Michael Köhlmeier–Die Abenteuer des Joel Spazierer


Hallo ihr Lieben,

diese Buch von Michael Köhlmeier ist mir vor einigen Wochen als Neuzugang in meiner Mediathek aufgefallen. Normalerweise zählt diese Art von Roman überhaupt nicht zu meinen üblichen Buchzugriffen. Das Buch fiel mir aber gerade durch seine weiß/pink/schwarze Farbgestaltung am Cover auf. Da das Lesen und Rezensieren eines Buches eines deutschsprachigen Autors zu der Aufgabe für den zweiten Teil meines Kurses gehört, dachte ich mir das wäre eine gute Übung und nahm Die Abenteuer des Joel Spazierer mit nach Hause, nicht ahnend, dass dieses Buch eine echte Herausforderung für mich werden würde! Erst mal aber eine kurze Zusammenfassung über die Geschichte:

“ Ich besaß nie den Ehrgeiz , ein guter Mensch zu werden.”

Joel Spazierer, geboren 1949 in Budapest, wächst bei seinen Großeltern auf und ist vier Jahre alt, als sie von Stalin Schergen abgeholt werden. Fünf Tage und vier Nächte verbring er allein in der Wohnung und lernt eine Welt ohne Menschen kennen. Es fehlt ihm an nichts, er ist zufrieden. Eher zufällig findet ihn seine Mutter, die noch Studentin ist.

Joel Spazierer lernt nie, was gut und was böse ist. Sein Aussehen, sein Charme, seine Freundlichkeit öffnen ihm jedes Herz. Er lügt, stielt und mordet, ändert seinen Namen und seine Identität und betreibt seine kriminelle Karriere in vielen europäischen Ländern. Die Geschichte, die er uns ganz unschuldig erzählt, ist ein Schelmenroman über die Nachtseiten unserer Gesellschaft – tollkühn, inspirierend und fesseln.

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Wie ich bereits oben erwähnte war dieses Buch eine echte Herausforderung für mich! Grund dafür war weniger die Geschichte, als vielmehr Köhlmeiers Art Geschichten zu schreiben. Das Buch ist vollgepackt mit Namen (teils unaussprechlich – russisch, ungarisch, spanisch) und – damit konnte ich noch weniger umgehen – Sätzen bzw. Dialogen in den verschiedensten Sprachen (ungarisch, russisch, alt-griechisch, Latein, spanisch, italienisch, französisch, englisch). Diese fremdsprachigen Abschnitte wurden Großteils nicht übersetzt und das fand ich nicht so gut. Mit englisch, ein paar Brocken französisch und ebenso vielen Brocken italienisch kann ich ja noch mithalten, die restlichen Fremdsprachen zauberten nur ein riesiges Fragezeichen in mein Gehirn. Auch sind die Sätze teilweise so unglaublich lang und verwinkelt, dass ich am Ende eines Satzes oft nicht wusste, was ich eigentlich gerade gelesen hatte. Dieses Buch bzw. Köhlmeiers Erzähl- und Schreibstil ist wohl sehr speziell und ich persönlich zu wenig intellektuell dafür. Schade eigentlich, denn man erfährt durchaus viel Geschichtliches über das Europa des vergangen Jahrhunderts (DDR, UdssR, Ungarn, Personen und Persönlichkeiten).

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