Buchrezension: Sabine Weiß-Hansetochter


Hallo ihr Lieben,

über habe ich mich diesmal für einen Historischen Roman aus dem Hause Lübbe beworben.

Hier nun die Rezension dazu.

 

Sabine Weiß

Hansetochter

Historischer Roman

590 Seiten

Preis: 9,99 D, 10,30 A

Hier kann man das Buch bestellen

Die Geschichte:

Als der Hansekaufmann Konrad Vresdorp unerwartet stirbt, müssen Henrike und ihr jüngerer Bruder Simon es hinnehmen, dass ihre Vormundschaft von Hartwig, dem jüngeren Bruder Konrad Vresdorps, übernommen wird. Recht schnell wird klar, dass der verhasste Onkel und dessen Familie es auf den Reichtum der Kaufmannskinder abgesehen haben und alles tun um diesen an sich zu bringen. Die Warenlager leeren sich, das Landgut in der Nähe von Travemünde bekommt einen neuen brutalen Verwalter und ein Handelsschiff wird von Piraten gekappert. Um ihr und das Erbe ihres Bruders zu Retten wendet sich Henrike hilfesuchend an den Brüggener Kaufmann Adrian Vanderen –mit ihm stand ihr verstorbener Vater in Hochzeitsverhandlungen……..

Mein Eindruck:

Ein historischer Roman über die Hanse, das klingt doch nach einem Lesevergnügen für zwischendurch – das war mein erster Gedanke. Der Klappentext hat mir dann auch gut gefallen und so war ich auf die eigentliche Geschichte und ihre Umsetzung dann sehr gespannt.

Der Grundgedanke der Geschichte ist wirklich gut: junge Frau möchte ihr Erbe vor den verhassten habgierigen Verwandten retten. Auch ist die Geschichte gut und einfach zu lesen, meistens konnte ich ihr auch gut folgen. Das sind dann aber auch schon die positiven Eindrücke, die ich von dem Roman habe. Leider ist die Umsetzung in der Handlung mehr schlecht als recht gelungen. Während des Lesens hatte ich so manches mal den Eindruck, dass nicht alles stimmig ist. Die Autorin bemühte sich zwar sehr dem Leser ein klares Bild der Hansestädte und besonders auch des Hanse-Kaufmannswesen zu vermitteln, dies wurde so manches mal aber zu ausführlich und ausgiebig geschildert. Spannende Szenen sind zwar vorhanden, sind aber recht ungeschickt und unrealistisch dargestellt, sodass sie mir unwirklich und unmöglich erschienen – sie haben mich regelrecht genervt!

Mit den Hauptprotagonisten konnte ich mich daher auch nicht anfreunden. Auch wenn die Autorin versucht hat Henrike einen mutigen Charakter anzudichten, war dieser für mich nicht glaubhaft. Da kam immer wieder das Schema F durch, das die Frau im Mittelalter darstellt: gehorsam, unterwürfig, hilflos. Warum hat man da nicht einmal den Mut, wenn es sich doch um eine Fantasiefigur handelt, eine junge Frau aus diesen Kreisen mutig und ihrer Zeit voraus emanzipiert sein zu lassen? Auch der junge Kaufmann Vanderen war zu wenig authentisch. Wem ich allerdings den Charakter total abnahm waren der Onkel, die Tante, der Base und dem Vetter. Auch wenn hier fast wieder zu viel an schlechtem Charakter vorhanden war. Auch die negativen und schlechten Klischees des Mittelalters waren mir fast zu viel in einem Roman. Ich hatte oft das Gefühl das viele Abschnitte in dem Roman nur Lückenfüller sind, damit sich die Handlung in die Länge zieht.

Sabine Weiß hatte gute Ansätze und auch die Städte und die Hanse gut recherchiert. Leider empfand ich den Roman als wenig Spannungsgeladen und so manche Handlung auch etwas stümperhaft!

Dem Roman gebe ich gutgemeinte Rote RoseRote RoseRote Rose von Rote RoseRote RoseRote RoseRote RoseRote Rose.

Vielen Dank an den Bastei Lübbe Verlag, der mir das Buch zur Verfügung gestellt hat!

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