Buchrezension: Mary Simses–Der Sommer der Blaubeeren


Hallo ihr Lieben,

über logo_normalwurde ich vom Blanvalet Verlag ausgewählt diesen Sommerroman von Mary Simses zu lesen – herzlichen Dank dafür!

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Mary Simses – Der Sommer der Blaubeeren

Roman – 415 Seiten – 1. Auflage Mai 2014

ISBN: 978-3-442-38217-0

Preis € 9,99 [D] | € 10,30 [A]

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Die Geschichte:

Ellen Branford ist Anwältin in New York. Kurz vor ihrer Hochzeit macht sie sich auf den Weg nach Beacon, einer Kleinstadt am Meer, um den letzten Wunsch ihrer Großmutter zu erfüllen. Sie sollte deren Jugendliebe einen Brief übergeben, in dem sich Ruth für alles entschuldigt was sie diesem Mann angetan hat. In dem kleinen Örtchen überschlagen sich bald die Ereignisse. Zusammen mit dem attraktiven Roy kommt Ellen hinter das Geheimnis ihrer Großmutter, warum sie wo anderes ein neues Leben angefangen und alles hinter sich gelassen hat. An diesem romantischen Küstenabschnitt sieht sich Ellen plötzlich selber vor der größten Entscheidung ihres Lebens stehen…..

Mein Eindruck:

Der Einstieg in die Geschichte trifft einen wörtlich genommen eiskalt  – Achtung Spoiler – macht Ellen gleich zu Beginn doch einen Ausflug in das kalte Meer. Diesen Beginn empfand ich als etwas seltsam, aber ok, als Prolog wäre mir dieser Abschnitt wohl schlüssiger gewesen.

Ellen ist mir als Person anfangs nicht sehr sympathisch, ist mir ihr Charakter doch zu überheblich, verwöhnt und snobistisch. Allmählich wird aber klar, dass Ellen als Person – so wie jede andere Person in dem Roman – einen Stereotyp verkörpert. Roy hingegen ist nett und bodenständig – ein Mann wie ihn sich viele  Frauen wünschen.

Der Schreibstil ist flüssig und man kann der Handlung gut folgen. Allerdings haftet der Geschichte oft zu viel klischeehaftes an. Als Leser erkennt man auch oft schon in welche Richtung das Geschehen geht und was als nächstes passieren wird. Es hatte für mich manchmal so etwas systematisches an sich – jetzt kommt dieses und dann jenes. Schön sind aber die Beschreibungen über die Kleinstadt, die Häuser und die Farm. Da kann man richtig in die Geschichte eintauchen und vom Leben in Beacon träumen.

Dass Ellen sich, nach anfänglicher Abneigung gegen das Kleinstädtische, doch noch entscheidet dem Geheimnis ihrer Großmutter auf die Spur zu kommen und wie sie das meistert fand ich sehr  unterhaltsam und gut gemacht. Aber auch in diesen Abschnitten wurde an den Klischeevorstellungen festgehalten z. B. arbeitet man in der Stadtverwaltung noch mit Ordner und Co. ohne PC nach den alten Schemen eben.

Am wenigsten gefallen hat mir Kapitel 19. Darin wurden  noch einmal alle Register Abklatsch hineingepackt, das empfand ich persönlich als total überzogen. Das Ende hätte ich – nach allem was mir über Ellen und ihr Hobby das Fotografieren inzwischen bekannt war – so nicht erwartet. Lag  zu Anfang der Geschichte, neben dem Aufdecken der Geheimnisse, meistens der Fokus auf dem künstlerisch fotografischen Talent der Protagonistin, entdeckte sie zum Abschluss ihre Passion zum Backen. Persönlich kann ich mir die taffe Anwältin einfach nicht als Bäckerin vorstellen. Positiv ist allerdings, dass zum Schluss der Titel Der Sommer der Blaubeeren dann doch noch Sinngebend für den Roman ist.

Mein Fazit:

Der Sommer der Blaubeeren ist eine nette Sommerlektüre für entspannte Lesemomente in der Hängematte oder am See. Die Abläufe sind leicht über- und durchschaubar ohne wirklich große AHA-Momente. Ein netter Roman zum Schmunzeln, gespickt mit etwas viel Klischee.

Für diesen Roman, seinen Stil und die Handlung vergebe ich Rote RoseRote RoseRote RoseRote Rose von Rote RoseRote RoseRote RoseRote RoseRote Rose.

Über die Autorin:

Mary Simses studierte Journalismus und Jura. Sie arbeitete zunächst als Anwältin und gab sich nur nach Feierabend ihrer Leidenschaft für das Schreiben hin. Bevor sie mit Der Sommer der Blaubeeren ihren ersten Roman schrieb, der in zahlreiche Sprachen übersetzt wird, veröffentlichte sie bereits einige Kurzgeschichten. Gemeinsam mit ihrem Mann und ihrer Tochter lebt Mary Simses im Süden Floridas.

Herzlichen Dank an Blanvalet für das Buch, dass zusammen mit dem tollen Kaffeebecher geliefert wurde!

Die Autoreninformation wurde dem Klappeninnentext entnommen!

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