Buchrezension: Daniel Glattauer–Geschenkt


 

Hallo ihr Lieben,

Geschenkt ist der neue Roman von Daniel Glattauer. Das Buch wurde mir von logo vorablesen Variante und dem Hanser Verlag zur Verfügung gestellt. Vorab möchte ich mich dafür herzlich bedanken – DANKESCHÖN!

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Daniel Glattauer – Geschenkt

334 Seiten – Roman

Deuticke Verlag

€ 19,90 [D], € 20,50 [A]

Die Geschichte:

Gerold Plassek, Journalist mit wenig Begeisterung für seine Arbeit und mit einem erhöhten Hang zum Alkohol, soll sich um Manuel kümmern. Der Junge ist sein Sohn, von dem er erst seit kurzem weiß, dass es ihn gibt. Mit Manuel kommt plötzlich Bewegung in das eintönige Berufs- und Privatleben des Journalisten: eine anonyme Geldspende wird in einer sozialen Einrichtung abgegeben über welche er einen Bericht geschrieben hatte. Eine Serie an Geldspenden folgt, immer auf eine Sozialreportage von Geri. Zusammen mit Manuel begibt er sich auf die Suche nach dem Wohltäter mit überraschenden Begegnungen……

Mein Eindruck:

Daniel Glattauers Idee zu dem Roman entsprang einer wahren Begebenheit: eine anonyme Spende an eine soziale Einrichtung nach einem Zeitungseintrag. Mit seiner Hauptfigur ist ihm auch ein passender Held oder nicht-Held gelungen. Nicht-Held deshalb weil sich Gerold Plassek nicht als solchen sieht. Er steht nicht gerne im Mittelpunkt und mag es eher bescheiden, Geld spielt für ihn keine Rolle – es ist ihm mehr oder weniger egal ob er es hat oder nicht. Als Person hatte ich zu ihm anfangs eher zwiespältige Gefühle. Er machte auf mich so den Eindruck als ob ihm eh alles Wurscht wäre, er seine Zeit in der Redaktion absitzt allerdings lieber in seinem Lieblings Beisl mit seinen Kumpels etwas trinken würde. Sein Hang zum Alkohol legt sich auch bis zum Ende eher nur mäßig. Was ihn als Person aber dann doch sympathisch macht ist sein Hang zu Gerechtigkeit und sein soziales Handeln. Manuel ist für seine 14 Jahre sehr reif. Das kann man mögen oder nicht. Zumindest ansatzweise kam aber doch immer wieder der typisch Jugendliche durch – maulfaul und mit Gegenfragen als Antwort. Da musste ich ihn einfach ins Herz schließen und schmunzeln.

Sprachlich ist der Roman absolut gelungen. Die Dialoge sind humorvoll und witzig mit einem ausreichenden Maß an Ironie. Beispiel gefällig? Der Dialog findet zwischen Gerold und seiner Tochter statt:

“Mein bitte was?” – “Dein Bruder.” – “Mein Bruder?” – “Dein Halbbruder.” – “Mein Halbbruder?” – “Mein Sohn.” – “Dein was?” – “Mein Sohn.” – “Nein.” – “Doch.”

So geht es noch eine Weile weiter. Speziell die Dialoge mit seinen Kindern sind ein Genuss. Manche Sätze sind allerdings auch ein regelrechter Bandwurm, um ein mehrmaliges Lesen kam ich da nicht herum. Neben der Haupthandlung  – der anonymen Spendenserie – besticht der Roman durch seine Nebenhandlungen. Diese sind aber sehr gut in den Ablauf integriert und sorgen für Abwechslung. Das Ende der Handlung ist nicht wirklich ein Ende. Ich habe so das Gefühl der Autor hat sich da etwas offen gelassen für eine Fortsetzung ….

 Mein Fazit:

Mit “Geschenkt” ist Glattauer wieder ein recht spritziger Roman gelungen. Eine schöne Mischung aus dem echten Leben in denen er auch sozial kritische Themen anspricht. Eine Geschichte für Zwischendurch die Spaß macht Wer den schmähreichen mit Hang zum Ironischen Schreibstil des Autors mag, der sollte seinen neuen Roman auch lesen.

Von mir bekommt das Buch Rote RoseRote RoseRote RoseRote Rose von Rote RoseRote RoseRote RoseRote RoseRote Rose.

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