Erklär mir nichts–Spielregeln einer Literatur für Jugendliche


Hallo ihr Lieben,

vor einiger Zeit besuchte ich im Rahmen “Österreich liest” eine Fortbildungsveranstaltung für Bibliotheksmitarbeiter.

X-Large: Kompetent! “Erklär mir nichts – Spielregeln einer Literatur für Jugendliche” war die genaue Bezeichnung. Es ging darum, wie sich die Art der Romane und Literatur für jugendliche Zielgruppen verändert hat. Der klassische Entwicklungsroman hat sich zum postmodernen Adoleszenzroman gewandelt, die fantastische Erzählform fächert sich in viele Subgenres wie Dystopie oder Romantasy auf und politische oder historische Brennpunkte werden ebenso in den Blick genommen wie biografische Bruchlinien.

Einige der vorgestellten Romane sind auch in meiner Mediathek (es ist natürlich nicht meine Mediathek, ich helfe dort mit!) im Programm. Und die nehme ich mir nun nach nun nach vor.

 

Blake Nelson

Paranoid Park

Jugendroman – 178 Seiten

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Die Geschichte:

Der “Paranoid Park” ist ein illegaler Skaterpark in Portland, Oregon. Hier trifft sich die Skater-Szene aus dem ganzen Land. Auch viele Straßenkids verbringen hier ihre Zeit. Ein Freund überredet “Skater” mit ihm in dem Park abzuhängen und zu fahren. Er findet gefallen an dem Platz. Als er ein weiteres Mal in den “Paranoid Park” zurück kehrt geschieht ein Unglück. Nach einem Kampf bleibt ein Toter zurück. Ein Unfall oder Notwehr. Niemand hat Schuld, oder doch? In Panik flieht “Skater”. Richtig oder Falsch? Was soll er tun…….

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Mein Eindruck:

Die Geschichte wird aus der Sicht des Protagonisten erzählt. Wie er heißt bleibt offen, im Klappentext wird er als “Skater” benannt.

Jedes Kapitel beginnt mit “Liebe….!”. Er schreibt sein Erlebnis im “Paranoid Park” nieder und erzählt so seine Geschichte, seine Handlung und seine Gedanken, warum er so gehandelt hat, ob richtig oder falsch, er weiß es nicht. Er versucht einen Weg aus dieser Kriese zu finden.

Man kann sich sehr gut in den Protagonisten hinein versetzten. Wie würde man selber reagieren, wenn man selber in einer solchen Situation wäre. Macht man das Richtige? Und was wäre das Richtige?

Die Geschichte ist zwar gespickt mit speziellen Ausdrücken aus der Skater-Szene, ist aber trotzdem toll zu lesen. Sehr flüssig und jugendlich.

Der Junge tat mir leid, denn er hatte nicht nur diese schlimme Geschichte zu verarbeiten, durch die familiäre Situation hatte er auch Angst sich seinen Eltern anzuvertrauen. Zum Glück fand er in einem Mädchen eine sehr gute Freundin, die ihm einen hervorragenden Rat gab dies zu verarbeiten, ohne dass er ihr seine Geschichte erzählen hätte müssen. Dieser Rat ist wirklich genial und hilft auch selber, wenn man etwas zu verarbeiten hat ohne sich jemandem anzuvertrauen – sehr zu empfehlen! Welcher Rat das war verrate ich jetzt aber nicht.

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Mein Fazit:

Ein sehr flüssiger und stimmiger Jugendroman für Mädchen und Jungen gleichermaßen gut zu lesen. In jugendlicher Sprache, mit jugendlicher Sprache: “Jetzt mal locker, Alter, und fang an zu schreiben.”  ist da zum Beispiel auf der ersten Seite zu lesen. Ein Roman zum Nachdenken über das Richtig und das Falsch, ist es besser die Wahrheit zu sagen oder lieber zu schweigen. Wie komme ich aus dieser Geschichte wieder heraus? Lies das Buch und mach dir deine eigenen Gedanken dazu!

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