stufen erreicht man den Gipfel in ca. 30 min. und hat von230 m Seehöhe – ab Meereshöhe – einen tollen Rundumblick über die Gegend. Nach einem letzten Cappuccino und Chai Latte am Strand machten wir uns dann auf den Weg nach Rotorua, in der Meinung das Wetter würde jetzt schlechter werden, denn Regen begleitete uns auf der Fahrt. Doch in Rotorua setzte sich die Sonne wieder durch und es wurde noch ein strahlend schöner Tag mit Temperaturen bis 25 °. Nachdem wir unseren Campingplatz gesichert hatten fuhren wir noch durch das idyllische Paradise Valley und buchten eine Rafting Tour, die wir am 28.11. machen wollten.

Tag 8 + 9: Rotorua bis Lake Waikareomana

Der Tag begrüßte uns wieder mit warmen Temperaturen und schönem Wetter. Da wir Rotorua und seine Thermalquellen schon von einem früheren Aufenthalt kennen, wollten wir die Gegend einmal von einer anderen Seite her erkunden. Entlang der Route 30 gibt es noch einige große Seen vor dem Lake Rotorua. Über unbefestigte Straßen fuhren wir über das Hinterland an großen Weidegebieten und Abholzungen um die drei großen Seen um über die Route 33 wieder nach Rotorua zu gelangen. Abends machten wir einen Abstecher in die Stadt um auf dem Abendmarket lokale Köstlichkeiten zu testen.

Tags darauf machen wir uns auf den Weg nach Murupara, hier machten wir die Raftingtour auf dem Rangitaiki. Das Wetter war ok, die Mitrafter waren eine bunte Mischung aus Australiern und Europäern plus die Neuseeländischen Gides. Wir hatten viel Spaß und einen schönen Tag auf dem Fluss. Mit einer Jause im Headquater beendeten wir die Tour und machten uns zu unserem Tagesziel dem Lake Waikaremoana auf. Wir wollten ja auf anderen Routen als den üblichen Touriwegen unterwegs sein, wenn wir aber gewusst hätten wie kurvig und ruppelig und unheimlich die Straße werden würde, hätten wir den längeren Weg über Taupo gewählt. Mit unbefestigten Straßen hatten wir ja bisher kein Problem, zwar hatten wir immer Respekt davor aber nie ein mulmiges Gefühl diese zu befahren. Dieser Weg führte uns aber dermaßen weit in den unbesiedelten Neuseeländischen Dschungel und in unglaubliche Höhen, dazu kam noch ein Wetterumschwung, der Bäche auf dem Schotter fließen ließ, dass schon ein ungutes Gefühl mit uns fuhr. Erst als sich die Sonne wieder Blicken ließ und auch ein paar Autos unseren Weg kreuzten, entspannten wir uns wieder. 80 km auf kurviger Schotterstraße im Hochgebirge sind aber kein Zuckerschlecken und wir würden diese Route niemandem empfehlen! Unser Quartier für diese Nacht ist der Waikaremoana Holiwoodpark und wir hoffen, dass sich das Wetter bis morgen wieder etwas beruhigt hat und wir eine kleine Wanderung in dem Gebiet machen können.

Tag 10 + 11: Hawkes Bay

Nach einem erfrischend kurzen Spaziergang bei 7 windigen Graden am Lake Waikaremoana machten wir uns recht Zeitig auf den Weg nach Napier auf. Die „ungraveld“ Road zog sich noch einige Kilometer über den Berg dahin eher wir endlich wieder Asphalt unter den Rädern hatten. Nach ca. 50 km erreichten wir das Küstenstädtchen Wairoa und fuhren entlang des Pacific Coast Highway nach Süden. Schöne Ausblicke auf die Küste und seine Klippen verschönerten uns die lange Fahrt nach Napier. In Bay View entdeckten wir einen Handwerksmarkt und machten kurz Station. Weiter ging die Fahrt nach Napier, ein wirklich nettes Städtchen in der Hawkes Bay mit zahlreichen Boutiquen und Cafes. Unser Nachtquartier bezogen wir in Hastings, wo wir morgen den Te Mata Peak besteigen und den Farmers Market besichtigen möchten.

Nach einem schnellen Frühstück machten wir uns auf den Weg zum Te Mata Peak – dem Hausberg um Havelock North. Auf halber Höhe gibt es ausreichend Parkplätze und man hat die Wahl zwischen verschieden langen Walksways auf den Gipfel. Oben bietet sich ein grandioses Panorama auf die Küste und das bergige Hinterland. Zwar war es heute sehr windig, die Temperaturen aber auch auf dem Berg sehr angenehm warm. Mit einem Umweg durch den Wald beendeten wir unsere morgendliche Wanderung. Unser nächstes Ziel war der Farmersmarket von Hastings. Hier wollten wir uns mit selbstgebackenen Brot eindecken. Die Überraschung war groß, als uns die Standbetreiberin auf schwäbisch ihr Brot feil bot – eine nette Abwechslung zu dem täglichen Englisch. Auch Topfengolatsche, Nussschnecke, Wein und frische Früchte aus der Region fanden ihren Weg in unseren Einkaufskorb und erleichterten uns um einiges Bargeld. Über die Route 50 fuhren wir dann weiter in den Süden. Bald wurde es uns aber zu eintönig im Hinterland und wir begaben uns Richtung Küste. Hier wurde der morgendliche Sturm immer heftiger und das Fahren ist bei einer Wagenhöhe von 3 m nicht mehr ganz so angenehm ausgefallen. Schnell suchten wir wieder den Weg zurück auf die Hauptverbindung nach Wellington und waren froh unser Tagesziel Masterton erreicht zu haben. Hier bezogen wir den zentral gelegenen Holidaypark und machten Bekanntschaft mit einer ausgewanderten Holländerin.

Fazit Campingplätze: Die Karangahake River Lodge ist privat geführt und liegt schön am Fluss. Der Besitzer ist sehr nett, preislich absolut top und die Dusche und das WC waren sauber. Auch der Golden Grove Kiwi Holiday Park in Mount Maunganui ist top. Der Top 10 Holiday Park in Rotorua gehört in die Top Liga und war mit 50 NZD am Tag der teuerste bisher. Er punktet durch Sauberkeit, das Schwimmbad und besonders dass er nicht in unmittelbarer Nähe zu den Thermalquellen liegt, der Geruch manchmal schon eher unerträglich anmutet. Der Campingplatz am Lake Waikaremoana gehört zu den DOC Plätzen und punktet durch seine Lage am Rande des riesigen Sees inmitten des Neuseeländischen Buschlandes. Der Top 10 Holiday Park in Hastings ist sauber, preislich ok und verfügt auch über ein geheiztes Schwimmbad. Auch der Holiday Park in Masterton ist sauber, zentral gelegen und preislich ok.

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