Rezension: Elizabeth Heiter–Kalte Gräber


 

Hallo ihr Lieben,

über logo_normalhatte ich wieder einmal die Gelegenheit einen Debütroman einer neuen jungen Autorin zu lesen. Das Buch wurde mir freundlicherweise von mtb Mira Taschenbuch zur Verfügung gestellt.

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Elizabeth Heiter

Kalte Gräber

Thriller

€ 9,99 [D], 10,30 [A]

320 Seiten

Bestellinformation hier

Die Geschichte:

In einem abgelegenen Waldstück des Städtchens Bakersville werden zwei Frauenleichen gefunden. Beide sind senkrecht bis über den Hals hinaus in die Erde vergraben. Nur die Köpfe ragen auf groteske Art aus dem Boden und sind auf das grausamste Zugerichtet.

Die junge FBI-Profilerin Evelyn Baine wird mit dem Fall beauftragt und macht sich gleich auf den Weg zum Fundort. Mit ihrer Analyse und ihrem genauen Profil soll es der örtlichen Polizei so rasch als möglich gelingen den grausamen Serientäter zu fassen bevor ihm noch weitere Frauen zum Opfer fallen. Der erste Blick ist für die Ermittlerin schwierig zu deuten. Was will der Täter mit dieser makabren zur Schaustellung der Opfer ausdrücken? Außer die Art wie der Mörder die Frauen präsentiert, geben auch blutige kreisrunde Schnitte auf den Körpern der beiden Opfer der Agentin Rätsel auf. Was verbindet die beiden Morde miteinander?

Während der Ermittlungen wird Evelyn selber von einem Unbekannten entführt und entkommt nur knapp dem Tod. An das Gesicht des Entführers kann sie sich nach dem Vorfall nicht erinnern, seine stechenden kalten Augen wird sie aber nie vergessen. Erst allmählich wird ihr durch die fortlaufenden Ermittlungen im Bakersville-Fall klar, dass ihre Entführung nicht willkürlich war, sondern sie in den Fängen des “Totengräber von Bakersville” war. Mit Hilfe anderer FBI-Agents will sie diesen Umstand nutzen und den Mörder in eine Falle locken………

Mein Eindruck:

Elizabeth Heiter hält sich nicht mit einem langen “Vorspiel” auf. Der Prolog ist kurz und bündig. Als Leser erahnt man in den wenigen Absätzen bereits das durchtrieben Böse des Mörders. Mit klaren Worten schildert sie dann auch den grausamen Fundort der beiden Frauenleichen. Sie verschönert nichts, die geschriebene Darstellung des düsteren Ortes deckt sich genau mit dem Bild auf dem Buchcover. Dieses Bild mag zwar kalt und beängstigend sein, spielt dem Leser aber nichts vor und zeigt genau worauf er sich einlässt.

Evelyn Baine, die Hauptprotagonistin in diesem Romandebüt, ist mir persönlich vom Typ her nicht klar zuzuordnen. Sie ist sehr verschlossen gegenüber ihren Kollegen. Freunde hat sie nur wenige und auch diese wissen nicht viel aus ihrer Vergangenheit. Dieses Verschlossen sein ist ok, wenn man ihre persönliche Geschichte aus Kindertagen kennt, ist doch ihre beste Freundin damals spurlos verschwunden. Dieses Ereignis hat dann auch den Wunsch in Evelyn geprägt zum FBI zu gehen und Verbrecher zu fangen. Neben diesem mir verständlichen Charakter sind mir aber einige andere Züge an ihr nicht ganz klar: einerseits mimt sie die zielstrebige Karrierefrau, die eines Tages den Platz ganz oben im BAU einnehmen will, andererseits ist sie von Versagensängsten rund um ihren Job geprägt. Irgendwie passt mir dieses 50/50 Bild nicht zu dieser kleinen taffen Frau, die sich in dieser Männerdomaine durch Worte und Taten behaupten muss.

Sehr gut gefiel mir das klare Profil, das Evelyn von dem Mörder bringt. Diesen Menschen kann man sich als Leser genau vorstellen und diese Punkte treffen dann auch klar auf den Charakter des Täters zu. Manche Abschnitte im Büroalltag wiederholen sich einige male. Das fand ich schade, denn der Ablauf war im Großen und Ganzen – mal mehr, mal weniger – immer der selber und barg nichts Neues.

Neben der spannenden Entführung sorgte auch der Mörder selber immer mal wieder für Gänsehaut pur, denn auch aus seiner Sicht wird die Handlung ab und an geschildert.

Den Abschluss bildet ein richtiger “Showdown”, der spannend beschrieben wird, mir vom Ablauf her aber etwas suspekt erscheint und nicht ganz so gelungen ist. Allerdings handelt es sich ja um das Erstlingswerk einer jungen Autorin und da könnte sich in Zukunft doch noch einiges Verbessern. Elizabeth Heiter ist mit ihrer FBI-Profilerin Evelyn Baine und den anderen Charakteren in ihrem Roman ein gutes Debüt gelungen.

Mein Fazit:

Thrillerfans die gerne klar der Handlung folgen und keine großartigen Überraschungen erwarten wird dieser Roman begeistern können!

Ich vergebe an dieses Debüt Rote RoseRote RoseRote RoseRote Rose von Rote RoseRote RoseRote RoseRote RoseRote Rose.

Vielen Dank an mtb Mira Taschenbuch für das Zusenden und zur Verfügung stellen dieser Neuerscheinung! 

 

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